Altersvorsorgedepot Anbieter

Altersvorsorgedepot bei Smartbroker+: Kosten, Start und Einschätzung

Smartbroker+ hat am 8. September 2026 Konditionen und Vormerkung für sein Altersvorsorgedepot veröffentlicht: keine Depot-, Sparplan- und Ordergebühren, dazu drei Jahre lang erstattete ETF-Kosten im Standarddepot. Hier steht, welche Bedingungen an der Erstattung hängen, was danach kostet und wie viel die Gratisjahre wirklich bringen.

Florian Baumann Florian Baumann | Lesezeit: ca. 9 Minuten
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Im Standarddepot zahlst du 0 € für Depot, Sparplan und Orders, nur Spreads bleiben (EQS-Mitteilung vom 8. September 2026).
  • Die laufenden ETF-Kosten erstattet Smartbroker+ in den ersten drei Jahren zu 100 %, aber nur bis 25.000 € Anlagevolumen.
  • Danach liegen die Produktkosten laut Smartbroker+ „meist unter 0,15 %“ pro Jahr, außer du handelst mindestens 15-mal im Jahr im Hauptdepot.
  • Drei Standardportfolios stehen zur Wahl: MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All-World, auf Wunsch verteilt auf zwei Standarddepots.
  • Bei 200 € im Monat sind die drei Gratisjahre über 30 Jahre nur rund 100 € wert: 189.800 € statt 189.700 € ohne Erstattung.
Inhaltsverzeichnis+
  1. Konditionen und Varianten
  2. Timeline: alle Meldungen nach Datum
  3. Vor- und Nachteile
  4. Was Smartbroker+ besonders macht und wie vertrauenswürdig der Anbieter ist
  5. Was noch offen ist
  6. Kostenrechnung über 30 Jahre
  7. Für wen das Angebot passt
  8. Alternativen zum Altersvorsorgedepot
  9. Vormerkung und Prämie
  10. Alle Infos zum Anbieter: Kontakt, Aufsicht, Bewertungen
  11. Häufige Fragen
Konditionsstand

Konditionen und Varianten

0 €
Depot, Sparplan, Order
3 Jahre
TER erstattet, bis 25.000 €
< 0,15 %
Produktkosten danach (meist)
Steckbrief zum Altersvorsorgedepot von Smartbroker+ mit Kosten, Erstattungsregel und Depotbank, Stand 13. Oktober 2026
Die wichtigsten Konditionen von Smartbroker+ laut EQS-Mitteilung vom 8. September 2026 und Produktseite.

Smartbroker+ plant zwei Varianten. Im Standarddepot wählst du eines von drei Portfolios, die sich am MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All-World orientieren. Depot, Sparpläne und Orders kosten dort nichts. Die laufenden ETF-Kosten (TER) behält der Fondsanbieter zunächst ein, Smartbroker+ zahlt sie dir in den ersten drei Jahren komplett zurück, laut Produktseite bis 25.000 € Anlagevolumen. Ab dem vierten Jahr gilt die Erstattung nur, wenn du im normalen Smartbroker+-Hauptdepot mindestens 15 Trades pro Kalenderjahr machst. Ohne Erstattung nennt Smartbroker+ selbst Produktkosten von „meist unter 0,15 %“. Im freien Altersvorsorgedepot stellst du dir das Depot selbst zusammen, laut EQS-Mitteilung aus mehr als 2.000 ETFs und Fonds. Orders über gettex sind dort ab 500 € frei, darunter kostet jede Order 1 €. Eine TER-Erstattung gibt es im freien Depot nicht. Wie die Zulagen funktionieren, erklärt der Artikel zur Förderung im Altersvorsorgedepot.

MerkmalStandarddepotFreies Altersvorsorgedepot
Depotführung0 €0 €
Sparplanausführung0 € (zzgl. Spreads und Zuwendungen)0 € (zzgl. Spreads, Produktkosten und Zuwendungen)
Käufe und Verkäufe0 €0 € ab 500 € über gettex, darunter 1 €
Laufende ETF-KostenJahr 1 bis 3: zu 100 % erstattet bis 25.000 €; danach meist unter 0,15 % p. a.TER des gewählten ETFs oder Fonds, keine Erstattung
Erstattung ab Jahr 4nur bei mind. 15 Trades pro Jahr im Hauptdepotentfällt
Auswahl3 Portfolios: MSCI World, MSCI ACWI, FTSE All-Worldmehr als 2.000 ETFs und Fonds (EQS-Mitteilung)
Beitragsgarantieneinnein

Stand 13. Oktober 2026, Angaben des Anbieters und der unten genannten Fachmedien, vor Zertifizierung durch das Bundeszentralamt für Steuern. „Offen“ heißt: Der Anbieter hat sich noch nicht festgelegt.

Jedes Altersvorsorgedepot braucht vor dem Verkauf ein Zertifikat des Bundeszentralamts für Steuern. Laut extraETF hatte am 13. Oktober 2026 noch kein Anbieter eines. Wie Smartbroker+ neben allen anderen Anbietern dasteht, zeigt die Konditionen-Matrix im Anbieter-Vergleich.

Chronik

Timeline: alle Meldungen von Smartbroker+ nach Datum

Smartbroker+ hat sein Angebot in einem Schritt veröffentlicht, die Details zur Erstattung kamen danach über Interviews und Fachmedien. Die Chronik zeigt, wer wann was gesagt hat.

Zeitstrahl der Meldungen von Smartbroker+ zum Altersvorsorgedepot von März 2026 bis zum Start am 1. Januar 2027
Alle belegten Meldungen von Smartbroker+ zum Altersvorsorgedepot, Stand 13. Oktober 2026.
  • 11. März 2026Kolbinger: Altersvorsorgedepot wird Ziel für 2026

    Holding-Chef André Kolbinger sagt, Smartbroker wolle 2026 die Zielgruppe Altersvorsorgedepot erschließen, und rechnet bundesweit mit 30 bis 40 Mio. neuen Depots in fünf bis acht Jahren. Quelle: 4investors

  • 8. September 2026EQS-Mitteilung: Konditionen und Vormerkung in der App

    Smartbroker+ nennt 0 € Depot-, Sparplan- und Orderkosten und drei Jahre erstattete ETF-Kosten im Standarddepot. Vormerken kannst du dich ab sofort in der App. Quelle: EQS-News via ad-hoc-news

  • 9. September 2026Halbjahresbericht: Kampagnen fürs vierte Quartal geplant

    Die Smartbroker Holding meldet rund 31.000 Neukunden im ersten Halbjahr, weniger als geplant, und kündigt die ersten größeren AVD-Kampagnen für das vierte Quartal an. Quelle: broker-test.de

  • 23. September 2026Kolbinger: Geld verdienen über Bestandsprovisionen

    Das freie Depot soll dauerhaft ohne Depot-, Transaktions- und Sparplangebühren bleiben. Verdienen will Smartbroker an einem Anteil der Fondskosten, den Emittenten an Broker zahlen. Quelle: 4investors

  • 25. September 2026Stiftung Warentest nimmt Smartbroker+ in den Preisüberblick

    Finanztest beschreibt das Angebot ohne Depot-, Sparplan- und Orderprovision und will alle Angebote 2027 genauer prüfen. Quelle: Stiftung Warentest

  • 13. Oktober 2026Handelsblatt: Sparpläne zählen nicht für die 15 Trades

    Laut Handelsblatt zählen für die Verlängerung weder Sparplanausführungen noch Trades im Altersvorsorgedepot. Fällt die Erstattung weg, lebt sie mit 15 Trades wieder auf. Quelle: Handelsblatt Vergleich

  • 13. Oktober 2026Noch kein Altersvorsorgedepot zertifiziert

    extraETF meldet, dass noch kein Anbieter ein Zertifikat des Bundeszentralamts für Steuern hat, auch Smartbroker+ nicht. Quelle: extraETF

  • 1. Januar 2027Start des Altersvorsorgedepots bei Smartbroker+

    Laut Produktseite kannst du das Depot ab dem 1. Januar 2027 neben deinem bestehenden Smartbroker+-Depot aktivieren. Quelle: Smartbroker+ Produktseite

Hohle Punkte markieren angekündigte Termine. Die Chronik aller Anbieter und des Gesetzes findest du unter Altersvorsorgedepot: aktueller Stand.

Bewertung

Vor- und Nachteile des Altersvorsorgedepots bei Smartbroker+

Vorteile
  • Im Standarddepot kosten Depot, Sparpläne und Orders 0 €, nur die Spreads bleiben.
  • Die ETF-Kosten erstattet Smartbroker+ drei Jahre lang komplett, bis 25.000 € Anlagevolumen.
  • Mit „meist unter 0,15 %“ nennt Smartbroker+ eine Zahl für die Zeit danach, die deutlich unter dem Kostendeckel von 1,0 % liegt.
  • Du wählst selbst zwischen MSCI World, MSCI ACWI und FTSE All-World und kannst auf zwei Standarddepots aufteilen.
  • Im freien Depot stehen laut Smartbroker+ mehr als 2.000 ETFs und Fonds zur Wahl, Orders ab 500 € über gettex sind kostenlos.
Nachteile
  • Ab dem vierten Jahr hängt die Erstattung an 15 Trades im Jahr im Hauptdepot, Sparpläne zählen laut Handelsblatt nicht mit.
  • Über 25.000 € Anlagevolumen erstattet Smartbroker+ nichts, und die Aktion darf Smartbroker+ laut EQS-Mitteilung vorzeitig beenden.
  • Welche ETFs mit welcher ISIN in den drei Portfolios stecken, hat Smartbroker+ nicht veröffentlicht.
  • Im freien Depot kostet jede Order unter 500 € einen Euro, eine TER-Erstattung gibt es dort nicht.
  • Auf Trustpilot vergeben 40 % der Bewerter einen Stern, oft wegen langsamer Antworten des Kundenservice.

Die Grundkosten sind so niedrig wie bei den günstigsten Wettbewerbern. Die Erstattung finde ich dagegen eher Marketing: Sie belohnt Handelsaktivität im Normaldepot, und das passt schlecht zu einem Vorsorgeprodukt, bei dem du 30 Jahre lang einfach sparen willst.

USP und Vertrauen

Was Smartbroker+ besonders macht und wie vertrauenswürdig der Anbieter ist

1
Drei Index-Varianten im Standarddepot

Du entscheidest zwischen MSCI World, MSCI ACWI und FTSE All-World und kannst auf zwei Standarddepots aufteilen. Über den ACWI legst du so auch selbst fest, ob Schwellenländer dabei sind.

2
Erstattung an das Hauptdepot gekoppelt

Ab Jahr 4 erstattet Smartbroker+ die TER nur bei mindestens 15 Trades im Jahr im normalen Depot. Keiner der anderen elf Anbieter in meinem Vergleich knüpft die Vorsorgekosten an Handel im Normaldepot.

3
Aktivierung neben dem bestehenden Depot

Bestandskunden merken sich direkt in der App vor und schalten das Altersvorsorgedepot laut Produktseite ohne Anbieterwechsel dazu.

Vertrauen: Aufsicht, Sicherheit, Historie

Aufsicht
Smartbroker AG: Wertpapierinstitut mit Erlaubnis nach § 15 WpIG, Aufsicht durch BaFin und Bundesbank, keine eigene Banklizenz
Depotbank
Baader Bank AG, Unterschleißheim, mit deutscher Banklizenz (seit dem Umzug 2023)
Einlagensicherung
Guthaben bei der Baader Bank: gesetzlich bis 100.000 €, zusätzlich Einlagensicherungsfonds der privaten Banken
Größe
mehr als 285.000 Kunden und rund 17,5 Mrd. € Kundenvermögen (30.06.2026)
Vorfälle
keine BaFin-Maßnahmen bekannt (Stand 13.10.2026); Depotumzug von der DAB zur Baader Bank 2023

Deine ETF-Anteile liegen bei der Baader Bank als Sondervermögen. Sie gehören dir und fallen weder bei einer Pleite der Baader Bank noch der Smartbroker AG in die Insolvenzmasse. Die Einlagensicherung betrifft nur Bargeld auf dem Verrechnungskonto. Öffentliche BaFin-Maßnahmen gegen die Smartbroker AG habe ich für die letzten fünf Jahre nicht gefunden. Der größte Einschnitt war 2023 der Umzug der Kundendepots von der DAB BNP Paribas zur Baader Bank. Laut broker-test.at wechselten knapp 70 % der aktiven Kunden mit, rund 3.000 kündigten.

Die Holding ist klein und schreibt noch Verluste. Im ersten Halbjahr 2026 standen 2,9 Mio. € Konzernfehlbetrag bei 75 % Eigenkapitalquote, und mit rund 31.000 Neukunden blieb sie unter ihrem Plan. Die AVD-Konditionen stehen in einer eigenen Unternehmensmitteilung und auf der Produktseite, das macht sie belastbarer als bloße Ankündigungen. Die Teilnahmebedingungen der Erstattung zeigt die Produktseite bisher nur als Überschrift, und Smartbroker+ behält sich vor, die Aktion vorzeitig zu beenden.

Unsere Einschätzung

Dein Geld liegt bei einer deutschen Bank als Sondervermögen, das passt. Abzug gibt es für die kleine, noch defizitäre Holding und für eine Kostenerstattung, die Smartbroker+ an Bedingungen knüpft und jederzeit beenden darf.

Lücken

Was noch offen ist

Diese Punkte hat Smartbroker+ bis zum 13. Oktober 2026 nicht geklärt. Ich ergänze sie, sobald der Anbieter oder ein Fachmedium mit Datum berichtet:

  • Welche ETFs mit welcher ISIN und welcher TER in den drei Standardportfolios stecken.
  • Den Wortlaut der Teilnahmebedingungen zur Erstattung, die Produktseite zeigt nur die Überschrift.
  • Wie Smartbroker+ Beträge über 25.000 € Anlagevolumen behandelt, also ob die Erstattung anteilig weiterläuft oder ganz endet.
  • Ob Sparpläne bei den 15 Trades wirklich nicht zählen. Das schreibt bisher nur das Handelsblatt, nicht Smartbroker+.
  • Wie viele ETFs das freie Depot bietet: Die EQS-Mitteilung nennt mehr als 2.000 ETFs und Fonds, eine Anzeige vom selben Tag über 1.000 ETFs.
Langfristrechnung

Kostenrechnung über 30 Jahre

Ich rechne mit 200 € im Monat, 30 Jahren und 6 % Bruttorendite pro Jahr. Für das Standarddepot setze ich die 0,15 % an, die Smartbroker+ als Obergrenze für „meist“ nennt, einmal mit und einmal ohne die drei Gratisjahre. Dazu kommt das freie Depot mit einem Welt-ETF für 0,20 %.

Balkendiagramm: Endkapital nach 30 Jahren bei 200 € Sparrate für drei Smartbroker+-Szenarien und den Kostendeckel
Rechnung mit 200 € im Monat, 30 Jahren und 6 % Bruttorendite, Zulagen nicht eingerechnet.
VarianteEndkapital nach 30 JahrenVorsprung zum 1,0-%-DeckelAnnahme
Standarddepot: 3 Jahre 0 %, danach 0,15 %189.800 €26.700 €Smartbroker+: „meist unter 0,15 %“; Annahme: keine 15 Trades im Hauptdepot
Standarddepot ohne Erstattung, 0,15 %189.700 €26.600 €Vergleichszeile: so viel sind die drei Gratisjahre wert
Freies Depot, Welt-ETF mit 0,20 %188.000 €24.900 €Annahme: eigener Welt-ETF, nur Sparpläne, keine Orders unter 500 €
Gesetzlicher Kostendeckel 1,0 %163.100 €0 €Vergleichsgröße: maximal erlaubte Effektivkosten im Standarddepot
Rechenbasis ohne Kosten194.900 €31.800 €theoretische Obergrenze bei 0 % laufenden Kosten

Rechenweg: 200 € monatliche Einzahlung, 30 Jahre, 6 % Bruttorendite pro Jahr abzüglich der laufenden Kosten, Jahresrendite effektiv auf Monate umgerechnet, nachschüssig, Werte auf 100 € gerundet. Zulagen sind nicht eingerechnet, weil sie bei jedem Anbieter gleich ausfallen. Spreads und Zuwendungen bleiben außen vor. Die Formel steckt auch im Altersvorsorgedepot-Rechner.

Ergebnis: Mit der Variante „Standarddepot: 3 Jahre 0 %, danach 0,15 %“ landest du rechnerisch bei 189.800 €. Das sind 26.700 € mehr als beim gesetzlichen Kostendeckel (163.100 €) und 5.100 € weniger als in der kostenfreien Rechenbasis (194.900 €). Die Zulagen von bis zu 540 € pro Jahr kommen bei jedem Anbieter obendrauf. Was die Förderung in deinem Fall bringt, rechnet der Altersvorsorgedepot-Rechner aus.

Einordnung

Für wen das Angebot passt

  • Du hast schon ein Smartbroker+-Depot und handelst dort ohnehin mehr als 15-mal im Jahr, dann bleibt die Erstattung dauerhaft.
  • Du willst im Standarddepot selbst bestimmen, ob MSCI World, ACWI oder FTSE All-World drinsteckt.
  • Du stellst dir dein Vorsorgedepot lieber selbst zusammen und sparst per Sparplan, dann zahlst du nur die TER deiner ETFs.
  • Weniger passend: Wer einfach 30 Jahre lang sparen will, ohne nebenher zu handeln, bekommt die Erstattung nur drei Jahre, und andere Anbieter nennen niedrigere Dauerkosten.
Alternativen

Alternativen zum Altersvorsorgedepot bei Smartbroker+

Das Altersvorsorgedepot lohnt sich vor allem, wenn du im Alter einen niedrigeren Steuersatz erwartest und das Geld bis 65 nicht brauchst. Wer flexibel bleiben will oder kaum Steuern zahlt, fährt mit anderen Wegen oft besser.

Normales ETF-Depot bei Smartbroker+

Im regulären Depot kommst du jederzeit an dein Geld, Zulagen und Steuerstundung entfallen. Wie Smartbroker+ neben anderen Brokern abschneidet, zeigt der Neobroker-Vergleich.

Kombination aus AVD und ETF-Depot

Bis 1.800 € im Jahr ins geförderte Depot, den Rest frei anlegen: So holst du die volle Grundzulage und bleibst flexibel. Bei Smartbroker+ liegen beide Depots in derselben App. Die Aufteilung beschreibt der perfekte Plan fürs Altersvorsorgedepot.

Riester-Vertrag übertragen oder behalten

Riester-Verträge, die älter als fünf Jahre sind, sollen laut Smartbroker+ gebührenfrei übertragbar sein. Ob sich das lohnt, hängt von Garantie und Kosten deines Altvertrags ab, siehe Riester und Altersvorsorgedepot.

Tagesgeld für den Notgroschen

Geld, das du in den nächsten Jahren brauchen könntest, gehört nicht ins Altersvorsorgedepot. Wie groß dein Notgroschen sein sollte und wo es aktuell Zinsen gibt, zeigt das Tagesgeld-Barometer.

Andere Anbieter, die sich lohnen könnten

  • flatex: Erstattet im Standarddepot Core die ETF-Kosten mindestens fünf Jahre ohne genannte Handelsbedingung und nennt danach höchstens 0,07 % pro Jahr.
  • Scalable Capital: Übernimmt im Standarddepot die ETF-Kosten bis mindestens 31.12.2027 und erstattet im Selbst-Weg die TER von 17 ETFs.
  • Trade Republic: Erstattet laut extraETF die TER von 51 ETFs monatlich, ohne Volumengrenze und ohne Handelsbedingung.

Alle zwölf Anbieter mit ihren Kosten nebeneinander findest du in der Übersicht aller Altersvorsorgedepot-Anbieter. Bist du verbeamtet, lies vorher, wie Beamte die Zulagen bekommen.

Vormerkung

Vormerkung und Prämie

Seit dem 8. September 2026 kannst du dich in der Smartbroker+-App vormerken. Bestandskunden tun das direkt, Neukunden eröffnen zuerst ein kostenloses Smartbroker+-Depot und merken sich dann parallel vor. Die Vormerkung ist unverbindlich, eine Prämie dafür gibt es nicht. Nutzbar ist das Altersvorsorgedepot ab dem 1. Januar 2027. Eröffnest du das Depot über den Partnerlink unten, erhält finanzfacts eine Provision. An deinen Konditionen ändert das nichts.

Zu Smartbroker+*

* Partnerlink: Eröffnest du darüber ein Depot, erhält finanzfacts eine Provision. Deine Konditionen ändern sich dadurch nicht.

Anbieter-Steckbrief

Alle Infos zu Smartbroker+: Kontakt, Aufsicht, Bewertungen

Unternehmen

Firma
Smartbroker AG (Tochter der Smartbroker Holding AG)
Sitz
Ritterstraße 11, 10969 Berlin
Gegründet
2019 (Start des Smartbroker am 16.12.2019), SMARTBROKER+ mit Baader Bank seit 2023
Konzern/Eigentümer
Smartbroker Holding AG, börsennotiert (ISIN DE000A2GS609), zu der auch wallstreet-online.de gehört
Aufsicht
BaFin und Deutsche Bundesbank, Wertpapierinstitut nach § 15 WpIG; Depotbank Baader Bank AG
Kunden
mehr als 285.000, rund 17,5 Mrd. € Kundenvermögen (30.06.2026)

Kontakt

Telefon
+49 30 257 708 403; laut capitalo Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr
E-Mail/Formular
kundenservice@smartbrokerplus.de, Beschwerden an beschwerde@smartbrokerplus.de
Chat
nicht belegt
Postanschrift
Smartbroker AG, Ritterstraße 11, 10969 Berlin
Infoseite AVD
smartbrokerplus.de/de-de/altersvorsorgedepot

Bewertungen von Kunden

PlattformBewertungAnzahlStand
Trustpilot3,8 von 52.355 Bewertungen13.10.2026
App Store4,3 von 52.326 Bewertungen13.10.2026
Google Play3,8 von 54.972 Bewertungen13.10.2026

Auf Trustpilot sind die Stimmen gespalten: 40 % vergeben einen Stern, 32 % fünf Sterne, Kritik gibt es vor allem an Antwortzeiten und Depotüberträgen. Die App-Stores bewerten die Smartbroker+-App, das Altersvorsorgedepot selbst hat noch niemand genutzt.

FAQ

Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot bei Smartbroker+

Was kostet das Altersvorsorgedepot bei Smartbroker+?
Depot, Sparpläne und Orders kosten im Standarddepot 0 €. Die ETF-Kosten erstattet Smartbroker+ drei Jahre lang bis 25.000 € Anlagevolumen, danach liegen sie laut Smartbroker+ meist unter 0,15 % pro Jahr. Im freien Depot zahlst du die TER deiner ETFs und 1 € für Orders unter 500 €.
Wie verlängere ich die Kostenerstattung nach drei Jahren?
Du brauchst mindestens 15 Trades pro Kalenderjahr im normalen Smartbroker+-Hauptdepot. Laut Handelsblatt zählen Sparplanausführungen und Trades im Altersvorsorgedepot dabei nicht. Smartbroker+ prüft die Bedingung jedes Jahr neu.
Welche Depotbank steht hinter Smartbroker+?
Die Baader Bank AG in Unterschleißheim. Sie führt Konten und Depots, seit Smartbroker+ 2023 von der DAB BNP Paribas umgezogen ist. Die Smartbroker AG selbst ist ein Wertpapierinstitut ohne Banklizenz.
Kann ich mich bei Smartbroker+ schon vormerken?
Ja, seit dem 8. September 2026 in der App. Dafür brauchst du ein kostenloses Smartbroker+-Depot. Eine Prämie gibt es nicht, abschließen kannst du ab dem 1. Januar 2027.
Florians Finanz Fazit

Drei Gratisjahre bringen 100 €, die 0,15 % danach zählen

Smartbroker+ hat ein günstiges Grundangebot: kein Depot, keine Sparplan- und keine Ordergebühr, dazu die Zusage „meist unter 0,15 %“ für die ETFs. Die beworbene Erstattung ist dagegen weniger wert, als sie klingt. Bei 200 € im Monat bringen die drei Gratisjahre nach 30 Jahren rund 100 €, weil das Depot am Anfang klein ist. Wer sie länger will, muss im Hauptdepot handeln, und das halte ich für einen falschen Anreiz in einem Vorsorgeprodukt.

Mein Rat: Bist du schon Smartbroker+-Kunde, merk dich vor, das kostet nichts. Schließ aber erst ab, wenn die ETFs mit ISIN und TER feststehen. Neu einsteigen würde ich nur nach einem Blick auf flatex Core mit 0,07 % Dauerkosten im Anbieter-Vergleich.

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Florian Baumann, Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 20 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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Alle Angaben ohne Gewähr. Die Konditionen sind Anbieter-Ankündigungen vor der Zertifizierung und können sich bis zum Start am 1. Januar 2027 ändern. Kundenbewertungen geben Meinungen einzelner Nutzer wieder. Wertpapieranlagen sind mit Verlustrisiken verbunden.
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