Stundenlohn Rechner 2025 – Brutto-Stundenlohn berechnen
Stundenlohnrechner

Stundenlohn berechnen

Rechne dein Monats- oder Jahresgehalt in einen Brutto-Stundenlohn um – oder umgekehrt. Urlaubstage, Feiertage und Gehaltsmodell werden automatisch berücksichtigt.

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Brutto-Jahresgehalt
Arbeitsstunden
effektiv pro Jahr
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Alles über den Stundenlohn

Grundlagen, Formeln, Beispiele und häufige Fragen – kompakt erklärt.

Grundlagen

Wie wird der Stundenlohn berechnet?

Der Brutto-Stundenlohn ergibt sich aus dem Jahresgehalt geteilt durch die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden im Jahr. Dabei zählen nicht alle Kalendertage, sondern nur die effektiven Arbeitstage – also Werktage abzüglich Urlaub und gesetzlicher Feiertage.

Die gesetzliche Grundlage für Mindeststandards bildet das Mindestlohngesetz (MiLoG). Darüber hinaus regeln Tarifverträge und individuelle Arbeitsverträge den konkreten Stundenlohn.

Wichtig: Der Rechner berechnet ausschließlich Bruttogrößen. Der tatsächliche Netto-Stundenlohn hängt von Steuerklasse, Sozialversicherungsbeiträgen und weiteren individuellen Faktoren ab.
Berechnungsformeln

Schritt-für-Schritt-Berechnung

Die Berechnung erfolgt in drei Schritten:

Schritt 1: Effektive Arbeitstage

Arbeitstage = 365 × (5 ÷ 7) − UrlaubstageFeiertage
Beispiel: 365 × 5/7 − 30 − 10 = ca. 220,7 Arbeitstage

Schritt 2: Jahresarbeitsstunden

Jahresstunden = Arbeitstage × (Wochenstunden ÷ 5)
Beispiel: 220,7 × (40 ÷ 5) = 1.765,7 Stunden/Jahr

Schritt 3: Stundenlohn

Stundenlohn = Jahresgehalt ÷ Jahresstunden
Bei einem 13. Monatsgehalt: Jahresgehalt = Monatsgehalt × 13
Beispielrechnungen

Typische Gehälter im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt den Brutto-Stundenlohn bei verschiedenen Monatsgehältern (40 Std./Woche, 30 Tage Urlaub, 10 Feiertage, 13 Monatsgehälter):

Monatsgehalt Jahresgehalt Stundenlohn Tagessatz
1.500 €19.500 €11,04 €88,35 €
2.000 €26.000 €14,73 €117,80 €
2.500 €32.500 €18,41 €147,25 €
3.000 €39.000 €22,09 €176,70 €
3.500 €45.500 €25,77 €206,15 €
4.500 €58.500 €33,14 €265,05 €
6.000 €78.000 €44,18 €353,40 €
8.000 €104.000 €58,91 €471,19 €

Berechnung auf Basis von 40 Std./Woche, 30 Urlaubstagen, 10 Feiertagen (auf Werktage) und 13 Monatsgehältern. Gerundete Werte.

Einflussfaktoren

Was beeinflusst den Stundenlohn?

Mehrere Parameter können den errechneten Stundenlohn erheblich verändern:

  • Gehaltsmodell: Ein 13. oder 14. Monatsgehalt (z.B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) erhöhe das Jahresgehalt und damit den Stundenlohn spürbar – ein Unterschied von bis zu 16,7 % zwischen 12 und 14 Monatsgehältern.
  • Wochenstunden: Weniger Stunden bei gleichem Gehalt bedeuten einen höheren Stundenlohn. 35 Stunden statt 40 Stunden erhöhen den Stundenlohn um rund 14 %.
  • Urlaubstage: Mehr Urlaub reduziert die Jahresarbeitsstunden und erhöht den effektiven Stundenlohn. Der Unterschied zwischen 20 und 30 Urlaubstagen beträgt ca. 4,5 %.
  • Feiertage: Je nach Bundesland fallen zwischen 9 und 13 gesetzliche Feiertage auf Werktage. Das kann den Stundenlohn um etwa 2 % beeinflussen.
  • Überstunden: Habt ihr regelmäßig unbezahlte Überstunden, sinkt euer effektiver Stundenlohn entsprechend.
  • Zulagen: Schicht-, Nacht- oder Sonntagszuschläge erhöhen zwar den Bruttolohn, werden aber separat ausgewiesen und sind teils steuer- und abgabenfrei.
Brutto vs. Netto

Vom Brutto- zum Netto-Stundenlohn

Dieser Rechner berechnet ausschließlich den Brutto-Stundenlohn. Der tatsächliche Netto-Stundenlohn hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Lohnsteuer: Je nach Steuerklasse (I bis VI) und Jahresgehalt zwischen 0 % und ca. 42 % (Spitzensteuersatz) des Bruttogehalts.
  • Sozialversicherungsbeiträge: Arbeitnehmeranteil ca. 20 % des Bruttogehalts (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung). Bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze.
  • Kirchensteuer: Je nach Konfession 8 oder 9 % der Lohnsteuer (in Bayern/Baden-Württemberg 8 %).
  • Solidaritätszuschlag: Seit 2021 entfällt für ca. 90 % der Steuerzahler. Nur noch für Spitzenverdiener relevant.
Faustregel: Bei einem mittleren Einkommen (Steuerklasse I, ca. 3.000 € brutto/Monat) verbleiben nach Abzügen rund 60–65 % des Bruttogehalts als Nettolohn.
Gesetzliche Regelungen

Mindestlohn 2024, 2025 und 2026

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland wird regelmäßig durch die Mindestlohnkommission angepasst:

ZeitraumMindestlohnMonat (40h)Jahr (40h)
ab 1. Januar 202412,41 €/h2.153 €25.828 €
ab 1. Januar 202512,82 €/h2.224 €26.666 €
2026 (geplant)~13,00–14,00 €/hgeplantgeplant

Zusätzlich gibt es branchenspezifische Mindestlöhne (z.B. Bau, Pflege, Gebäudereinigung), die teils deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Azubis haben seit 2020 Anspruch auf eine Mindestausbildungsvergütung.

Selbstständige & Freelancer

Stundensatz für Selbstständige berechnen

Für Selbstständige und Freelancer ist die Kalkulation des Stundensatzes komplexer, da keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, keine Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung und Ausfallzeiten (Akquise, Verwaltung) berücksichtigt werden müssen.

Mindeststundensatz = (Wunscheinkommen + Kosten + Steuern/SV) ÷ fakturierbare Stunden
Fakturierbare Stunden = tatsächliche Arbeitszeit minus Akquise, Verwaltung, Fortbildung (i.d.R. 60–75 % der Gesamtarbeitszeit)
  • Als Faustregel gilt: Der Stundensatz eines Freelancers sollte mindestens das 2- bis 2,5-fache des vergleichbaren Angestellten-Stundenlohns betragen.
  • Kranken- und Pflegeversicherung als Selbstständiger kosten ca. 400–900 €/Monat zusätzlich.
  • Rücklage für Einkommensteuer (Vorauszahlung) einplanen: ca. 20–35 % des Gewinns je nach Einkommenshöhe.
  • Berufsgenossenschaft, Haftpflicht und andere Versicherungen können weitere 100–300 €/Monat kosten.
FAQ

Häufige Fragen zum Stundenlohn

Wie rechne ich Monatsgehalt in Stundenlohn um?
Teile das Jahresgehalt (Monatsgehalt x Anzahl Monatsgehälter) durch die Jahresarbeitsstunden. Die Jahresarbeitsstunden berechnen sich aus den effektiven Arbeitstagen (ca. 261 minus Urlaub minus Feiertage) multipliziert mit den täglichen Arbeitsstunden (Wochenstunden / 5).
Warum weicht meine manuelle Rechnung ab?
Abweichungen entstehen meist durch unterschiedliche Annahmen: Manche Arbeitgeber rechnen mit 21,75 Arbeitstagen pro Monat (261 / 12), andere mit exakt 4 Wochen. Auch die Anzahl der Feiertage auf Werktage variiert je nach Bundesland zwischen 9 und 13 Tagen.
Was ist mit dem 13. Monatsgehalt gemeint?
Ein 13. Gehalt bedeutet, dass du jährlich einen zusätzlichen Monatsgehalt erhältst – häufig als Weihnachtsgeld. Bei einem 13,5-Gehalt kommt noch ein anteiliges Urlaubsgeld hinzu. Das Gehaltsmodell beeinflusst das Jahresgehalt und damit den Stundenlohn direkt.
Wie viele Arbeitsstunden hat ein Jahr?
Bei einer 40-Stunden-Woche, 30 Urlaubstagen und 10 Feiertagen auf Werktage beträgt die effektive Jahresarbeitsstundenzahl ca. 1.766 Stunden. Ohne Urlaub und Feiertage wären es theoretisch 52 Wochen x 40 Stunden = 2.080 Stunden.
Wie berechne ich den Stundenlohn bei Teilzeit?
Das Prinzip ist identisch: Gib einfach deine tatsächlichen Wochenstunden ein. Bei 20 Stunden pro Woche und halbem Vollzeitgehalt ergibt sich in der Regel derselbe Stundenlohn wie in Vollzeit – vorausgesetzt, der Stundenlohn ist vertraglich gleich.
Tipps

Gehaltsverhandlung: So argumentierst du mit deinem Stundenlohn

Der Stundenlohn macht Gehälter vergleichbar – auch über verschiedene Arbeitszeitmodelle und Branchen hinweg. Nutze diesen Vorteil gezielt:

  • Vergleiche Jobangebote nicht nur nach Monatsgehalt, sondern nach Stundenlohn – Vollzeit vs. Teilzeit und unterschiedliche Urlaubsansprüche verzerren den direkten Vergleich.
  • Prüfe bei Überstunden, ob diese vergütet werden. Regelmäßige unbezahlte Mehrarbeit senkt deinen effektiven Stundenlohn erheblich.
  • Nutze Branchenvergleiche (Gehaltsreports, Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas) als Argumentationsbasis für Gehaltsgespräche.
  • Betriebliche Zusatzleistungen (Dienstwagen, BAV, Homeoffice-Pauschale) haben einen realen Geldwert und sollten beim Stundenlohn-Vergleich eingerechnet werden.
  • Fordere bei einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit immer eine proportionale Gehaltsanpassung – oder verhandle über einen höheren Stundenlohn als Ausgleich.
Tipp: Eine Erhöhung von 5 Stunden pro Woche ohne Gehaltsausgleich bei einem Monatsgehalt von 3.500 € bedeutet faktisch eine Gehaltsreduzierung von ca. 12,5 %.