Altersvorsorgedepot Vergleich – Anbieter, Gebühren und Start 2027
Altersvorsorge

Altersvorsorgedepot Vergleich

Sieben Anbieter mit angekündigtem Altersvorsorgedepot für den Start am 1. Januar 2027 im Vergleich. Scalable Capital und finanzen.net Zero bieten beide 0 % Depotgebühr, DKB führt die klassischen Direktbanken an. Gebühren, Pre-Registrierung, ETF-Auswahl und Reputation auf einen Blick.

Florian Baumann Florian Baumann | Aktualisiert am 2. Juni 2026 | Lesezeit: ca. 12 Minuten
Testsieger Juni 2026

Scalable Capital Altersvorsorgedepot

9,4 / 10 Punkten

Scalable Capital bestätigt im Mai 2026 als erster Anbieter überhaupt eine Depotgebühr von 0 % und über 2.000 kostenlose ETF-Sparpläne. Damit unterbietet Scalable die DKB als bisher günstigste Direktbank klar. Über 30 Jahre Sparphase sparst du gegenüber 0,15 % rund 1.700 €, gegenüber 0,25 % etwa 4.900 €. Die automatische Zulagenbeantragung läuft direkt über die App, die volle Anmeldung öffnet ab Oktober 2026.

Mehr zum Scalable-Angebot
Anbieter-Überblick

Anbieter mit angekündigtem Altersvorsorgedepot

Stand Juni 2026 haben sieben deutsche Anbieter offiziell bestätigt, ab 2027 ein Altersvorsorgedepot anzubieten. Fünf davon nennen bereits konkrete Gebühren. Scalable Capital und finanzen.net Zero starten beide mit 0 % Depotgebühr und teilen sich damit die Preisspitze. Die Pre-Registrierung läuft aktuell bei Scalable und finanzen.net Zero. Die Tabelle sortiert nach unserer Gesamtbewertung.

Anbieter Depotgebühr ETF-Auswahl Status Pre-Reg. Bewertung
Scalable Capital 0 % p.a. ca. 3.000 Pre-Reg. offen seit Feb 2026 9,4
DKB 0,15 % p.a. ca. 1.700 in Vorbereitung geplant 9,0
ING ca. 0,20 % p.a. 1.198 in Vorbereitung geplant 8,8
finanzen.net Zero 0 % p.a. ca. 1.800 Pre-Reg. offen seit März 2026 (Erster) 8,7
Comdirect 0,25 % p.a. 2.088 offiziell präsentiert geplant 8,5
Trade Republic noch offen 2.485 angekündigt geplant 7,8
Consorsbank noch offen ca. 1.700 in Vorbereitung Frühstart-Rente angekündigt 7,5

Stand: 2. Juni 2026. Scalable Capital und finanzen.net Zero haben jeweils 0 % Depotgebühr bestätigt, die finale BaFin-Zertifizierung steht noch aus. Die übrigen Gebühren bestätigen viele Anbieter erst im Herbst 2026. Bewertung von 0 bis 10 nach unseren Kriterien (siehe weiter unten). Pre-Registrierung bedeutet, du kannst dich für einen Start-Slot vormerken lassen, der Vertragsschluss erfolgt frühestens am 1. Januar 2027.

Detail-Check

Top 5 Anbieter im Detail

Fünf Anbieter stechen hervor: Scalable Capital mit 0 % Depotgebühr und der größten ETF-Auswahl, DKB als günstigste klassische Direktbank, ING mit dem stärksten Mix aus Preis und Reputation, finanzen.net Zero mit bestätigten 0 % und offener Pre-Registrierung und Comdirect als Brokerwahl-Sieger 2026.

Scalable Capital
Neobroker · Vollbank-Lizenz EZB · Trustpilot 4,0/5
9,4
/ 10 Punkte
Depotgebühr
0 %
ETF-Auswahl
~3.000
Pre-Reg.
Offen
Mindestrate
1 €

Scalable Capital setzt im Mai 2026 den neuen Marktstandard und bestätigt 0 % Depotgebühr für das Altersvorsorgedepot. Über 2.000 ETF-Sparpläne laufen ebenfalls kostenfrei, die App beantragt die staatliche Zulage automatisch. Mit rund 3.000 sparplanfähigen Fonds und EZB-Vollbank-Lizenz seit Q4 2025 bringt der Münchner Anbieter die größte ETF-Auswahl im Markt mit. Die Pre-Registrierung läuft seit Februar 2026, ab Oktober 2026 öffnet die volle Anmeldung. Damit zahlst du bei 50.000 € Guthaben 0 € statt 75 € bei DKB oder 125 € bei Comdirect pro Jahr.

Kosten-Rechnung: Bei 200 € Sparrate, 30 Jahren Laufzeit und 6 % Rendite kommst du mit Scalable auf rund 193.000 € Endkapital. Das sind etwa 1.700 € mehr als bei DKB (0,15 %) und 4.900 € mehr als bei Comdirect (0,25 %). Die finale BaFin-Zertifizierung der Konditionen steht noch aus.

Stärken
  • 0 % Depotgebühr setzt im Mai 2026 neuen Marktstandard
  • Über 2.000 ETF-Sparpläne dauerhaft kostenfrei
  • Größte ETF-Auswahl im Vergleich mit ~3.000 Fonds
  • Automatische Zulagenbeantragung direkt über die App
  • EZB-Vollbank-Lizenz und Pre-Registrierung seit Februar 2026
  • Mindestrate ab 1 € und dynamische Sparraten möglich
Schwächen
  • Finale BaFin-Zertifizierung der Konditionen steht noch aus
  • App-Crash am 8. April 2026 bei hoher Volatilität
  • Junges Unternehmen ohne 30-Jahre-Track-Record
  • Kein Filial- oder klassischer Bankservice verfügbar
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DKB
Direktbank · Vollbank-Lizenz · BaFin-Aufsicht
9,0
/ 10 Punkte
Depotgebühr
0,15 %
ETF-Auswahl
~1.700
Pre-Reg.
In Vorb.
Mindestrate
25 €

Die DKB ist die günstigste klassische Direktbank mit Vollbank-Lizenz und BaFin-Aufsicht. Mit 0,15 % Depotgebühr pro Jahr unterbietet sie alle anderen klassischen Banken. Nur Scalable Capital ist insgesamt günstiger, dafür ohne Filialnetz und Telefon-Support. Bei 50.000 € Guthaben zahlst du bei DKB 75 € statt 125 € bei Comdirect, dafür bekommst du Junior-Depot mit Frühstart-Rente, persönliche Beratung und volle Einlagensicherung aus einer Hand.

Stärken
  • Günstigste klassische Direktbank mit 0,15 % p.a.
  • Voller Bank-Service mit Filialen und Telefon-Support
  • Etablierte BaFin-Aufsicht und Einlagensicherung
  • Junior-Depot mit Frühstart-Rente kombinierbar
Schwächen
  • Scalable Capital mit 0 % Depotgebühr deutlich günstiger
  • Mindestsparrate höher als bei Neobrokern
  • Kleinere ETF-Auswahl als Scalable oder Trade Republic
  • Pre-Registrierung noch nicht freigegeben
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ING
Direktbank · Trustpilot 4,2/5 · 32.500 Bewertungen
8,8
/ 10 Punkte
Depotgebühr
~0,20 %
ETF-Auswahl
1.198
Pre-Reg.
Geplant
Mindestrate
1 €

Die ING liefert die beste Mischung aus moderater Gebühr, ausgezeichneter Reputation und vollwertigem Bank-Service. Mit 32.559 Trustpilot-Bewertungen und einem Score von 4,2/5 ist sie die meistbewertete Direktbank Deutschlands. Im regulären Depot sind alle 1.198 ETF-Sparpläne kostenlos. Wer Girokonto, Kredit und Altersvorsorgedepot bei einer Bank haben möchte, fährt mit der ING am rundesten.

Stärken
  • Beste Reputation aller Direktbanken im Vergleich
  • Alle 1.198 ETF-Sparpläne im regulären Depot gratis
  • Girokonto, Kredit, Depot und Altersvorsorge aus einer Hand
  • Mindestrate ab 1 € erleichtert kleinen Sparraten den Einstieg
Schwächen
  • Mit ~0,20 % teurer als Scalable Capital und DKB
  • Finale Konditionen noch nicht öffentlich bestätigt
  • Einmalkäufe im regulären Depot mit 4,90 € plus 0,25 % spürbar
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finanzen.net Zero
Neobroker · Anlagevermittlung über DonauCapital · Trustpilot 4,5/5
8,7
/ 10 Punkte
Depotgebühr
0 %
ETF-Auswahl
~1.800
Pre-Reg.
Offen
Mindestrate
10 €

finanzen.net Zero bestätigt im Juni 2026 ein gebührenfreies Altersvorsorgedepot mit 0 % Depotgebühr und zieht damit mit Scalable Capital an der Preisspitze gleich. Schon im März 2026 öffnete der Broker als erster Anbieter überhaupt die Pre-Registrierung. Du sparst per Sparplan oder Einmalbetrag ab 10 € im Monat, ausschließlich in zertifizierte ETFs und Fonds. Bestehende Riester-Verträge ziehst du ab 2027 mit und behältst deine erhaltenen Zulagen. Die Anlagevermittlung läuft im Namen der DonauCapital Wertpapier GmbH.

Preisvorteil: Mit 0 % Depotgebühr landest du bei 200 € Sparrate, 30 Jahren Laufzeit und 6 % Rendite rechnerisch bei rund 193.000 € Endkapital, genau wie bei Scalable. Gegenüber Comdirect mit 0,25 % sind das etwa 4.900 € mehr. Die finale Gebühr bestätigt finanzen.net Zero kurz vor dem Start nach der BaFin-Zertifizierung.

Stärken
  • 0 % Depotgebühr bestätigt, gleiche Topklasse wie Scalable
  • Erster Anbieter mit offener Pre-Registrierung seit März 2026
  • Riester-Übertrag ab 2027 mit Erhalt aller Zulagen
  • Trustpilot 4,5/5 als bester Reputationswert im Vergleich
  • Steuerfreies Wachstum in der Ansparphase
Schwächen
  • Mindestrate 10 € statt 1 € wie bei Scalable oder Trade Republic
  • Reiner App-Service ohne Filialen und Telefon-Support
  • Anlagevermittlung über DonauCapital, kein eigenes Vollbank-Institut
  • Kleinere ETF-Auswahl als Scalable, Comdirect oder Trade Republic
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Comdirect
Direktbank · Brokerwahl-Sieger 2026 · Commerzbank-Tochter
8,5
/ 10 Punkte
Depotgebühr
0,25 %
ETF-Auswahl
2.088
Pre-Reg.
Geplant
Mindestrate
1 €

Comdirect war im Frühjahr 2026 der erste Anbieter, der eine konkrete Gebühr für das Altersvorsorgedepot nannte: 0,25 % pro Jahr. Das ist teurer als Scalable Capital, DKB und ING, dafür bringt die Comdirect 562 dauerhaft kostenlose ETF-Sparpläne, Filialen über das Commerzbank-Netz und den Brokerwahl-Sieg 2026 als Online-Broker des Jahres mit. Trustpilot-Score nur 1,3/5 zeigt aber: Endkunden sind mit dem Service oft unzufrieden.

Vorsicht Service: Comdirect punktet bei der Fachpresse, doch der Trustpilot-Score von 1,3 bei 3.688 Bewertungen ist eine klare Warnung. Wer auf zuverlässigen Support angewiesen ist, sollte vor Vertragsschluss Erfahrungsberichte vergleichen.

Stärken
  • Erste konkrete Gebühren-Ankündigung am Markt
  • 562 ETF-Sparpläne dauerhaft kostenlos
  • Brokerwahl 2026: Online-Broker des Jahres
  • Persönlicher Telefon-Support und Filialen verfügbar
Schwächen
  • Mit 0,25 % teurer als Scalable, DKB und ING
  • Trustpilot 1,3/5 zeigt massive Service-Probleme
  • Einmalkäufe mit 4,90 € plus 0,25 % nicht wettbewerbsfähig
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Empfehlung pro Anwendungsfall

Welcher Anbieter passt zu dir?

Der beste Anbieter hängt von deiner Sparrate, deinem Anlagehorizont und deinem Anspruch an Service und ETF-Auswahl ab. Sechs Profile, sechs konkrete Empfehlungen.

Niedrigster Preis

Bester Gesamtpreis

Scalable Capital

0 % Depotgebühr, über 2.000 kostenlose ETF-Sparpläne, automatische Zulagenbeantragung über die App. finanzen.net Zero bietet ebenfalls 0 % und teilt sich den Bestpreis, Scalable gewinnt hier dank der größeren ETF-Auswahl.

Zu Scalable Capital*
Klassische Bank

Bester Bank-Allrounder

DKB

Günstigste klassische Direktbank mit 0,15 %, voller Bank-Lizenz und Junior-Depot für die Frühstart-Rente in einem Konto. Für alle, die Vollbank-Service mit Filialen und Telefon-Support wollen, ohne auf günstige Kosten zu verzichten.

Zur DKB*
Alles aus einer Hand

Beste Familie und Bankservice

ING

Girokonto, Kredit, reguläres Depot, Altersvorsorgedepot und Frühstart-Rente bei einer Bank. Trustpilot 4,2/5 bei über 32.500 Bewertungen unterstreicht die Servicequalität.

Zur ING*
Filialen vor Ort

Bester für Bank-Service

Comdirect

Persönlicher Telefon-Support und Filialen über das Commerzbank-Netz. Brokerwahl-Sieger 2026. Die 0,25 % Gebühr zahlst du für klassischen Bank-Komfort.

Zur Comdirect*
Smartphone-Anleger

Beste App

Trade Republic

Schlankste App am Markt, Mindestrate ab 1 €. Wer die Service-Offensive seit April 2026 abwartet und auf eine günstige Gebührenstruktur setzt, bekommt hier mobiles Sparen pur.

Zu Trade Republic*
Früh-Anmelder

Bester für Pre-Registrierung

finanzen.net Zero

Erster Anbieter mit offener Pre-Registrierung seit März 2026. Trustpilot 4,5/5 bei 11.000 Bewertungen. Wer früh den Start-Slot sichern möchte, ist hier richtig.

Zu finanzen.net Zero*
Bewertungslogik

So bewerten wir die Anbieter

Die Bewertung von 0 bis 10 Punkten gewichtet Faktoren, die für ein 30 bis 40 Jahre laufendes Altersvorsorgedepot zählen. Die Depotgebühr dominiert mit 35 %, weil bereits 0,10 % Unterschied über die gesamte Laufzeit tausende Euro Gebühren ausmachen. Reputation wiegt mit 15 % schwer, weil du dein Vorsorge-Vermögen einem Anbieter über Jahrzehnte anvertraust.

35 % Depotgebühr

Jährliche Depotgebühr in Prozent. 0 % p.a. erhalten 10 Punkte, 0,15 % entsprechen 9,5 Punkten, 0,25 % bekommen 8,5 Punkte, 0,50 % nur noch 5 Punkten. Der gesetzliche Maximalwert von 1 % bekommt 0 Punkte.

15 % ETF- und Fondsauswahl

Anzahl sparplanfähiger ETFs und Fonds im Altersvorsorgedepot. Über 2.500 ETFs bringen die volle Punktzahl, unter 500 Fonds nur 4 Punkte.

15 % Pre-Registrierung & Klarheit

Offene Pre-Registrierung mit klarer Roadmap erhält volle Punktzahl. Wer nur ankündigt, aber keine Konditionen oder Pre-Reg-Möglichkeit anbietet, verliert spürbar Punkte.

15 % Reputation

Trustpilot-Score, BaFin-Lizenz, Anzahl Kunden, Track-Record. Etablierte Direktbanken mit über 10 Jahren Marktpräsenz erhalten Bonus-Punkte gegenüber jungen Neobrokern.

10 % Service & App

Qualität von App und Web-Zugang, Telefon-Support, Filialen, Steuerreporting. Für ein 30-Jahre-Produkt ist Erreichbarkeit ein Schlüsselkriterium.

10 % Flexibilität

Mindestsparrate, Ausführungsintervalle, Sonderzahlungen, Wechseloptionen. Mindestraten ab 1 € und mehrere Intervalle bekommen die volle Punktzahl.

Grundlagen

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027 als Nachfolger der Riester-Rente. Anders als bei Riester investierst du dein Geld direkt in ETFs, Aktien oder aktive Fonds. Eine zwingende Beitragsgarantie entfällt, du kannst also auch zu 100 % in Aktien sparen.

Die wichtigsten Konditionen

  • Einzahlung: Bis 3.000 € pro Jahr, ab 2030 dann bis 5.000 € pro Jahr. Sonderzahlungen sind möglich.
  • Förderung: 20 Cent vom Staat pro eingezahltem Euro. Bei der Höchsteinzahlung sind das 600 € Zulage. Plus 300 € Kinderzulage pro Kind.
  • Kostendeckel: Die Effektivkosten sind auf maximal 1,0 % pro Jahr begrenzt. Anbieter müssen die Gesamtkostenquote transparent ausweisen.
  • Auszahlung: Frühestens mit 65 Jahren als lebenslange Rente oder als Auszahlplan bis 85.
  • Wechseloption: Du kannst den Anbieter jederzeit wechseln. In den ersten fünf Jahren kostet das maximal 150 €, danach gratis.
  • Standardprodukt: Jeder Anbieter muss verpflichtend ein Standardprodukt mit max. 1 % Gesamtkostenquote anbieten.

Was unterscheidet das Altersvorsorgedepot von Riester? Die Kosten sinken von 1,5 bis 2,5 % auf 0,1 bis 0,3 %. Die Beitragsgarantie entfällt, also höhere Renditechancen. Auszahlung flexibler, Förderung breiter zugänglich. Bei 25.000 € Guthaben und 20 Jahren Restlaufzeit spart der Wechsel von Riester ins Altersvorsorgedepot rund 15.000 € an Gebühren.

Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?

Bestehende Riester-Verträge lassen sich ins Altersvorsorgedepot umwandeln. Die bereits geleistete Förderung und die Vertragslaufzeit bleiben erhalten. Wer aktuell einen Riester-Vertrag mit hoher Kostenquote hat, sollte spätestens ab dem 1. Januar 2027 die Umwandlung prüfen. Der genaue Ablauf hängt vom aktuellen Anbieter ab. Der Altersvorsorgedepot-Rechner zeigt dir, was du mit verschiedenen Sparraten und Renditen erreichst.

Frühstart-Rente

10 € pro Monat für Kinder ab 6 Jahren

Ab 1. Januar 2027 erhält jedes Kind ab dem 6. Geburtstag monatlich 10 € vom Staat in ein individuelles Depot. Die Zahlung läuft unabhängig vom Einkommen der Eltern. Der Anbieter investiert die Beiträge in ETFs oder Aktien. Die Auszahlung ist frühestens mit Renteneintritt möglich. Die Erträge bleiben bis dahin steuerfrei.

Wer startet wann?

  • 2027: Alle aktuell 6-Jährigen erhalten die Förderung als erste Gruppe.
  • 2028 bis 2032: Die jüngeren Jahrgänge folgen nach, ein Jahr pro Jahr.
  • Ende 2032: Alle Kinder ab 6 Jahren sind im System.

Rechenbeispiel: Was bringt die Frühstart-Rente?

Bei 10 € monatlicher Einzahlung, 60 Jahren Laufzeit und 6 % p.a. Rendite ergeben sich rechnerisch über 30.000 € Endkapital. Wenn Eltern zusätzlich aus dem eigenen Junior-Depot einzahlen, summiert sich das schnell auf 100.000 € und mehr zur Rente. Der Staat zahlt allein etwa 7.200 € pro Kind über die 60 Jahre.

Langfristrechnung

Was 0,1 % Gebühr über 30 Jahre kosten

Bei einem Altersvorsorgedepot mit jahrzehntelanger Laufzeit wirkt jede zehntel Prozent Gebühr massiv. Wir vergleichen drei realistische Szenarien: 200 € monatliche Sparrate, 30 Jahre Laufzeit, 6 % Bruttorendite pro Jahr.

Depotgebühr Anbieter Endkapital nach 30 Jahren Differenz zum Bestpreis
0 % p.a. Scalable & finanzen.net Zero 193.000 € 0 €
0,15 % p.a. DKB 191.300 € 1.700 €
0,20 % p.a. ING (erwartet) 189.700 € 3.300 €
0,25 % p.a. Comdirect 188.100 € 4.900 €
0,50 % p.a. typische Direktbank 180.300 € 12.700 €
1,00 % p.a. gesetzliche Obergrenze 165.700 € 27.300 €

Berechnung: 200 € monatliche Einzahlung, 30 Jahre Laufzeit, 6 % p.a. Bruttorendite. Werte gerundet auf 100 €. Förderung von 20 Cent pro Euro nicht eingerechnet, weil sie alle Anbieter gleichermaßen erhalten.

Praxis-Tipp: Der Unterschied zwischen 0 % bei Scalable und 0,25 % bei Comdirect summiert sich bei realistischen Sparraten auf rund 4.900 €. Wer 25 oder 30 Jahre spart, sollte die Depotgebühr zur Top-Priorität machen.

FAQ

Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot

Welcher Anbieter hat das günstigste Altersvorsorgedepot?
Stand Juni 2026 bieten Scalable Capital und finanzen.net Zero mit jeweils 0 % Depotgebühr das günstigste Altersvorsorgedepot. Scalable liegt dank der größeren ETF-Auswahl knapp vorn. Die DKB folgt mit 0,15 % und bleibt die günstigste klassische Direktbank. Danach kommen ING mit erwarteten 0,20 % und Comdirect mit 0,25 %. Der gesetzliche Kostendeckel beträgt 1,0 % pro Jahr. Den finalen Gebührenstand bestätigt jeder Anbieter erst kurz vor dem Start am 1. Januar 2027 nach BaFin-Zertifizierung.
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027 als Nachfolger der Riester-Rente. Du kannst bis zu 3.000 € pro Jahr einzahlen, ab 2030 steigt die Grenze auf 5.000 €. Der Staat zahlt 20 Cent Förderung pro eingezahltem Euro. Du investierst das Geld in ETFs, Aktien oder Fonds. Eine Beitragsgarantie ist nicht zwingend, du kannst also auch mit 100 % Aktienquote sparen. Die Auszahlung beginnt frühestens mit 65 als lebenslange Rente oder Auszahlplan bis 85.
Wer kann sich für das Altersvorsorgedepot pre-registrieren?
Stand Juni 2026 haben finanzen.net Zero und Scalable Capital eine Pre-Registrierung freigegeben. Scalable erweitert die Pre-Registrierung ab Oktober 2026 zur vollen Anmeldung. Trade Republic, Comdirect, DKB und ING haben den Start angekündigt, aber noch kein Pre-Registrierungsformular online. Wer früh Bescheid wissen möchte, hinterlässt seine E-Mail-Adresse bei den Anbietern und vergleicht die finalen Konditionen kurz vor dem 1. Januar 2027.
Was ist die Frühstart-Rente für Kinder?
Ab dem 1. Januar 2027 erhält jedes Kind ab dem 6. Geburtstag monatlich 10 € vom Staat in ein individuelles Depot. Die Zahlung läuft unabhängig vom Einkommen der Eltern. Der Anbieter investiert die Beiträge in ETFs oder Aktien. Im ersten Jahr starten alle aktuell 6-Jährigen. Die Erträge bleiben bis zur Auszahlung in der Rente steuerfrei, solange das Geld im Depot liegt. Bei monatlich 10 €, 60 Jahren Laufzeit und 6 % Rendite ergeben sich rechnerisch über 30.000 € Endkapital.
Florians Finanz Fazit

Scalable und finanzen.net Zero für die Kosten, DKB für den Bank-Service

Wer jetzt schon weiß, dass er ab 2027 das Altersvorsorgedepot nutzen möchte, hat im Juni 2026 klare Favoriten: Scalable Capital und finanzen.net Zero teilen sich mit jeweils 0 % Depotgebühr die Preisspitze, DKB überzeugt mit der Mischung aus günstigen Kosten und vollem Bank-Service. Bei einer 30-Jahre-Laufzeit summieren sich 0,15 % Gebühren-Differenz auf rund 1.700 €, 0,25 % Differenz auf fast 5.000 €. Das ist mehr als jede Cashback-Aktion einbringt.

Mein Tipp: Mach dir keinen Stress mit dem Vertragsabschluss. Die finalen Konditionen der meisten Anbieter kommen erst im Herbst 2026 nach BaFin-Zertifizierung. Wer früh Klarheit will, sichert sich seinen Start-Slot bei Scalable Capital oder finanzen.net Zero per Pre-Registrierung. Die volle Anmeldung bei Scalable öffnet ab Oktober 2026. Den finalen Anbieter wählst du dann im November oder Dezember 2026, sobald alle Karten auf dem Tisch liegen.

Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren lohnt sich die Kombination aus eigenem Altersvorsorgedepot und Frühstart-Rente bei einem Anbieter. DKB und ING bieten beides aus einem Konto. Wenn du beides bei einer Bank willst, vermeidest du doppelte Pre-Registrierungen und behältst den Überblick. Mehr Hintergrund findest du im Altersvorsorgedepot-Rechner.

Politischer Rahmen: Der Bundesrat hat dem Altersvorsorge-Reformgesetz am 8. Mai 2026 final zugestimmt. Damit steht das gesetzliche Fundament fest und das Produkt startet zum 1. Januar 2027 wie geplant.

Florian Baumann, Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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Alle Angaben ohne Gewähr. Konditionen vieler Anbieter sind noch in Vorbereitung und können sich bis zum Start am 1. Januar 2027 ändern. Wertpapieranlagen sind mit Verlustrisiken verbunden.
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