Kaufkraftrechner

Inflationsrechner

Berechne, wie viel dein Geld durch Inflation an Wert verloren hat oder wie viel du künftig für denselben Warenkorb zahlen wirst.

€
3,0 %
Ausgangsbetrag
–
–
Heutiger Gegenwert
–
–
Kaufkraftverlust
–
–
Ausgangsbetrag
100 %
Kaufkraft heute
–

Kurz gesagt

Bei 3 % Inflation pro Jahr brauchst du nach 10 Jahren 1.344 €, um dir das zu kaufen, was vorher 1.000 € gekostet hat. Dein Geld verliert also gut ein Viertel seiner Kaufkraft, 1.000 € von damals entsprechen heute nur noch rund 74 %. Der Rechner rechnet mit einer festen jährlichen Inflationsrate, die du selbst einstellst.

Beispielrechnung: Kaufkraftverlust durch Inflation

Feste Inflationsrate pro Jahr mit Zinseszinseffekt, Endjahr 2026.

Betrag damalsInflationsrate p.a.ZeitraumGegenwert 2026Mehr benötigt
1.000 €2 %2016 bis 20261.219 €219 €
1.000 €3 %2016 bis 20261.344 €344 €
1.000 €5 %2021 bis 20261.276 €276 €
10.000 €3 %2006 bis 202618.061 €8.061 €
10.000 €2 %1996 bis 202618.114 €8.114 €

Werte aus dem Inflationsrechner, Stand Oktober 2026; die tatsächliche Inflation schwankt von Jahr zu Jahr. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

Inflation und Kaufkraft verstehen

Was Inflation wirklich bedeutet und wie du sie in deiner Finanzplanung berücksichtigst.

Grundlagen

Was ist Inflation und warum schrumpft dein Geld?

Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus über Zeit. Steigen die Preise, kaufst du mit demselben Geldbetrag weniger als vorher. Das Statistische Bundesamt misst die Inflation anhand des Verbraucherpreisindex (VPI), der einen repräsentativen Warenkorb aus Lebensmitteln, Energie, Wohnen, Dienstleistungen und anderen Gütern abbildet. Alle amtlichen Werte seit 1991, Jahr für Jahr und Monat für Monat, findest du in der Zeitreihe Inflationsrate in Deutschland.

Für Sparer ist Inflation besonders relevant, wenn die Verzinsung des angelegten Kapitals unterhalb der Inflationsrate liegt. In diesem Fall wächst das nominale Guthaben zwar, aber die reale Kaufkraft sinkt. Was passiert, wenn eine Währung ihren Wert ganz verliert, zeigt die deutsche Hyperinflation von 1923 in der Geschichte des Geldes.

Liegt die Inflationsrate dauerhaft bei 3 % pro Jahr, verliert ein ungenutztes Guthaben von 10.000 € innerhalb von 10 Jahren rund 26 % seiner Kaufkraft. Nach 20 Jahren sind es bereits fast 45 %.
Berechnung

So rechnet der Inflationsrechner

Die Kaufkraftentwicklung wird mit der Zinseszinsformel berechnet. Für den Kaufkraftverlust dreht sich die Formel um. Mit den tatsächlichen Preisen seit 1948 statt einer festen Rate rechnet die Seite Kaufkraft von DM und Euro.

Zukünftiger Betrag = Betrag × (1 + i)n i = Inflationsrate als Dezimalzahl, n = Anzahl der Jahre
Kaufkraft heute = Betrag ÷ (1 + i)n Wie viel ein historischer Betrag heute wert wäre

Ein Betrag von 1.000 € aus dem Jahr 2015 hat bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3 % nach 10 Jahren einen nominalen Gegenwert von ca. 1.344 €. Mit anderen Worten: Um 2025 dasselbe kaufen zu können wie 2015 mit 1.000 €, brauchst du heute 1.344 €.

Beispielrechnungen

Kaufkraftverlust bei verschiedenen Inflationsraten

Wie stark 10.000 € über 10 Jahre an Kaufkraft verlieren, hängt stark von der Inflationsrate ab.

InflationsrateBetrag nach 10 JahrenKaufkraft in 10 JahrenVerlust
1,0 % p.a.10.000 €9.053 €– 947 €
2,0 % p.a.10.000 €8.203 €– 1.797 €
3,0 % p.a.10.000 €7.441 €– 2.559 €
5,0 % p.a.10.000 €6.139 €– 3.861 €
8,0 % p.a.10.000 €4.632 €– 5.368 €
Tipps

Kaufkraft schützen: Was wirklich hilft

  • Aktien und Aktien-ETFs bieten langfristig reale Renditen, die die Inflation historisch deutlich übertreffen.
  • Immobilien gelten als klassischer Inflationsschutz, da Mieteinnahmen und Immobilienwerte oft mit der Inflation steigen.
  • Tagesgeld und Festgeld schützen nur dann, wenn der Zinssatz oberhalb der Inflationsrate liegt.
  • Geldmarkt-ETFs bieten eine flexible Alternative zu Tagesgeld mit marktnahen Zinsen.
  • Inflationsgebundene Anleihen (Linker) zahlen Zinsen und Kapital inflationsbereinigt aus.
  • Rohstoffe wie Gold können als kurzfristiger Inflationsschutz dienen, sind aber stark volatil: Von März bis Oktober 2026 fiel der Goldpreis in Euro um rund 21 %. Wann sich Gold trotzdem als Beimischung lohnt, steht im Ratgeber Gold-ETF sinnvoll?
Die effektivste Strategie: Konsumausgaben gering halten, Sparquote erhöhen und langfristig in ein diversifiziertes ETF-Portfolio investieren. Historisch hat ein weltweit gestreutes Aktienportfolio die Inflation jährlich um 4 bis 6 Prozentpunkte übertroffen.
FAQ

Häufige Fragen zur Inflation

Welche Inflationsrate soll ich für Planungen ansetzen?
Für langfristige Planungen ist eine Rate von 2 bis 2,5 % pro Jahr ein guter Ausgangspunkt. Das entspricht dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). In Phasen erhöhter Inflation wie 2022 und 2023 lag die Rate deutlich darüber. Für Szenarien mit Lohnersatzleistungen (Rente, Krankentagegeld) empfehlen Finanzplaner oft 2 bis 3 %.
Wie unterscheidet sich gefühlte von gemessener Inflation?
Das Statistische Bundesamt misst Inflation anhand eines Warenkorbs mit über 700 Produkten und Dienstleistungen. Die persönliche Inflation weicht davon ab, weil jeder Haushalt anders konsumiert. Wer viel pendelt, spürt steigende Kraftstoffpreise stärker. Wer selten kocht, merkt Lebensmittelpreissteigerungen kaum. Mit dem persönlichen Inflationsrechner des Statistischen Bundesamts lässt sich eine individuelle Rate berechnen.
Was bedeutet Deflation und ist sie besser als Inflation?
Deflation ist das Gegenteil: Preise sinken allgemein. Das klingt zunächst gut, ist aber für die Wirtschaft problematisch. Haushalte und Unternehmen verschieben Käufe in Erwartung noch günstigerer Preise, Investitionen brechen ein, die Wirtschaftsleistung schrumpft. Historisch waren Deflationsphasen häufig mit Rezessionen verbunden. Moderate Inflation von rund 2 % gilt Ökonomen als Zeichen einer gesunden, wachsenden Wirtschaft.
Kann ich meine Altersvorsorge ohne Inflationsanpassung planen?
Nein. Wer heute 1.500 € monatlich als Rentenbedarf ansetzt und noch 20 Jahre bis zur Rente hat, benötigt bei 2,5 % Inflation tatsächlich rund 2.455 € monatlich, um denselben Lebensstandard zu halten. Alle Rentenzielbeträge müssen inflationsbereinigt berechnet werden, sonst ist die Versorgungslücke größer als geplant.
Quellen
Florians Finanz Fazit

Besonders nützlich für die Rentenplanung

Was mich an diesem Rechner am meisten überzeugt: Man kann direkt sehen, wie sich die eigene Kaufkraft bis zur Rente entwickelt. Wer heute 2.000 € monatlich als Rentenbedarf einplant und noch 25 Jahre bis dahin hat, braucht bei 2,5 % Inflation tatsächlich rund 3.700 €. Ohne diese Zahl plant man an der Realität vorbei.

Deshalb gehört der Inflationsrechner für mich in jeden Finanzplan, bevor man Sparziele festlegt. Erst inflationsbereinigt rechnen, dann die Sparrate bestimmen.

Danke! Deine Meldung ist angekommen. Ich prüfe sie in den nächsten Tagen.
War diese Seite hilfreich?
Fehler entdeckt oder etwas veraltet? Sag mir Bescheid.

Tipp: Markiere eine Textstelle auf der Seite und schreib mir direkt dort, was geändert werden soll.

Worum geht es?

Ich speichere deine Meldung, die Seitenadresse und bei Rechnern deine Eingaben, aber keine IP-Adresse. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

Mehr über Florian erfahren →
AnzeigeNächster Schritt
Bereit fürs eigene Depot?Vergleiche zwei Broker, mit denen du ETFs, Aktien und Sparpläne ohne Depotgebühr startest.
Finanzen investNeobroker für Einsteiger
Einfache App für Einsteiger mit günstigen Konditionen.
  • Günstige Orders
  • Sparpläne kostenlos
  • Einsteigerfreundlich
Depot eröffnen

Schließt du über einen markierten Link ab, erhält finanzfacts eine Provision. Am Preis ändert sich für dich nichts.

Finanzfacts Logo Finanzfacts

Finanzbildung für Anfänger

Haftungsausschluss & Transparenz

Die auf finanzfacts.de bereitgestellten Inhalte, Rechner und Vergleiche dienen reinen Informationszwecken und stellen keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Daten. Investitionen an der Börse sind mit Risiken verbunden, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Historische Renditen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Triff finanzielle Entscheidungen immer auf Basis deiner eigenen Recherche.

Werbehinweis

Links mit Stern (*) sind Werbelinks (Affiliate-Links), Boxen mit dem Hinweis „Anzeige“ sind Werbung. Kaufst du über einen solchen Link ein Produkt oder eröffnest ein Konto, erhält finanzfacts eine Provision. Für dich entstehen dabei keine Zusatzkosten, und du unterstützt damit den kostenfreien Betrieb unserer Rechner. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Fragen oder Fehler gefunden? Schreib uns: florian.baumann@finanzfacts.de oder gehe zur Kontaktseite.