EZB Leitzins
Aktueller Leitzins der Europäischen Zentralbank mit historischem Verlauf seit 1999, Community-Abstimmung zur nächsten Zinsentscheidung und allem, was du zum Thema wissen solltest.
Deine Prognose
Wie entscheidet die EZB beim nächsten Treffen?
Aktueller Leitzins (Einlagefazilität): 2,00 %
EZB-Zinsentscheide 2025 & 2026
Alle Beschlüsse und Termine im Überblick. Der aktuelle Leitzins gilt seit dem 5. Juni 2025 – seitdem hat die EZB sechsmal unverändert gelassen.
Was ist der Leitzins?
Der Leitzins ist das wichtigste Steuerungsinstrument einer Zentralbank.
Der Leitzins ist der Zinssatz, den die Europäische Zentralbank (EZB) festlegt und zu dem sich Banken Geld leihen oder bei ihr anlegen können. Er dient als Orientierungsgröße für das gesamte Zinsniveau im Euroraum – von Kredit- und Hypothekenzinsen bis hin zu Sparzinsen auf deinem Tagesgeldkonto.
Vereinfacht gesagt: Senkt die EZB den Leitzins, wird Geld leihen billiger – das soll die Wirtschaft ankurbeln. Erhöht sie ihn, wird Kredit teurer – das soll Inflation bremsen. Die EZB hat ein klares Ziel: mittelfristig 2 % Inflation im Euroraum.
Die drei EZB-Zinsinstrumente
Die EZB arbeitet mit einem Zinskorridor aus drei Sätzen – zusammen steuern sie die kurzfristigen Zinsen im gesamten Bankensystem.
Einlagefazilität
Hauptrefinanzierungssatz
Spitzenrefinanzierung
| Zinssatz | Beschreibung | Wirkung |
|---|---|---|
| Einlagefazilität | Zins für Bankguthaben bei der EZB über Nacht | Bestimmt, wie attraktiv es für Banken ist, Geld bei der EZB zu parken statt zu verleihen |
| Hauptrefinanzierungssatz | Zinssatz für 1-Wochen-Kredite der Banken bei der EZB | Richtwert für das allgemeine Zinsniveau – beeinflusst direkt Kredit- und Sparzinsen |
| Spitzenrefinanzierung | Zinssatz für Übernacht-Notfallkredite der EZB | Deckel für kurzfristige Refinanzierungskosten – Banken zahlen nie mehr als diesen Satz |
Was bedeutet das für dich?
Ob Zinsen steigen oder fallen – du kannst dich in beiden Phasen clever positionieren. Hier sind die wichtigsten Zusammenhänge und Überlegungen für deinen Alltag.
▲ Bei steigenden Zinsen Zinserhöhung
- Kredite werden teurer: Hypotheken, Ratenkredite und Unternehmensfinanzierungen steigen im Preis
- Sparzinsen steigen: Tagesgeld und Festgeld werden attraktiver – ein seltener Vorteil für Sparer
- Anleihen unter Druck: Bestehende Anleihen verlieren an Wert, neue bieten höhere Kupons
- Festgeld sichern: Günstige Konditionen mit langer Laufzeit einschließen, bevor die Zinsen wieder fallen
- Variable Kredite überdenken: Wechsel in einen Festzinskredit kann vor weiteren Erhöhungen schützen
- Kurzlaufende Anleihen: Weniger Zinsrisiko als langfristige Bonds – oder Geldmarktfonds als Alternative
▼ Bei sinkenden Zinsen Zinssenkung
- Kredite werden günstiger: Bauzinsen und Unternehmenskredite sinken – gut für Investitionen
- Sparzinsen fallen: Tagesgeld und Festgeld werden wieder unattraktiver
- Aktien & Immobilien profitieren: Niedrigzinsen kurbeln in der Regel Risikomärkte an
- ETF-Sparplan aufstocken: Breit gestreute Fonds wie MSCI World profitieren oft vom günstigen Geldumfeld
- Anschlussfinanzierung prüfen: Niedrige Bauzinsen für Umschuldung oder Neubau nutzen
- Sachwerte erwägen: Immobilien und Rohstoffe als Puffer gegen Inflation und Niedrigzinsen
Häufige Fragen zum EZB-Leitzins
Quellen & weiterführende Links
EZB – Key interest rates (offiziell) EZB – Pressekonferenzen zu Zinsentscheidungen Deutsche Bundesbank – EZB-Zinssätze historisch Deutsche Bundesbank – Notenbankzinssätze im ÜberblickAlle Angaben ohne Gewähr. Quelle: Europäische Zentralbank (EZB). Stand: März 2026. Keine Anlageberatung.
