Anbietervergleich

Junior-Depot-Vergleich für dein Kind

Acht Kinderdepots im direkten Check. Filtere nach Anbietertyp, Mindestsparrate und Kosten, finde das passende Depot für den Vermögensaufbau deines Kindes.

Interaktiver Vergleich

Finde dein Junior-Depot

8 von 8 Anbietern
Anbieter Typ Mindestsparrate Sparplan-Kosten Spar-ETFs Depotgebühr Note
TestsiegerScalable Capital1 €kostenlos2.800+ ETFs0 €9,5Zum Anbieter
Trade Republic1 €kostenlosalle ETFs0 €8,9Zum Anbieter
ING1 €kostenlos1.100+ ETFs0 €8,2Zum Anbieter
Consorsbank10 €kostenlos1.900+ ETFs0 €8,1Zum Anbieter
Preis-Tippfinanzen.net zero1 €kostenlos1.700+ ETFs0 €8,0Zum Anbieter
comdirect1 €1,5 % je Order500+ gratis0 € bei Aktion7,3Zum Anbieter
DKB25 €1,50 € je Order470+ gratis0 €6,3Zum Anbieter
1822direkt50 €Aktion gratis170+ ETFs0 € (3 Jahre)5,3Zum Anbieter

Einige Links sind Partnerlinks. Schließt du darüber ein Depot ab, erhalten wir eine Provision. Für dich entstehen keine Zusatzkosten. Note 0 bis 10, Methodik weiter unten.

Transparente Bewertung

So bewerten wir die Junior-Depots

Sieben Kriterien, klare Gewichtung. Kosten und Sparplan-Angebot zählen am stärksten, weil sie über 18 Jahre den größten Unterschied beim Endkapital machen.

Bewertungskriterien

Die sieben Faktoren im Detail

Jeder Anbieter bekommt pro Kategorie eine Note von 0 bis 10 Punkten. Die gewichtete Summe ergibt die Gesamtnote. Diese Punkte spiegeln unsere redaktionelle Einschätzung wider, keine Bezahlung der Anbieter.

  • Kosten (25 %): Depotführung, Sparplan-Ausführung und Gebühren für Einmalkäufe. Wer dauerhaft kostenlos spart, bekommt die volle Punktzahl.
  • Sparplan-Angebot (20 %): Anzahl kostenlos besparbarer ETFs, Höhe der Mindestsparrate und Intervalle.
  • Wertpapierauswahl (15 %): Wie viele ETFs, Aktien und Fonds insgesamt handelbar sind.
  • Flexibilität (10 %): Niedrige Mindestrate, Pausieren, dynamische Sparpläne und Teilausführung.
  • Zinsen aufs Guthaben (10 %): Verzinsung von Bargeld auf dem Verrechnungs- oder Tagesgeldkonto.
  • Bedienung und Eröffnung (10 %): Qualität der App, digitaler Eröffnungsprozess und Übersicht.
  • Reputation und Sicherheit (10 %): Größe des Anbieters, Einlagensicherung und Erfahrung am Markt.
Punktevergabe

Alle acht Anbieter im Detail

Sortiert nach Gesamtnote, absteigend. Die Konditionen entsprechen dem Stand der Recherche und ändern sich besonders bei Zinsen und Aktionen laufend.

Anbieter Kosten25 % Sparplan20 % Auswahl15 % Flex10 % Zinsen10 % App10 % Ruf10 % Gesamt
1. Scalable Capital91010109999,5
2. Trade Republic998108998,9
3. ING888969108,2
4. Consorsbank89976798,1
5. finanzen.net zero109694878,0
6. comdirect669958107,3
7. DKB65765796,3
8. 1822direkt53549685,3
Begründung

So setzen sich die Noten zusammen

Scalable Capital Gesamt 9,5

Testsieger durch die Kombination aus kostenloser Depotführung, über 2.800 gebührenfreien Spar-ETFs und einer Mindestsparrate von 1 €. Einmalkäufe kosten im Free Broker 0,99 €, Prime-ETFs ab 250 € sogar nichts. Scalable verzinst zudem das Guthaben und erstattet über die Taschengeld-Option die laufenden ETF-Kosten für rund 200 ausgewählte Fonds.

Trade Republic Gesamt 8,9

Komplett kostenlose Sparpläne ab 1 €, Einmalkäufe für pauschal 1 €. Stark ist die Kindergeld-Funktion: Bei drei Vanguard-ETFs übernimmt Trade Republic die laufenden Fondskosten bis zur Volljährigkeit. Das Depot lässt sich ab Geburt eröffnen, und über die Paten-Funktion können Verwandte mit einzahlen.

ING Gesamt 8,2

Die beste klassische Direktbank im Vergleich. Alle angebotenen ETF-Sparpläne laufen dauerhaft kostenlos, die Mindestrate liegt bei 1 €. Zum Depot gehört ein verzinstes Extra-Konto Junior. Einmalkäufe kosten 4,90 € plus 0,25 % vom Ordervolumen. Großer Vertrauensbonus durch Millionen Kunden.

Consorsbank Gesamt 8,1

Über 1.900 ETFs kostenlos besparbar bei kostenloser Depotführung. Die Mindestsparrate von 10 € liegt etwas höher als bei den Spitzenreitern. Einmalkäufe kosten 4,95 € plus 0,25 %. Solide Auswahl und starke Reputation als Teil der BNP Paribas.

finanzen.net zero Gesamt 8,0

Der Preis-Tipp. Depot und alle über 1.700 Sparpläne sind gratis, Einmalkäufe ab 500 € Ordervolumen kostenlos. Die Auswahl fällt kleiner aus als bei Scalable, und beide Sorgeberechtigten brauchen ein eigenes Depot für die Eröffnung. Für reine ETF-Sparer trotzdem unschlagbar günstig.

comdirect Gesamt 7,3

Volle Bankauswahl mit allen Börsenplätzen, Fonds und Anleihen. Der Haken: Sparplan-Ausführungen kosten 1,5 % vom Betrag, nur rund 500 Aktions-ETFs laufen kostenlos. Bei Eröffnung bis 15.07.2026 entfällt die Depotgebühr dauerhaft. Stark bei Service und Sicherheit.

DKB Gesamt 6,3

Kostenlose Depotführung, aber 1,50 € je Sparplan-Ausführung außerhalb der rund 470 Aktions-ETFs. Die Mindestrate liegt bei 25 €. Voraussetzung ist ein DKB-Girokonto eines Elternteils plus Kinderkonto. Solide, aber weniger flexibel als die Neobroker.

1822direkt Gesamt 5,3

Punktet mit attraktiver Verzinsung des Tagesgeldkontos, schwächelt aber beim Sparplan. Nur rund 170 Aktions-ETFs sind kostenlos, und das auch erst ab 50 € Sparrate. Die Depotführung ist nur drei Jahre kostenlos, danach bei Inaktivität 3,99 € im Monat. Eher für Prämienjäger interessant.

Hintergrund

Junior-Depot verstehen

Was ein Kinderdepot ausmacht, welche Steuervorteile dein Kind hat und welche Fallstricke du kennen solltest.

Grundlagen

Was ist ein Junior-Depot?

Ein Junior-Depot ist ein Wertpapierdepot auf den Namen deines Kindes. Du als Elternteil eröffnest und verwaltest es, das Vermögen gehört aber rechtlich dem Kind. Genau darin liegt der größte steuerliche Vorteil, denn dein Kind bringt eigene Freibeträge mit, die du sonst nicht nutzen könntest.

Der typische Einsatz ist ein ETF-Sparplan: Du legst zum Beispiel 25, 50 oder 100 € monatlich an, breit gestreut in einen Welt-ETF. Über 18 Jahre baut sich daraus dank Zinseszins ein ordentliches Startkapital auf. Mit der Volljährigkeit geht das Depot vollständig in die Hand deines Kindes über.

Wichtig zu wissen: Das eingezahlte Geld gilt als Schenkung an dein Kind. Du kannst es nicht einfach zurückholen oder für eigene Zwecke nutzen. Mit 18 entscheidet allein dein Kind, was mit dem Vermögen passiert.
Steuern

Wie viel bleibt steuerfrei?

Dein Kind ist eine eigene steuerpflichtige Person und hat dadurch eigene Freibeträge. Drei Bausteine kommen zusammen:

BausteinBetrag pro JahrWofür
Sparerpauschbetrag1.000 €Kapitalerträge wie Kursgewinne und Dividenden
Grundfreibetrag12.348 €Steuerfreies Grundeinkommen (Stand 2026)
Sonderausgaben-Pauschbetrag36 €Finanzamt rechnet ihn automatisch an

In Summe bleiben pro Jahr rund 13.384 € an Kapitalerträgen deines Kindes steuerfrei. Voraussetzung ist eine Nichtveranlagungsbescheinigung, die du beim Finanzamt beantragst und bei der Depotbank hinterlegst. Ohne diese Bescheinigung führt die Bank über dem Sparerpauschbetrag automatisch Abgeltungsteuer ab, die du dir später über die Steuererklärung zurückholst.

Für die meisten Familien reicht schon der Freistellungsauftrag über 1.000 €. Erst bei größeren Summen oder hohen Ausschüttungen lohnt sich die Nichtveranlagungsbescheinigung wirklich.

Fallstricke

Diese drei Punkte solltest du kennen

Ein Junior-Depot bringt klare Vorteile, hat aber drei Nebenwirkungen, die viele Eltern übersehen.

Familienversicherung kann kippen: Solange das eigene Einkommen deines Kindes unter rund 560 € im Monat bleibt, ändert sich nichts an der beitragsfreien Familienversicherung. Die Krankenkasse zieht dabei den Sparerpauschbetrag ab. Erst bei dauerhaft hohen Kapitalerträgen wird es relevant.
BAföG-Anspruch beachten: Das Vermögen im Depot gehört dem Kind. Beim späteren BAföG-Antrag zählt eigenes Vermögen über der Freigrenze von 15.000 € (unter 30 Jahre) mit und kann die Förderung kürzen.
Kein Zugriff mehr ab 18: Mit der Volljährigkeit gehört das Depot vollständig deinem Kind. Ob es das Geld fürs Studium, ein Auto oder etwas anderes nutzt, entscheidet es dann allein. Wer das nicht möchte, spart besser im eigenen Depot.
Beispielrechnung

Was aus einem Sparplan werden kann

Ein monatlicher ETF-Sparplan über 18 Jahre bei einer angenommenen Rendite von 7 % pro Jahr zeigt die Kraft des Zinseszinses. Die Rendite ist eine langfristige Annahme für einen Welt-ETF, keine Garantie.

100 € monatlich, 18 Jahre, 7 % pro Jahr ergeben rund 43.000 €.
Eingezahlt hast du dabei 21.600 €. Der Rest von gut 21.000 € ist reiner Wertzuwachs.
Sparrate pro MonatEingezahlt nach 18 JahrenEndkapital bei 7 %
25 €5.400 €rund 10.800 €
50 €10.800 €rund 21.500 €
100 €21.600 €rund 43.000 €
150 €32.400 €rund 64.600 €

Mit dem Zinseszinsrechner rechnest du deine eigene Sparrate durch. Genau hier zeigt sich, warum die Sparplan-Kosten so wichtig sind: 1,5 % je Ausführung schmälern bei kleinen Raten die Rendite spürbar.

Eröffnung

So eröffnest du ein Junior-Depot

  • Anbieter wählen. Achte vor allem auf kostenlose Sparplan-Ausführung und eine niedrige Mindestrate.
  • Unterlagen bereithalten. Du brauchst die Geburtsurkunde des Kindes, die Steuer-Identifikationsnummer und deinen Ausweis.
  • Beide Elternteile. In der Regel müssen beide Sorgeberechtigten zustimmen, bei vielen Neobrokern brauchen beide ein eigenes Depot.
  • Sparplan einrichten. Wähle einen breit gestreuten Welt-ETF und lege Rate sowie Intervall fest.
  • Freistellungsauftrag stellen. Trage den Sparerpauschbetrag von 1.000 € ein, damit Erträge steuerfrei bleiben.
Vor- und Nachteile

Lohnt sich ein Junior-Depot?

Dafür spricht

  • Eigene Steuerfreibeträge des Kindes nutzen
  • Langer Anlagehorizont glättet Kursschwankungen
  • Zinseszins über 18 Jahre wirkt stark
  • Schon ab 1 € monatlich möglich
  • Verwandte können mitsparen

Dagegen spricht

  • Geld gehört unwiderruflich dem Kind
  • Voller Zugriff des Kindes ab 18
  • Mögliche Wirkung auf Familienversicherung und BAföG
  • Kursverluste sind jederzeit möglich
  • Mehr Aufwand als ein einfaches Sparbuch
FAQ

Häufige Fragen zum Junior-Depot

Wem gehört das Geld im Junior-Depot?
Das Depot läuft auf den Namen des Kindes, deshalb gehört das Vermögen rechtlich dem Kind. Du verwaltest es nur treuhänderisch bis zur Volljährigkeit. Mit 18 bekommt dein Kind die volle Verfügungsgewalt und entscheidet frei über das Geld. Eine Rückübertragung auf die Eltern erlaubt das Finanzamt nicht, weil die Einzahlung als Schenkung an das Kind gilt.
Welches Junior-Depot ist 2026 am günstigsten?
Komplett kostenlos sparst du bei Scalable Capital, Trade Republic, finanzen.net zero, ING und der Consorsbank. Dort kostet weder die Depotführung noch die Sparplan-Ausführung etwas. comdirect und DKB verlangen je nach Aktion 1,5 Prozent beziehungsweise 1,50 € pro Ausführung. Bei kleinen Sparraten fällt dieser Unterschied über 18 Jahre deutlich ins Gewicht.
Wie viel Kapitalertrag bleibt beim Kind steuerfrei?
Jedes Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr. Hinzu kommen der Grundfreibetrag von 12.348 € (2026) und der Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 €. Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt bleiben so bis zu rund 13.384 € Kapitalertrag pro Jahr komplett steuerfrei.
Gefährdet ein Junior-Depot die kostenlose Familienversicherung?
Erst bei hohen Erträgen. Solange das eigene Einkommen des Kindes unter der Grenze von rund 560 € im Monat bleibt, ändert sich nichts an der beitragsfreien Familienversicherung. Bei der Prüfung zieht die Krankenkasse den Sparerpauschbetrag ab. Erst wenn die Kapitalerträge dauerhaft über diese Grenze steigen, kann die eigene Versicherungspflicht greifen.
Florians Finanz Fazit

Früh anfangen schlägt jeden Anbietertrick

Bei einem Junior-Depot zählt am Ende die Zeit, nicht die letzte Kommastelle bei den Gebühren. Trotzdem lohnt sich der Blick auf die Kosten: Wer monatlich 25 oder 50 € spart, sollte unbedingt einen Anbieter mit kostenloser Sparplan-Ausführung wählen. 1,5 % pro Ausführung klingen nach wenig, fressen über 18 Jahre aber spürbar Rendite.

Mein Favorit für die meisten Familien sind die Neobroker Scalable Capital und Trade Republic. Beide kosten nichts, starten ab 1 € und lassen sich in Minuten per App eröffnen. Trade Republic übernimmt bei ausgewählten Vanguard-ETFs sogar die Fondskosten bis zur Volljährigkeit. Wer lieber eine klassische Bank mit allen Börsenplätzen möchte, ist bei der ING gut aufgehoben.

Ein ehrlicher Hinweis zum Schluss: Das Geld gehört ab 18 deinem Kind, ohne Wenn und Aber. Wenn du dir die Kontrolle über die Verwendung behalten willst, spar lieber im eigenen Depot und übertrage später gezielt. Rechne deine Sparrate vorher einmal mit dem Zinseszinsrechner durch, das motiviert ungemein.

Florian Baumann, Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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