Zinseszinsrechner

Zinseszinsrechner

Berechne, wie dein Geld mit Sparplan und Zinseszins wächst: ETF oder Zinskonto, mit Steuern, Vorabpauschale, Entnahmeplan und 1.000 simulierten Börsenverläufen.

finanzfacts Zinseszinsrechner
Deine Anlage
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Laufzeit
J.
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T.
Genauer rechnen
Steuern ANAbgeltungsteuer, Freibetrag, Vorabpauschale
Sparerpauschbetrag pro Jahr steuerfrei
Kirchensteuer
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Aus dem Basiszins berechnet sich die Vorabpauschale. Das Bundesfinanzministerium legt ihn jedes Jahr im Januar neu fest.
KostenTER und Kaufkosten
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Kaufkosten je Einzahlung
€
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Ordergebühr in Euro und/oder Prozent vom Einzahlungsbetrag (z. B. Ausgabeaufschlag). Viele Neobroker: 0 € im Sparplan. Gilt auch für Startkapital und Sonderzahlungen.
Inflation2 % pro Jahr
%
Aus der Inflation rechnet der Rechner die Kaufkraft: Was wäre dein Endkapital in heutigem Geld wert?
Entnahmeplan Geld regelmäßig auszahlen lassen
Sparplan im DetailStart, Dynamik, Spardauer, Sonderzahlungen
Startdatum
Zahlungszeitpunkt
Die meisten Broker führen Sparpläne zu Monatsbeginn aus. Raten am Periodenende arbeiten eine Periode kürzer.
%
Sonderzahlungen negativ = Entnahme
RenditephasenRendite ändert sich im Lauf der Zeit
Gutschrift-Termin
Tagesgeldkonten schreiben meist zum Monats-, Quartals- oder Jahresende gut, Festgeld oft zum Jahrestag der Anlage.
Andere Rendite ab einem bestimmten Jahr
Beispiel Lockzins: 3,5 % im ersten Jahr, ab Jahr 2 dann 2 %. Oder ein Börsencrash: ab Jahr 5 −30 %, ab Jahr 6 wieder 7 %. Eine Phase gilt bis zur nächsten.
Auch als App: Diesen Rechner gibt es auch als werbefreie Android-App ohne Datenerhebung. Die App erscheint in Kürze im Play Store.
Dein Vermögen Sept. 2056
297.786 €
Nach Steuern bei Verkauf: 270.225 €
Kaufkraft heute nach Steuern: 149.184 €
Eingezahlt
82.000 €
Erträge
215.786 €
Steuern
33.637 €
Verlauf
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Kurz gesagt

Legst du 10.000 € einmalig an und sparst 200 € im Monat, wächst dein ETF-Depot bei 7 % Rendite vor Kosten in 30 Jahren auf 297.786 €. Davon zahlst du 82.000 € selbst ein, 215.786 € sind Erträge aus Zins und Zinseszins. Nach Steuern beim Verkauf bleiben dir 270.225 €, der Rechner berücksichtigt dabei 0,2 % TER, Vorabpauschale und 30 % Teilfreistellung.

Beispielrechnung: ETF-Sparplan über 30 Jahre bei 7 % Rendite

Alle Fälle mit 7 % Rendite pro Jahr vor Kosten, 0,2 % TER, monatlicher Sparrate, Aktien-ETF mit 30 % Teilfreistellung und 1.000 € Sparerpauschbetrag.

StartkapitalSparrate pro MonatEingezahltDepotwert nach 30 JahrenNach Steuern bei Verkauf
0 €100 €36.000 €113.050 €103.190 €
0 €200 €72.000 €226.100 €206.380 €
10.000 €200 €82.000 €297.786 €270.225 €
0 €500 €180.000 €565.251 €515.949 €
10.000 €500 €190.000 €636.936 €579.795 €

Konstante Rendite ohne Schwankungen, Steuern inklusive Vorabpauschale während der Laufzeit. Stand Oktober 2026. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

Alle Zahlen im Detail
Was, wenn die Börse schwankt?

Echte Renditen schwanken. Der Rechner spielt 1.000 mögliche Börsenverläufe durch. Der mittlere Verlauf wächst mit deiner Rendite.

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Jahr für Jahr: TabelleZeile anklicken für Monate
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Quellen
Quellen und rechtliche Grundlagen

Alle Quellen zuletzt geprüft am 9. Oktober 2026.

Florian Baumann, Gründer von finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de zeigt er dir den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor.

Mehr über Florian erfahren →

Jeden Rechner baut Florian selbst, jede Zahl prüft er gegen die amtliche Quelle, KI hilft nur beim Entwurf und beim Nachrechnen. Wie das genau abläuft, steht unter So entstehen die Inhalte.

Alles zum Zinseszins

Hintergründe, Formeln, Steuern und Praxistipps rund um den Zinseszinseffekt

Grundlagen

Was ist der Zinseszinseffekt?

Beim Zinseszinseffekt erhältst du Zinsen auch auf bereits erzielte Zinsen, nicht nur auf dein ursprüngliches Kapital. Dadurch wächst das Vermögen exponentiell statt linear. Ein Rechenbeispiel zeigt die Wirkung: Aus 10.000 € werden bei 6 % in 20 Jahren 32.071 €. Nur 12.000 € davon sind Zins auf das Startkapital, der Rest ist Zins auf Zins.

In der Praxis bedeutet das: Je länger du dein Geld arbeiten lässt und je höher der Zinssatz ist, desto stärker wirkt der Effekt. Schon kleine regelmäßige Einzahlungen können über Jahrzehnte zu erheblichem Vermögen führen.

Säulendiagramm: 200 € monatlich bei 6 % Rendite wachsen durch den Zinseszinseffekt in 10 bis 40 Jahren auf 32.776 € bis 398.298 €
Berechnung

Die Zinseszinsformel

Die grundlegende Formel für den Zinseszins ohne zusätzliche Einzahlungen lautet:

Kn = K0 * (1 + r / m)(m * n)
Kn = Endkapital, K0 = Anfangskapital, r = Zinssatz (dezimal), m = Zinsperioden pro Jahr, n = Laufzeit in Jahren

Bei regelmäßigen monatlichen Einzahlungen (Sparrate S) kommt ein zweiter Term hinzu:

Kn = K0 * (1 + r/m)m*n + S * [((1 + r/m)m*n − 1) / (r/m)]
S = monatliche Sparrate (bei monatlicher Verzinsung, ansonsten auf die Zinsperiode umrechnen)
So geht der Rechner vor: Er nutzt keine geschlossene Formel, sondern spielt jede einzelne Zahlung durch: jede Sparrate, jede Zinsgutschrift, jeden Anteilskauf, jede Steuerbuchung. Bei einfachen Eingaben (fester Zins, keine Steuern) kommt exakt das Ergebnis der Formel oben heraus. Sobald du Steuern, Kosten, Phasen oder Entnahmen einschaltest, rechnet er weiter, wo die Formel aufhört.
Beispielrechnungen

Drei Szenarien im Vergleich

Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich sich Anfangskapital, Sparrate und Laufzeit auf das Endergebnis auswirken, jeweils bei 6 % Nominalzins mit monatlicher Zinsgutschrift, Einzahlung zu Monatsbeginn, ohne Kosten und vor Steuern. Im Rechner entspricht das dem Modus Zinskonto mit Gutschrift-Termin monatlich:

Szenario Anfangskapital Sparrate / Monat Laufzeit Endkapital davon Zinsen
Einsteiger 1.000 € 100 € 10 Jahre 18.289 € 5.289 €
Fortgeschritten 10.000 € 200 € 20 Jahre 125.972 € 67.972 €
Langfristig 25.000 € 500 € 30 Jahre 655.333 € 450.333 €
Erkenntnis: Im langfristigen Szenario machen die Zinserträge über 66 % des Endkapitals aus. Der Zinseszinseffekt entfaltet seine volle Kraft erst über lange Zeiträume. Tipp: Stell im Rechner den Modus Zinskonto mit Gutschrift-Termin monatlich ein, speichere die drei Szenarien und vergleiche sie in einem Diagramm. Im Modus ETF gilt die Rendite als effektive Jahresrendite, die Werte fallen dort etwas niedriger aus.
Praxistipps

So nutzt du den Zinseszins optimal

  • Früh anfangen: Selbst kleine Beträge profitieren über Jahrzehnte enorm vom Zinseszinseffekt. Jedes Jahr zählt.
  • Sparrate erhöhen: Eine jährliche Dynamisierung deiner Sparrate um 2 bis 3 % gleicht die Inflation aus und beschleunigt das Wachstum erheblich.
  • Zinsen reinvestieren: Lasse Dividenden und Zinsen automatisch wiederanlegen. Das ist der Kern des Zinseszinseffekts.
  • Kosten minimieren: Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschläge und hohe Transaktionskosten schmälern die Rendite. Günstige ETFs oder Indexfonds sind oft die bessere Wahl, und ein Depot ohne Sparplangebühr spart zusätzlich. Was ein Jahr ETF-Sparplan bei Scalable kostet, zeigt meine Kostenrechnung für Scalable FREE und PRIME+. Trage unter „Kosten“ die TER deines Fonds ein und sieh dir an, was sie dich bis zum Ende kostet.
  • Nicht in Panik verkaufen: Kurzfristige Schwankungen an der Börse sind normal. Langfristig orientierte Anleger profitieren vom Zinseszins nur, wenn sie investiert bleiben.
  • Steuern berücksichtigen: In Deutschland fallen auf Kapitalerträge 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag an (zusammen 26,375 %). Nutze deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person (2.000 € bei Zusammenveranlagung) jedes Jahr aus.
Steuerliche Aspekte

Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge

Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer. Der Steuersatz beträgt pauschal 25 %, zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer. Optional kommt noch Kirchensteuer hinzu. Ohne Kirchensteuer ergibt sich ein effektiver Steuersatz von 26,375 %.

Bestandteil Satz Berechnung
Abgeltungsteuer 25,00 % auf den Kapitalertrag
Solidaritätszuschlag 5,50 % auf die Abgeltungsteuer
Effektiver Steuersatz 26,375 % 25 % + (25 % * 5,5 %)
Mit 8 % Kirchensteuer 27,82 % (1 + 0,055 + 0,08) / (4 + 0,08)
Mit 9 % Kirchensteuer 27,99 % (1 + 0,055 + 0,09) / (4 + 0,09)

Der jährliche Sparerpauschbetrag von 1.000 € (Einzelveranlagung) bzw. 2.000 € (Zusammenveranlagung) stellt Kapitalerträge bis zu dieser Höhe steuerfrei. Erst Erträge oberhalb dieser Grenze kosten Steuern. Der Rechner wendet den Freibetrag so an wie deine Bank: je Kalenderjahr, zuerst auf Verluste aus dem Verlusttopf, danach auf die Erträge des Jahres. Bei Aktien-ETFs bleiben zusätzlich 30 % der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei (Mischfonds 15 %, Immobilienfonds 60 %). Beim Verkauf gilt das FIFO-Prinzip: Die zuerst gekauften Anteile verkaufst du zuerst.

Wichtig für den Vergleich mit anderen Rechnern: Viele Zinseszinsrechner ziehen die Steuer pauschal am Ende ab oder ignorieren den Freibetrag. Dieser Rechner bucht die Steuer dann, wenn sie wirklich anfällt: bei jeder Zinsgutschrift, jedes Jahr für die Vorabpauschale und beim Verkauf. Das Ergebnis liegt deshalb meist etwas über dem einer Pauschalrechnung, weil der Freibetrag über die Jahre wirkt.
Steuern bei ETFs

Vorabpauschale: die Steuer, die dein ETF jedes Jahr kostet

Thesaurierende ETFs schütten nichts aus, sie legen Dividenden sofort wieder an. Damit trotzdem jedes Jahr Steuern fließen, gibt es seit 2018 die Vorabpauschale nach § 18 InvStG. Deine Bank bucht die Steuer darauf jeweils im Januar für das Vorjahr vom Verrechnungskonto ab, nicht aus dem Depot. Dein Depotwert bleibt also unverändert, dein Girokonto nicht.

Vorabpauschale = Wert am 1. Januar * Basiszins * 0,7
höchstens aber der tatsächliche Wertzuwachs im Jahr. In einem Verlustjahr fällt keine Vorabpauschale an. Anteile, die du im Lauf des Jahres kaufst, zählen nur anteilig (je Zwölftel).
Jahr Basiszins Vorabpauschale je 10.000 € Depotwert Steuer darauf (Aktien-ETF, ohne Freibetrag)
20232,55 %178,50 €32,96 €
20242,29 %160,30 €29,60 €
20252,53 %177,10 €32,70 €
20263,20 %224,00 €41,36 €

Für die Jahre ab 2027 kennt niemand den Basiszins. Der Rechner nimmt dafür den Wert, den du unter „Steuern“ einstellst (Standard: 3,20 % wie 2026). Die bereits versteuerten Vorabpauschalen rechnet er beim späteren Verkauf an, damit du nichts doppelt versteuerst. Mehr dazu mit eigenem Rechner: Vorabpauschale berechnen.

Auszahlphase

Entnahmeplan: vom Depot zur Zusatzrente

Irgendwann willst du von deinem Vermögen leben. Mit dem Entnahmeplan legst du fest, ab wann und wie viel du monatlich, vierteljährlich oder jährlich entnimmst. Der Rechner verkauft dafür Anteile, besteuert nur den Gewinnanteil der verkauften Stücke (FIFO, nach Teilfreistellung und abzüglich schon versteuerter Vorabpauschalen) und zeigt dir, wie lange dein Geld reicht.

  • Netto-Entnahme: Du gibst an, was nach Steuern auf dem Konto landen soll. Der Rechner sucht den passenden Verkaufsbetrag.
  • Brutto-Entnahme: Du gibst den Verkaufswert an, die Steuer geht davon ab.
  • Dynamik: Eine jährliche Erhöhung der Entnahme, zum Beispiel 2 % als Inflationsausgleich.
  • Reichweite: Reicht das Kapital nicht bis zum Laufzeitende, zeigt der Rechner den Monat, in dem es aufgebraucht ist. Der Ziel-Rechner („Entnahme“) rechnet umgekehrt aus, wie viel du maximal entnehmen kannst.

Für reine Auszahlpläne ohne Ansparphase gibt es den Entnahmeplan-Rechner. Wer die Altersvorsorge staatlich gefördert aufbauen will, findet im Altersvorsorgedepot-Rechner die Zulagen des ab 2027 geplanten Riester-Nachfolgers.

Schwankungen

Monte-Carlo: warum ein fester Zins zu glatt ist

7 % Rendite pro Jahr sind ein Durchschnitt. Kein ETF liefert jedes Jahr dieselbe Zahl. In manchen Jahren sind es plus 25 %, in anderen minus 30 %. Für dein Endvermögen macht die Reihenfolge dieser Jahre einen großen Unterschied, besonders in der Entnahmephase.

Die Simulation im Rechner erzeugt deshalb 1.000 zufällige Börsenverläufe mit monatlichen Schwankungen. Die Volatilität bestimmt, wie stark sie streuen: rund 15 % pro Jahr für einen breiten Welt-ETF, 20 % und mehr für einzelne Länder oder Branchen. Jeder Verlauf läuft durch denselben Rechenkern, inklusive Kosten, Steuern und Entnahmen. Das Ergebnis ist eine Bandbreite: In 80 % der Fälle liegst du zwischen dem unteren und dem oberen Wert. Eine Prognose ist das nicht, aber ein realistischerer Blick als eine einzelne glatte Linie. Historische Werte für den MSCI World findest du im MSCI-World-Rechner.

Vergleich

Einfluss des Zinsintervalls

Je häufiger die Zinsen gutgeschrieben und wieder verzinst werden, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt. Die Unterschiede sind bei höheren Zinssätzen deutlicher. Beispiel: 10.000 € Anfangskapital, 6 % Zinssatz, 20 Jahre, keine Sparrate:

Zinsintervall Zinsperioden / Jahr Endkapital nach 20 Jahren Differenz
Jährlich 1 32.071 € Referenz
Vierteljährlich 4 32.907 € + 836 €
Monatlich 12 33.102 € + 1.031 €

Im Rechner stellst du das Intervall im Modus „Zinskonto“ unter „Zinsen und Zinsphasen“ ein. Der angegebene Zinssatz ist dabei der Nominalzins, so wie ihn die Bank nennt. Den daraus folgenden Effektivzins zeigt der Rechner direkt an. Für Einmalanlagen ohne Sparrate reicht auch der einfachere Zinsrechner.

Methodik

So rechnet dieser Rechner

Der Rechenkern ist derselbe wie in der Android-App von finanzfacts. Er arbeitet ereignisbasiert auf einer Zeitachse in Monaten und rundet zwischendurch nichts. Die wichtigsten Regeln:

  • ETF / Fonds: Jede Einzahlung kauft Anteile. Der Anteilspreis wächst stetig mit der Nettorendite (1 + Rendite) × (1 − TER) − 1. Kaufkosten mindern den angelegten Betrag und zählen steuerlich zu den Anschaffungskosten.
  • Zinskonto: Tagesgenaue lineare Verzinsung zwischen den Gutschriftterminen, Zinseszins erst ab der Gutschrift. Gutschrift wahlweise jährlich bis täglich oder erst am Laufzeitende.
  • Steuern: 26,375 % (mit Kirchensteuer 27,82 % bzw. 27,99 %), Sparerpauschbetrag je Kalenderjahr, Verlusttopf mit Vortrag, FIFO beim Verkauf, Teilfreistellung je Fondsart, Vorabpauschale mit den amtlichen Basiszinsen 2018 bis 2026 und deiner Annahme für die Jahre danach.
  • Entnahmen: Brutto oder netto, mit Dynamik. Reicht das Kapital nicht, zahlt der Rechner den Rest aus und merkt sich den Zeitpunkt.
  • Kennzahlen: Kaufkraft = Betrag ÷ (1 + Inflation)Jahre. „Rendite nach Kosten und Steuern“ ist der interne Zinsfuß aller deiner Zahlungsströme.
  • Annahmen: Rechtsstand Oktober 2026. Dein ganzer Sparerpauschbetrag steht dieser Anlage zur Verfügung. Der Wert „nach Steuern“ unterstellt einen Verkauf des gesamten Depots auf einmal. Nicht berücksichtigt: Verkaufsgebühren, Günstigerprüfung, NV-Bescheinigung, ausländische Quellensteuer.

Geprüft habe ich den Rechenkern gegen eine zweite, unabhängig programmierte Referenz mit Dezimalarithmetik: über 11.000 zufällige Szenarien mit allen Optionen liefern dort bis auf zehn Stellen dieselben Ergebnisse, dazu kommen Tests gegen geschlossene Formeln und Lehrbuchbeispiele. Das vollständige Rechenmodell mit allen Formeln und Reihenfolgeregeln findest du hier: Rechenmodell des Zinseszinsrechners. Findest du eine Abweichung, nutze bitte das Feedback-Formular unten auf dieser Seite.

Häufige Fragen

FAQ zum Zinseszinsrechner

Was ist der Unterschied zwischen Zins und Zinseszins?
Beim einfachen Zins bekommst du Zinsen nur auf das ursprüngliche Kapital. Beim Zinseszins schlägt die Bank oder der Fonds die bereits erzielten Zinsen dem Kapital zu und verzinst sie in der nächsten Periode mit. Dadurch wächst das Vermögen exponentiell. Im Modus „Zinskonto“ kannst du beides vergleichen: Wähle „erst am Laufzeitende“ als Gutschrift, dann rechnet der Rechner ohne Zinseszins.
Wie realistisch ist eine Rendite von 6 oder 7 Prozent?
Breit gestreute Aktien-ETFs wie auf den MSCI World haben historisch im Schnitt rund 7 bis 8 % pro Jahr erzielt, vor Kosten, Steuern und Inflation. Tagesgeld und Festgeld liegen deutlich darunter, aktuell bei etwa 2 bis 3 %. Plane bei Aktien lieber mit 5 bis 6 % und starte zusätzlich die Monte-Carlo-Simulation, um die Bandbreite zu sehen.
Wie berechnet der Rechner die Abgeltungsteuer und den Sparerpauschbetrag?
Er bucht die Steuer dann, wenn sie wirklich anfällt: bei jeder Zinsgutschrift, jedes Jahr auf die Vorabpauschale und beim Verkauf von Anteilen. Der Steuersatz beträgt 26,375 % (25 % Abgeltungsteuer plus Soli), mit Kirchensteuer 27,82 % bzw. 27,99 %. Den Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung) zieht er je Kalenderjahr automatisch ab, bei Aktien-ETFs zusätzlich die Teilfreistellung von 30 %.
Was ist die Vorabpauschale und warum senkt sie mein Ergebnis?
Die Vorabpauschale ist eine jährliche Mindestbesteuerung für thesaurierende Fonds: Depotwert am 1. Januar mal Basiszins (2026: 3,20 %) mal 0,7, höchstens aber der Wertzuwachs des Jahres. Die Steuer darauf bucht deine Bank im Januar vom Verrechnungskonto ab. Der Rechner zeigt sie getrennt unter „Steuern“ und rechnet sie beim Verkauf an, du zahlst also nichts doppelt. Unterm Strich zahlst du einen Teil der Steuer früher, nicht mehr.
Berücksichtigt der Rechner die Inflation?
Ja. Unter „Inflation“ stellst du die erwartete Rate ein, Standard sind 2 % wie das EZB-Ziel. Der Rechner zeigt dann neben dem nominalen Endkapital die Kaufkraft in heutigem Geld, als gestrichelte Linie im Diagramm und als eigene Kennzahl. Beispiel: 100.000 € in 20 Jahren entsprechen bei 2 % Inflation einer heutigen Kaufkraft von 67.297 €.
Einmalanlage oder Sparplan: Was bringt mehr?
Bei gleicher Rendite bringt die Einmalanlage am Ende mehr, weil dein ganzes Geld vom ersten Tag an Zinsen und Zinseszinsen erwirtschaftet. Beim Sparplan arbeitet jede Rate erst ab ihrem Einzahlungstag. Der Sparplan hat dafür zwei Vorteile: Du brauchst kein Startkapital, und du verteilst deinen Einstieg über viele Kurse, statt alles an einem Tag zu kaufen. Hast du schon Geld auf dem Konto, kombinierst du beides: Trag den Betrag oben als Startkapital ein und ergänze eine monatliche Sparrate. Wie groß der Unterschied bei deinen Zahlen ausfällt, siehst du, wenn du dieselbe Summe einmal als Startkapital und einmal verteilt als Sparrate rechnest.
Wie viel Startkapital brauche ich für die Geldanlage?
Du brauchst kein Startkapital. Der Rechner funktioniert auch als Anlagerechner für reine Sparpläne: Setz das Startkapital auf 0 € und trag nur deine monatliche Rate ein. Viele Broker bieten ETF-Sparpläne ab 1 € im Monat an. Bevor du anlegst, sollte ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeldkonto liegen, damit du bei einer kaputten Waschmaschine nicht im Kursminus verkaufen musst. Was darüber hinaus auf dem Konto liegt, kann als Einmalanlage in den Rechner.
Wie genau ist der Zinseszinsrechner?
Die Mathematik ist exakt, der Rechenkern ist mit über 11.000 Szenarien gegen eine unabhängige Zweitimplementierung geprüft. Ungenau sind nur die Annahmen: Niemand kennt die Rendite der nächsten 30 Jahre, den Basiszins ab 2027 oder künftige Steuergesetze. Nutze den Rechner deshalb für Vergleiche und Größenordnungen, nicht als Versprechen. Die Monte-Carlo-Simulation zeigt dir, wie breit die realistische Spanne ist.
Florians Finanz Fazit

Zeit schlägt jeden Zinssatz

Der Zinseszins funktioniert nur, wenn du ihm Zeit gibst. Zehn Jahre sind das Minimum, damit der Effekt überhaupt sichtbar wird. Wer mit 25 startet, hat 40 Jahre bis zur Rente. Wer mit 45 startet, hat 20. Genau deshalb beeinflusst dein Startzeitpunkt deine Endsumme stärker als jeder zusätzliche Prozentpunkt Rendite.

Rechne realistisch. Ein breit gestreuter Welt-ETF wie der MSCI World hat historisch rund 7 bis 8 Prozent pro Jahr gebracht, vor Steuern und Inflation. Plane lieber mit 5 bis 6 Prozent und freue dich am Ende über mehr. Vergiss die Inflation nicht: Bei 2 Prozent Geldentwertung pro Jahr brauchst du diese 2 Prozent allein, um deine Kaufkraft zu halten. Wie stark das über Jahrzehnte wirkt, zeigt die Kaufkraftkurve seit 1999 in der Geschichte des Geldes.

Die Sparrate ist dein größter Hebel, nicht die Rendite. Wer monatlich 100 € mehr zur Seite legt, holt langfristig deutlich mehr heraus als jemand, der die Rendite um einen Prozentpunkt steigern will. Eine jährliche Dynamisierung von 2 bis 3 Prozent gleicht Inflation und Gehaltssteigerungen automatisch aus und beschleunigt das Wachstum spürbar. Welche Grundlagen du für den Einstieg brauchst, steht im ETF-Guide, günstige Sparplan-Depots im Neobroker-Vergleich.

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