Vermögensaufbau

Zinsrechner

Berechne für deine Einmalanlage wahlweise Endkapital, Anfangskapital, Zinssatz oder Laufzeit. Auf Wunsch mit Zinseszins und taggenau nach deutscher Bankmethode.

Was möchtest du berechnen?
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Mon.
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Dein Ergebnis
Endkapital
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Reiner Zinsertrag
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Anfangskapital 0,00 €
Zinssatz 0,00 %
Laufzeit

Zinsrechnung verstehen: Formeln, Beispiele und Steuern

Hintergrundwissen zur Einmalanlage, kompakt erklärt

Grundlagen

Mit oder ohne Zinseszins?

Der Zinseszinseffekt entsteht, wenn die Bank deine Zinsen am Jahresende dem Kapital gutschreibt und ab dann mitverzinst. Dein Guthaben wächst dadurch nicht linear, sondern exponentiell.

  • Ohne Zinseszins (einfache Verzinsung): Die Bank zahlt die Zinsen jedes Jahr aus, zum Beispiel auf dein Girokonto. Nur das ursprüngliche Kapital trägt Zinsen, der Ertrag bleibt jedes Jahr gleich hoch.
  • Mit Zinseszins: Die Zinsen bleiben auf dem Anlagekonto und verzinsen sich ab der Gutschrift mit. Dein Kapital wächst von Jahr zu Jahr schneller.

Wie groß der Unterschied über die Jahre wird, zeigt dir die Beispielrechnung weiter unten. Welchen Zinssatz dir Banken überhaupt bieten, hängt vor allem vom EZB-Leitzins ab.

Übrigens: § 248 BGB verbietet Zinseszinsvereinbarungen eigentlich, macht für Banken und Sparkassen aber eine Ausnahme. Deshalb darf dein Tagesgeldkonto ganz legal Zinsen auf Zinsen gutschreiben.
Detailwissen

Linear oder exponentiell: die Bankusance

Legst du dein Geld nicht für glatte Jahre an, sondern zum Beispiel für 5 Jahre und 3 Monate, gibt es zwei Wege, die Zinsen für den angebrochenen Zeitraum zu berechnen:

  • Linear (gemischte Verzinsung): Der Standard deutscher Banken. Für volle Jahre rechnet die Bank mit Zinseszins, für die restlichen Monate und Tage schlägt sie den Zins nur einfach auf das bis dahin erreichte Kapital auf.
  • Exponentiell (konforme Verzinsung): Die streng finanzmathematische Methode. Der Zinseszinseffekt läuft auch für Monate und Tage als Exponent exakt weiter.

Bei üblichen Zinssätzen unterscheiden sich beide Methoden nur um wenige Euro. Willst du ein konkretes Bankangebot nachrechnen, wähle die lineare Methode.

Gut zu wissen: Dieser Rechner nutzt die kaufmännische Zinsmethode 30/360. Jeder Monat zählt 30 Tage, das Jahr 360 Tage. Deutsche Banken rechnen bei Spar- und Festgeldern genauso.
Mathematik

Die Zinsformeln für das Endkapital

1. Einfache Verzinsung (ohne Zinseszins)

Kn = K0 × (1 + n × p100)

2. Mit Zinseszins (exponentiell)

Kn = K0 × (1 + p100)n

3. Mit Zinseszins (Deutsche Bankusance, gemischt)

Kn = K0 × (1 + p100)N × (1 + t × p100)

K0 = Anfangskapital · Kn = Endkapital · p = Zinssatz in % · n = Laufzeit in Jahren · N = volle Jahre · t = Jahresbruchteil der restlichen Monate und Tage

Beispielrechnung

Was aus 10.000 € bei 3 % Zinsen wird

So entwickelt sich eine Einmalanlage von 10.000 € bei 3 % Zinsen pro Jahr, einmal mit jährlicher Auszahlung der Zinsen und einmal mit Wiederanlage:

LaufzeitOhne ZinseszinsMit ZinseszinsVorteil Zinseszins
5 Jahre11.500,00 €11.592,74 €+92,74 €
10 Jahre13.000,00 €13.439,16 €+439,16 €
20 Jahre16.000,00 €18.061,11 €+2.061,11 €
30 Jahre19.000,00 €24.272,62 €+5.272,62 €

In den ersten Jahren wirkt der Unterschied unscheinbar. Ab zehn Jahren öffnet sich die Schere deutlich: Nach 30 Jahren liefert der Zinseszins über 5.200 € zusätzlich, ohne dass du dafür etwas tun musst.

Steuern

Abgeltungsteuer und Sparerpauschbetrag

Auf Zinserträge zahlst du in Deutschland Abgeltungsteuer: 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer, zusammen 26,375 %. Kirchenmitglieder zahlen zusätzlich 8 oder 9 % Kirchensteuer auf die Steuer.

Steuerfrei bleibt der Sparerpauschbetrag: 1.000 € Kapitalerträge pro Person und Jahr, 2.000 € bei zusammen veranlagten Paaren. Damit deine Bank den Freibetrag direkt berücksichtigt, stellst du dort einen Freistellungsauftrag.

Beispiel: Du legst 50.000 € zu 3,5 % an und erhältst 1.750 € Zinsen im Jahr. Nach Abzug des Pauschbetrags von 1.000 € bleiben 750 € steuerpflichtig. Darauf zahlst du 26,375 %, also 197,81 €. Netto bleiben dir 1.552,19 €.

Der Rechner zeigt Bruttowerte vor Steuern. Deine persönliche Steuerlast hängt von Freistellungsaufträgen und weiteren Kapitalerträgen ab.

FAQ

Häufige Fragen zum Zinsrechner

Wie lange dauert es, bis sich mein Kapital verdoppelt?
Eine schnelle Schätzung liefert die 72er-Regel: Teile 72 durch den Zinssatz. Bei 4 % dauert die Verdopplung rund 18 Jahre, bei 3 % etwa 24 Jahre. Exakt rechnet es dieser Zinsrechner: Wähle oben „Laufzeit berechnen“ und trage als Endkapital das Doppelte deines Anfangskapitals ein.
Warum weicht das Ergebnis von der Zinsabrechnung meiner Bank ab?
Drei häufige Gründe: Deine Bank schreibt Zinsen monatlich oder quartalsweise gut statt jährlich, sie zieht Abgeltungsteuer direkt ab, oder sie zählt Tage anders. Dieser Rechner arbeitet mit der in Deutschland üblichen kaufmännischen Methode 30/360 und jährlicher Zinsgutschrift.
Muss ich auf Zinserträge Steuern zahlen?
Ja, oberhalb des Sparerpauschbetrags von 1.000 € pro Person und Jahr greift die Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 %. Mit einem Freistellungsauftrag bei deiner Bank bleiben Erträge bis zum Pauschbetrag automatisch steuerfrei. Mehr dazu steht in der Steuer-Karte weiter oben.
Worin unterscheidet sich dieser Rechner vom Zinseszinsrechner?
Der Zinsrechner betrachtet eine Einmalanlage ohne weitere Einzahlungen und ermittelt wahlweise Endkapital, Anfangskapital, Zinssatz oder Laufzeit. Planst du einen Sparplan mit monatlichen Raten, nimm den Zinseszinsrechner.
Florians Finanz Fazit

Sichere Zinsen sind deine Basis, nicht dein Vermögensaufbau

Seit der Zinswende bekommst du für Tages- und Festgeld wieder echte Zinsen. Nimm sie mit: Wer sein Geld bei der Hausbank zu 0,x % herumliegen lässt, verschenkt jedes Jahr bares Geld. Die Anbieter unterscheiden sich oft um mehr als einen Prozentpunkt, und ein Wechsel dauert online keine 15 Minuten.

Rechne trotzdem ehrlich: Zieh von jedem Zinssatz die Inflation ab. Real bleibt von Tagesgeldzinsen selten mehr übrig als der Erhalt deiner Kaufkraft. Sichere Zinsen erfüllen darum einen klaren Zweck: Notgroschen und planbare Ausgaben. Vermögen baust du damit nicht auf.

Meine Faustregel: Drei Nettomonatsgehälter aufs Tagesgeld, Geld mit festem Termin ins Festgeld, alles darüber langfristig investieren. Wie groß der Unterschied über 20 Jahre wird, zeigt dir der Zinseszinsrechner. Und falls gerade eine größere Summe bei dir parkt, findest du im Ratgeber 10.000 € anlegen die sinnvolle Reihenfolge.

Florian Baumann, Gründer von finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de zeigt er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor.

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