Stundenlohnrechner

Stundenlohn berechnen

Rechne dein Monats- oder Jahresgehalt in einen Brutto-Stundenlohn um oder umgekehrt. Urlaubstage, Feiertage und Gehaltsmodell fließen automatisch in die Berechnung ein.

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Dein Ergebnis
Stundenlohn (Brutto)
Pro Tag
Brutto-Tagessatz
Pro Woche
Brutto-Wochenlohn
Pro Monat
Brutto-Monatsgehalt
Pro Jahr
Brutto-Jahresgehalt
Arbeitsstunden
effektiv pro Jahr
Hinweis: Dieser Stundenlohn liegt unter dem gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € (seit 1. Januar 2026). Für Arbeitnehmer ist ein niedrigerer Lohn nur in gesetzlich geregelten Ausnahmefällen zulässig.
ParameterWert

Alles über den Stundenlohn

Grundlagen, Formeln, Beispiele und häufige Fragen kompakt erklärt.

Grundlagen

Wie berechnet sich der Stundenlohn?

Der Brutto-Stundenlohn ergibt sich aus dem Jahresgehalt geteilt durch die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden im Jahr. Dabei zählen nicht alle Kalendertage, sondern nur die effektiven Arbeitstage, also Werktage abzüglich Urlaub und gesetzlicher Feiertage.

Die gesetzliche Grundlage für Mindeststandards bildet das Mindestlohngesetz (MiLoG). Darüber hinaus regeln Tarifverträge und individuelle Arbeitsverträge den konkreten Stundenlohn.

Wichtig: Der Rechner ermittelt ausschließlich Bruttogrößen. Der tatsächliche Netto-Stundenlohn hängt von Steuerklasse, Sozialversicherungsbeiträgen und weiteren individuellen Faktoren ab.
Berechnungsformeln

Schritt-für-Schritt-Berechnung

So rechnest du in drei Schritten:

Schritt 1: Effektive Arbeitstage

Arbeitstage = 365 × (5 ÷ 7) − UrlaubstageFeiertage
Beispiel: 365 × 5/7 − 30 − 10 = ca. 220,7 Arbeitstage

Schritt 2: Jahresarbeitsstunden

Jahresstunden = Arbeitstage × (Wochenstunden ÷ 5)
Beispiel: 220,7 × (40 ÷ 5) = 1.765,7 Stunden/Jahr

Schritt 3: Stundenlohn

Stundenlohn = Jahresgehalt ÷ Jahresstunden
Bei einem 13. Monatsgehalt: Jahresgehalt = Monatsgehalt × 13
Beispielrechnungen

Typische Gehälter im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt den Brutto-Stundenlohn bei verschiedenen Monatsgehältern (40 Std./Woche, 30 Tage Urlaub, 10 Feiertage, 13 Monatsgehälter):

Monatsgehalt Jahresgehalt Stundenlohn Tagessatz
2.000 €26.000 €14,72 €117,80 €
2.500 €32.500 €18,41 €147,25 €
3.000 €39.000 €22,09 €176,70 €
3.500 €45.500 €25,77 €206,15 €
4.500 €58.500 €33,13 €265,05 €
6.000 €78.000 €44,17 €353,40 €
8.000 €104.000 €58,90 €471,20 €

Berechnungsbasis: 40 Std./Woche, 30 Urlaubstage, 10 Feiertage auf Werktagen, 13 Monatsgehälter. Gerundete Werte.

Einflussfaktoren

Was beeinflusst den Stundenlohn?

Mehrere Parameter verändern den errechneten Stundenlohn erheblich:

  • Gehaltsmodell: Ein 13. oder 14. Monatsgehalt (z.B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) erhöht das Jahresgehalt und damit den Stundenlohn spürbar. Zwischen 12 und 14 Monatsgehältern liegt ein Unterschied von bis zu 16,7 %.
  • Wochenstunden: Weniger Stunden bei gleichem Gehalt bedeuten einen höheren Stundenlohn. 35 Stunden statt 40 Stunden erhöhen den Stundenlohn um rund 14 %.
  • Urlaubstage: Mehr Urlaub reduziert die Jahresarbeitsstunden und erhöht den effektiven Stundenlohn. 30 statt 20 Urlaubstage machen rund 9 % aus.
  • Feiertage: Je nach Bundesland fallen zwischen 9 und 13 gesetzliche Feiertage auf Werktage. Das beeinflusst den Stundenlohn um etwa 2 %.
  • Überstunden: Hast du regelmäßig unbezahlte Überstunden, sinkt dein effektiver Stundenlohn entsprechend.
  • Zulagen: Schicht-, Nacht- oder Sonntagszuschläge erhöhen zwar den Bruttolohn, stehen aber separat auf der Abrechnung und bleiben teils steuer- und abgabenfrei.
Brutto vs. Netto

Vom Brutto- zum Netto-Stundenlohn

Dieser Rechner ermittelt ausschließlich den Brutto-Stundenlohn. Vier Abzugsposten bestimmen, was netto übrig bleibt:

  • Lohnsteuer: Steuerklasse (I bis VI) und Einkommenshöhe bestimmen den Abzug. Der Grenzsteuersatz reicht bis 42 %, bei sehr hohen Einkommen 45 %.
  • Sozialversicherungsbeiträge: Der Arbeitnehmeranteil liegt bei gut 20 % des Bruttogehalts (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung), jeweils bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
  • Kirchensteuer: Je nach Konfession 8 oder 9 % der Lohnsteuer (8 % in Bayern und Baden-Württemberg).
  • Solidaritätszuschlag: Entfällt seit 2021 für rund 90 % der Steuerzahler und betrifft nur noch hohe Einkommen.
Faustregel: Bei einem mittleren Einkommen (Steuerklasse I, ca. 3.000 € brutto/Monat) verbleiben nach Abzügen rund 60 bis 65 % des Bruttogehalts als Nettolohn. Den exakten Wert liefert dir der Brutto-Netto-Rechner.
Gesetzliche Regelungen

So hoch ist der gesetzliche Mindestlohn

Die Mindestlohnkommission passt den gesetzlichen Mindestlohn regelmäßig an. Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde, zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 €:

ZeitraumMindestlohnMonat (40h)Jahr (40h)
202512,82 €/h2.222 €26.666 €
seit 1. Januar 202613,90 €/h2.409 €28.912 €
ab 1. Januar 202714,60 €/h2.531 €30.368 €

Die Minijob-Verdienstgrenze ist an den Mindestlohn gekoppelt: 2026 liegt sie bei 603 € im Monat, 2027 steigt sie auf 633 €. Zusätzlich gelten in Branchen wie Bau, Pflege oder Gebäudereinigung eigene Mindestlöhne, die teils deutlich über dem gesetzlichen Niveau liegen. Azubis haben seit 2020 Anspruch auf eine Mindestausbildungsvergütung.

Selbstständige & Freelancer

Stundensatz für Selbstständige berechnen

Für Selbstständige und Freelancer fällt die Kalkulation komplexer aus: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung entfallen, Ausfallzeiten für Akquise und Verwaltung musst du selbst einpreisen.

Mindeststundensatz = (Wunscheinkommen + Kosten + Steuern/SV) ÷ fakturierbare Stunden
Fakturierbare Stunden = tatsächliche Arbeitszeit minus Akquise, Verwaltung, Fortbildung (i.d.R. 60 bis 75 % der Gesamtarbeitszeit)
  • Als Faustregel gilt: Der Stundensatz eines Freelancers sollte mindestens das 2- bis 2,5-fache des vergleichbaren Angestellten-Stundenlohns betragen.
  • Kranken- und Pflegeversicherung kosten Selbstständige je nach Einkommen oft 400 bis 900 € im Monat.
  • Plane eine Rücklage für die Einkommensteuer-Vorauszahlung ein: je nach Gewinn 20 bis 35 %.
  • Berufsgenossenschaft, Haftpflicht und weitere Versicherungen kosten häufig zusätzlich 100 bis 300 € im Monat.
FAQ

Häufige Fragen zum Stundenlohn

Wie rechne ich Monatsgehalt in Stundenlohn um?
Teile das Jahresgehalt (Monatsgehalt mal Anzahl der Monatsgehälter) durch die Jahresarbeitsstunden. Die Jahresarbeitsstunden ergeben sich aus den effektiven Arbeitstagen (rund 261 Werktage minus Urlaub minus Feiertage) multipliziert mit den täglichen Arbeitsstunden (Wochenstunden geteilt durch 5). Bei 13 Gehältern multiplizierst du das Monatsgehalt vorher mit 13.
Warum weicht meine manuelle Rechnung ab?
Abweichungen entstehen meist durch unterschiedliche Annahmen: Manche Arbeitgeber rechnen mit 21,75 Arbeitstagen pro Monat (261 geteilt durch 12), andere mit exakt 4 Wochen. Auch die Anzahl der Feiertage auf Werktagen variiert je nach Bundesland zwischen 9 und 13 Tagen.
Wie viele Arbeitsstunden hat ein Jahr?
Bei einer 40-Stunden-Woche, 30 Urlaubstagen und 10 Feiertagen auf Werktagen beträgt die effektive Jahresarbeitszeit rund 1.766 Stunden. Ohne Urlaub und Feiertage wären es theoretisch 52 Wochen x 40 Stunden = 2.080 Stunden.
Wie berechne ich den Stundenlohn bei Teilzeit?
Das Prinzip bleibt identisch: Gib einfach deine tatsächlichen Wochenstunden ein. Bei 20 Stunden pro Woche und halbem Vollzeitgehalt ergibt sich derselbe Stundenlohn wie in Vollzeit, sofern der Vertrag denselben Stundenlohn vorsieht. Was ein Wechsel des Arbeitszeitmodells für dein Gehalt bedeutet, zeigt dir der Teilzeit-Rechner.
Tipps

Gehaltsverhandlung: So argumentierst du mit deinem Stundenlohn

Der Stundenlohn macht Gehälter vergleichbar, auch über verschiedene Arbeitszeitmodelle und Branchen hinweg. Nutze diesen Vorteil gezielt:

  • Vergleiche Jobangebote nicht nur nach Monatsgehalt, sondern nach Stundenlohn. Vollzeit gegen Teilzeit und unterschiedliche Urlaubsansprüche verzerren den direkten Vergleich.
  • Prüfe bei Überstunden, ob der Arbeitgeber sie vergütet. Regelmäßige unbezahlte Mehrarbeit senkt deinen effektiven Stundenlohn erheblich.
  • Nutze Branchenvergleiche (Gehaltsreports, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit) als Argumentationsbasis. Was eine Erhöhung netto bringt, zeigt dir der Gehaltserhöhungs-Rechner.
  • Betriebliche Zusatzleistungen (Dienstwagen, BAV, Homeoffice-Pauschale) haben einen realen Geldwert und gehören in den Stundenlohn-Vergleich.
  • Fordere bei einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit immer eine proportionale Gehaltsanpassung oder verhandle einen höheren Stundenlohn als Ausgleich.
Tipp: Steigt deine Wochenarbeitszeit von 40 auf 45 Stunden ohne Gehaltsausgleich, sinkt dein effektiver Stundenlohn um gut 11 %.
Florians Finanz Fazit
Der Stundenlohn ist die ehrlichste Gehaltskennzahl

Monatsgehälter verschleiern, was deine Arbeitszeit wirklich wert ist. 4.000 € klingen gut, bei einer 45-Stunden-Woche mit unbezahlten Überstunden verdienst du pro Stunde aber womöglich weniger als ein Kollege mit 3.500 € und echter 38-Stunden-Woche. Deshalb rechne ich jedes Jobangebot zuerst auf den Stundenlohn um.

Mein Rat: Prüfe einmal im Jahr deinen tatsächlichen Stundenlohn inklusive aller Überstunden. Liegt er kaum über dem Mindestlohn von 13,90 €, ist das ein klares Signal für die nächste Gehaltsverhandlung. Und vergiss das Netto nicht: Was nach Steuern und Abgaben übrig bleibt, zeigt dir der Brutto-Netto-Rechner.

Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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