Daten

Finanzdaten für Deutschland: amtliche Zeitreihen zum Download

Inflationsrate, Mindestlohn, Grundfreibetrag und Rentenerhöhungen als Grafik, Tabelle und CSV. Aus amtlichen Quellen, frei verwendbar mit Quellenangabe.

Stand: 23. Oktober 2026 · Inflationsrate bis September 2026

Florian Baumann | Amtliche Daten, aufbereitet
Inflationsrate September 2026
3,3 %
laut Destatis vom 13. Oktober 2026
Mindestlohn
13,90 €
brutto je Stunde, 2027: 14,60 €
Grundfreibetrag 2026
12.348 €
2027 geplant: 12.564 €
Rentenerhöhung 2026
+4,24 %
zum 1. Juli, Rentenwert 42,52 €
Datensätze

Vier Zeitreihen zum Nachschlagen und Herunterladen

Jede Zeitreihe hat eine eigene Seite mit Grafik, vollständiger Tabelle, Quellen und Zitiervorschlag. Die CSV-Dateien lädst du direkt hier herunter.

Inflationsrate seit 1991

3,3 %im September 2026

Jahres- und Monatswerte des Verbraucherpreisindex mit Gehalts-Check: Hat dein Gehalt mit den Preisen mitgehalten?

Zeitraum
Index ab 1991, Raten ab 1992 (Jahre) und Januar 1992 (Monate)
Quelle
Statistisches Bundesamt (Destatis)
Neue Werte
monatlich, vorläufig zum Monatsende

Mindestlohn seit 2015

13,90 €je Stunde, ab 1. Januar 2027: 14,60 €

Alle Stufen mit Datum, Rechtsgrundlage, Minijob-Grenze und Kaufkraft, dazu der Minijob-Stunden-Check.

Zeitraum
Januar 2015 bis Januar 2027
Quelle
MiLoG und Mindestlohnanpassungsverordnungen
Neue Werte
per Verordnung, meist zum 1. Januar

Grundfreibetrag und Sparerpauschbetrag

12.348 €Grundfreibetrag 2026, Sparer-Pauschbetrag 1.000 €

Steuerfreies Existenzminimum seit 1958 und steuerfreie Kapitalerträge seit 1975, mit Steuerfrei-Kompass.

Zeitraum
1958 bis 2028 (2027 und 2028 geplant), Sparer ab 1975
Quelle
Bundesministerium der Finanzen, Gesetzesmaterialien
Neue Werte
per Gesetz, zum 1. Januar

Rentenerhöhungen seit 1957

+4,24 %zum 1. Juli 2026, Rentenwert 42,52 €

Alle Rentenanpassungen in West und Ost mit Inflationsvergleich und Kaufkraft je Rentenbeginn.

Zeitraum
1957 bis Juli 2026
Quelle
Deutsche Rentenversicherung
Neue Werte
jährlich zum 1. Juli
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Vier amtliche Zeitreihen an einem Ort: Inflationsrate seit 1991, Mindestlohn seit 2015, Grundfreibetrag seit 1958 mit Sparerpauschbetrag seit 1975 und Rentenerhöhungen seit 1957.
  • Jede Zeitreihe gibt es als Grafik, als vollständige Tabelle direkt auf der Seite und als CSV-Datei.
  • Seit Januar 2015 stiegen die Verbraucherpreise um 36,0 %. Mindestlohn (+63,5 %) und Rentenwert liegen darüber, Minijob-Grenze und Sparer-Pauschbetrag haben an Kaufkraft verloren.
  • Du darfst die Daten mit Quellenangabe frei verwenden, auch kommerziell: CC BY 4.0 für die Aufbereitung, Datenlizenz Deutschland für die Werte von Destatis.
Inhaltsverzeichnis+
  1. Die vier Datensätze
  2. Wer hält mit den Preisen Schritt?
  3. Datenkalender
  4. So nutzt du die Daten
  5. Tägliche Zinsdaten
  6. Häufige Fragen
Vergleich

Wer hält mit den Preisen Schritt? Sechs Beträge seit 2015

Mindestlohn, Rentenwert, Grundfreibetrag, Minijob-Grenze und Sparer-Pauschbetrag folgen jeweils eigenen Regeln. Hier siehst du alle sechs nebeneinander: wie stark sie seit Januar 2015 gestiegen sind und was davon nach der Inflation übrig bleibt. Die gestrichelte Linie markiert den Preisanstieg von 36,0 % bis September 2026. Liegt ein Balken rechts davon, hat der Betrag an Kaufkraft gewonnen.

Preise +36,0 %stärker gestiegen als die Preisean Kaufkraft verloren
Ausgewählte Beträge im Januar 2015 und heute, nominal und nach Abzug der Inflation
BetragJanuar 2015Oktober 2026nominalreal
Mindestlohn je Stunde8,50 €13,90 €+63,5 %+20,3 %
Rentenwert Ost je Entgeltpunkt26,39 €42,52 €+61,1 %+18,5 %
Rentenwert West je Entgeltpunkt28,61 €42,52 €+48,6 %+9,3 %
Grundfreibetrag je Jahr8.472 €12.348 €+45,8 %+7,2 %
Minijob-Grenze je Monat450 €603 €+34,0 %−1,5 %
Sparer-Pauschbetrag je Jahr801 €1.000 €+24,8 %−8,2 %
Verbraucherpreise (Index 2020 = 100)93,1126,6 (September 2026)+36,0 %–

Am stärksten zog der Mindestlohn an: real +20,3 %. An Kaufkraft verloren haben die Minijob-Grenze (real −1,5 %) und der Sparer-Pauschbetrag (real −8,2 %). Beim Sparer-Pauschbetrag liegt das daran, dass er von 2009 bis 2022 bei 801 € stehen blieb. Die Minijob-Grenze hing bis September 2022 bei 450 € fest und folgt erst seitdem dem Mindestlohn.

Werte, die im Januar 2015 galten, gegen die heute gültigen Werte. Rentenwert West Januar 2015 aus der Anpassung vom 1. Juli 2014, seit Juli 2023 gilt bundesweit ein Wert. Grundfreibetrag 2015 in der rückwirkend angehobenen Höhe. Real: nominaler Faktor geteilt durch den Faktor des Verbraucherpreisindex von Januar 2015 bis September 2026 (Destatis).

Termine

Datenkalender: wann sich die Werte ändern

Die Inflationsrate ändert sich jeden Monat, alle anderen Werte springen zu festen Stichtagen. Diese Termine stehen als Nächstes an:

Kommende Termine, die neue Werte in den Zeitreihen auslösen
TerminWas passiert
30. Oktober 2026Destatis veröffentlicht die vorläufige Inflationsrate für Oktober 2026, die endgültigen Werte folgen rund zwei Wochen später. Zeitreihe Inflationsrate
4. November 2026Öffentliche Anhörung im Finanzausschuss des Bundestages zum Einkommensteuerreformgesetz 2027 (Grundfreibetrag 12.564 € für 2027). Zeitreihe Grundfreibetrag
1. Januar 2027Mindestlohn steigt auf 14,60 €, die Minijob-Grenze auf 633 €. Der Grundfreibetrag steigt auf 12.564 €, sofern Bundestag und Bundesrat das Gesetz beschließen. Zeitreihe Mindestlohn
Frühjahr 2027Die Bundesregierung legt die Rentenanpassung zum 1. Juli 2027 fest, sobald die Lohndaten für 2026 vorliegen. Zeitreihe Rentenerhöhungen
Sommer 2027Die Mindestlohnkommission beschließt, wie es ab 2028 weitergeht. Ihre letzten Beschlüsse fielen jeweils Ende Juni. Zeitreihe Mindestlohn
1. Juli 2027Die Renten steigen zum nächsten Mal. Zeitreihe Rentenerhöhungen

Jede Zeitreihe zeigt oben in der Stand-Zeile, bis zu welchem Datum ihre Werte reichen. Den nächsten Zinsentscheid der EZB findest du auf der Seite zum EZB-Leitzins.

Für Redaktionen und Analysten

So nutzt du die Daten

Lizenz und Quellenangabe

Die Aufbereitung auf finanzfacts.de steht unter CC BY 4.0. Du darfst Tabellen, Grafiken und CSV-Dateien kopieren, weiterverarbeiten und veröffentlichen, auch kommerziell, wenn du finanzfacts.de als Quelle nennst. Für die Werte des Verbraucherpreisindex gilt die Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 mit der Quellenangabe Statistisches Bundesamt (Destatis). Gesetze und amtliche Werte sind frei verwendbar.

Zitiervorschlag
Quelle: [amtliche Quelle laut Zeitreihe]; Aufbereitung: finanzfacts.de, [Adresse der Seite] (Stand [Datum]). Den fertigen Text für jede Zeitreihe findest du dort im Abschnitt „Daten herunterladen und zitieren“.

Format der CSV-Dateien

  • Semikolon als Trennzeichen, Komma als Dezimalzeichen: Ein Doppelklick öffnet die Datei in deutschem Excel und LibreOffice direkt richtig.
  • UTF-8 mit BOM, damit Umlaute in Excel korrekt erscheinen.
  • Eine Zeile je Monat, Jahr oder Anpassung, Spaltennamen in Kleinbuchstaben ohne Leerzeichen. Die Spalten beschreibt jede Zeitreihe in ihrem Datensatz.
  • Die Adressen bleiben gleich: Neue Werte ersetzen die alte Datei, dein Link funktioniert weiter.

Direkt einlesen

Mit Python oder R lädst du jede Datei ohne Zwischenschritt über ihre Adresse:

# Python mit pandas
import pandas as pd
df = pd.read_csv("https://finanzfacts.de/wp-content/uploads/2026/10/inflationsrate-deutschland-jahreswerte.csv", sep=";", decimal=",", encoding="utf-8-sig")
# R
df <- read.csv2("https://finanzfacts.de/wp-content/uploads/2026/10/inflationsrate-deutschland-jahreswerte.csv", fileEncoding = "UTF-8-BOM")
Weitere Daten

Tägliche Zinsdaten auf finanzfacts.de

Neben den amtlichen Zeitreihen erhebt finanzfacts.de jeden Tag die Zinsen von Banken und Vermittlern. Diese Seiten aktualisieren sich täglich:

FAQ

Häufige Fragen zu den Daten

Darf ich die Daten von finanzfacts.de verwenden?
Ja, auch kommerziell. Die Aufbereitung steht unter CC BY 4.0, du musst nur finanzfacts.de als Quelle nennen, am besten mit Link auf die Zeitreihe. Für die Werte des Verbraucherpreisindex gilt zusätzlich die Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 mit der Quellenangabe Statistisches Bundesamt (Destatis).
Woher stammen die Zahlen?
Ausschließlich aus amtlichen Quellen: Verbraucherpreisindex vom Statistischen Bundesamt, Mindestlohn aus Mindestlohngesetz und Anpassungsverordnungen, Grundfreibetrag aus der Datensammlung zur Steuerpolitik des Bundesfinanzministeriums, Rentenanpassungen von der Deutschen Rentenversicherung. Jede Zeitreihe nennt ihre Quellen einzeln mit Link.
Wie aktuell sind die Daten?
Jede Zeitreihe zeigt oben ihren Stand. Die Inflationsrate reicht derzeit bis September 2026. Mindestlohn, Grundfreibetrag und Renten ändern sich nur zu festen Stichtagen, die nächsten Termine stehen im Datenkalender auf dieser Seite.
Wie öffne ich die CSV-Dateien in Excel?
In deutschem Excel genügt ein Doppelklick, denn die Dateien nutzen Semikolon als Trennzeichen, Komma als Dezimalzeichen und UTF-8 mit BOM. In englischsprachigem Excel gehst du über Daten, Aus Text/CSV und wählst Semikolon als Trennzeichen. In Python liest du sie mit sep=“;“ und decimal=“,“ ein.
Florians Finanz Fazit

Erst die Inflation macht aus Zahlen eine Aussage

Eine Erhöhung um 63 % klingt groß, eine um 25 % ordentlich. Ob du dir davon mehr leisten kannst, zeigt erst der Vergleich mit den Preisen. Genau dafür stehen alle vier Zeitreihen auf derselben Basis: dem Verbraucherpreisindex von Destatis.

Mein Tipp: Prüf deine eigenen Zahlen genauso. Mit dem Gehalts-Check siehst du, ob dein Gehalt seit deinem Berufsstart mitgehalten hat, und der Inflationsrechner zeigt dir, was dein Erspartes in zehn Jahren noch wert ist.

Florian Baumann, Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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