Zins-Report Oktober 2026: So haben die Banken auf die EZB-Erhöhung reagiert
Vier Wochen nach dem Zinsschritt der EZB: Was aus 25 Basispunkten bei Tagesgeld, Festgeld, Krediten und Bauzinsen geworden ist. Auswertung unserer täglichen Erhebung bei über 180 Angeboten.
- Die EZB hat den Einlagenzins am 10.09.2026 um 25 Basispunkte auf 2,50 % erhöht, wirksam seit 16.09. Bei Bestandskunden kam davon im Schnitt nur ein Bruchteil an: 2,8 Basispunkte, also 11 % des Schritts.
- Um Neukunden buhlen die Banken dagegen: 10 Banken haben ihren Aktionszins angehoben, der Durchschnitt der Lockangebote stieg um 16 Basispunkte auf 3,44 %. Der beste Aktionszins ohne Zusatzbedingungen liegt bei 4,15 %.
- Festgeld reagiert am breitesten: 28 von 49 Banken zahlen mehr, 12 Monate bringen im Schnitt 2,79 %, Bestwert 3,49 %. Lange Laufzeiten zahlen weiterhin etwas mehr als kurze, keine Inversion.
- Kredite ziehen moderat an: Ratenkredite im Schnitt +17 Basispunkte, Dispo +9 Basispunkte. Fünf Banken haben den Dispo zum Quartalswechsel um mindestens den vollen EZB-Schritt angehoben.
- Bauzinsen laufen der EZB voraus: Der beste 10-Jahres-Zins stieg von 3,90 auf 4,16 %, obwohl die Bund-Rendite nur um einen Basispunkt zulegte. Bei 300.000 € Darlehen sind das 65 € mehr Rate im Monat.
Inhaltsverzeichnis
Tagesgeld: Nur 5 von 44 Banken geben die EZB-Erhöhung an Bestandskunden weiter
Seit dem 16.09.2026 gilt der höhere Einlagenzins der EZB. Seitdem bekommen Banken für Geld, das sie bei der Zentralbank parken, 2,50 % statt 2,25 %. Unser Tagesgeld-Barometer prüft täglich 44 klassische Tagesgeldkonten. Das Ergebnis nach gut drei Wochen: 5 Anbieter haben den Standardzins für Bestandskunden angehoben, 39 nicht.
Am schnellsten war Trade Republic, das den Guthabenzins vertraglich an den EZB-Satz koppelt und am Tag der Wirksamkeit auf 2,50 % ging. Die Hamburg Direct Bank zog zwei Tage später von 1,50 auf 2,00 % nach, Suresse nach einer Woche von 2,05 auf 2,25 %, BBVA zum 01.10. von 2,25 auf 2,50 %. Der Sprung von Santander (0,30 auf 2,00 %) ist kein Zinsschritt im klassischen Sinn, sondern Teil des Markenwechsels zur Openbank mit neuem Produkt. Die norisbank hebt ihren Dauerzins nur für Kunden mit Girokonto von 2,25 auf 2,50 % an und zählt in unserer Statistik deshalb nicht.
Rechnet man die Erhöhungen über alle 44 Konten, kamen beim durchschnittlichen Bestandskunden 2,8 Basispunkte an, also 11 % des EZB-Schritts (mit dem Santander-Sondereffekt 26 %). Der Durchschnitt aller Standardzinsen stieg von 1,40 auf 1,47 %. Der beste dauerhafte Zins ohne Aktion blieb unverändert bei 3,00 % (Ferratum), gefolgt von Scalable Capital mit 2,60 % und Trade Republic mit 2,50 %.
Lockangebote für Neukunden steigen schneller
Ganz anders sieht es bei den Aktionszinsen aus. 10 Banken haben ihr Neukundenangebot seit dem 16.09. erhöht, 2 haben es gesenkt (Renault Bank direkt von 4,10 auf 3,50 %, Stellantis Direktbank von 3,62 auf 2,35 %), 2 Aktionen liefen aus (Klarna, Deutsche Bank) und die DKB hat eine neue Aktion mit 4,00 % angekündigt, deren Verzinsung erst am 01.11. beginnt. Der Durchschnitt aller 30 aktiven Aktionen kletterte von 3,28 auf 3,44 %, also um 16 Basispunkte und damit mehr als doppelt so stark wie der Dauerzins.
Der höchste Aktionszins liegt seit Erhebungsstart bei 4,25 % (Revolut), allerdings nur mit Kartenumsatz-Pflicht. Ohne solche Bedingungen führt Bigbank mit 4,15 % für vier Monate, vor Ayvens Bank, Chase und Openbank mit je 4,00 %. 26 der 30 Aktionen gelten nur für Neukunden, die typische Laufzeit beträgt vier Monate. Danach fällt der Zins auf den Standardsatz, im Mittel liegen 1,97 Prozentpunkte zwischen Lockangebot und Dauerzins.
Einordnung: Der Median der Reaktionszeit liegt bei 13 Tagen. Wer im Oktober noch keine Erhöhung bekommen hat, wartet vermutlich vergeblich: 26 der 44 Banken haben seit dem 16.09. weder Standard- noch Aktionszins angefasst.
Festgeld: 28 von 49 Banken zahlen mehr, die Kurve bleibt flach steigend
Beim Festgeld kommt die Zinswende am breitesten an. Unser Festgeld-Barometer führt 49 Banken mit Zinsen für 10.000 € Anlage je Laufzeit. 28 davon haben seit dem 11.09. mindestens eine Laufzeit angehoben, 21 blieben unverändert, keine einzige hat per Saldo gesenkt. Die größten Sprünge kamen von Akbank (+140 Basispunkte), Openbank (+100) und DenizBank (+70).
| Laufzeit | Ø 11.09. | Ø 09.10. | Δ | Bestwert 09.10. | Bester Anbieter |
|---|---|---|---|---|---|
| 3 Monate | 2,12 % | 2,23 % | +11 bp | 2,90 % | Bank of Scotland |
| 6 Monate | 2,35 % | 2,43 % | +8 bp | 3,20 % | Isbank AG |
| 12 Monate | 2,66 % | 2,79 % | +13 bp | 3,49 % | Stellantis Direktbank |
| 24 Monate | 2,82 % | 2,98 % | +16 bp | 3,55 % | Stellantis Direktbank |
| 36 Monate | 2,88 % | 3,02 % | +14 bp | 3,50 % | Bigbank |
| 60 Monate | 2,86 % | 3,00 % | +14 bp | 3,60 % | BBVA |
Zwölf Monate bringen im Schnitt 2,79 % (+13 Basispunkte), 24 Monate legten mit +16 Basispunkten am stärksten zu. Eine Inversion, also höhere Zinsen für kurze als für lange Laufzeiten, gibt es weder bei den Bestwerten noch im Durchschnitt: Von 12 auf 60 Monate steigt der Durchschnittszins um 0,21 Prozentpunkte. Die Prämie fürs Festlegen ist also klein, aber sie existiert. Gegenüber dem besten dauerhaften Tagesgeldzins (3,00 %) zahlt der Festgeld-Bestwert über 12 Monate 0,49 Prozentpunkte mehr.
Zur Einordnung der Marktbreite: Die Bundesbank meldet für August 2026 im Neugeschäft 2,28 % bei Laufzeiten bis ein Jahr und 2,72 % über zwei Jahre. Unsere Durchschnitte liegen darüber, weil das Barometer Direktbanken und Auslandsbanken mit überdurchschnittlichen Konditionen stärker gewichtet als der Gesamtmarkt mit Sparkassen und Volksbanken.
Kredite: Ratenkredite +17 Basispunkte, Dispo kostet 7,5-mal so viel wie Tagesgeld bringt
Das Kreditzins-Barometer beobachtet 84 Angebote in vier Segmenten, letzter Lauf am 8. Oktober 2026. Beim Ratenkredit stieg der repräsentative Zweidrittelzins im Schnitt von 8,25 auf 8,41 % (+17 Basispunkte). 11 von 28 Anbietern haben erhöht, kein einziger gesenkt. Besonders deutlich: Deutsche Bank von 8,85 auf 9,71 %, auxmoney von 7,18 auf 8,18 %, Postbank von 9,27 auf 9,67 %. Günstigster Anbieter bleibt die BBBank mit 5,99 %, am teuersten ist die TF Bank mit 17,58 %. Autokredite bewegten sich kaum: +5 Basispunkte im Schnitt auf 7,04 %.
Beim Dispo zeigt sich das typische Muster zum Quartalswechsel. 5 von 24 Banken haben zum 01.10. angehoben, alle um mindestens den EZB-Schritt: PSD Bank Nürnberg und Consorsbank um genau 25 Basispunkte, Volksbank Mittelhessen und Berliner Volksbank um rund 30. Der Sprung der DKB von 8,51 auf 9,66 % enthält eine Quellenkorrektur, der alte Wert stammte aus einem veralteten Preisverzeichnis. Der Durchschnitt aller Dispozinsen liegt jetzt bei 10,98 %, die Spanne reicht von 7,49 % (C24 Bank) bis 15,00 % (Tomorrow). Kreditkarten mit Teilzahlung kosten im Schnitt 21,30 %, 6 von 14 Karten haben den Zins angehoben.
Steigen Kredite schneller als Guthaben?
Die Antwort für diesen Monat lautet: nur gegenüber dem Dauerzins. Der Tagesgeld-Standardzins legte um 7 Basispunkte zu, Ratenkredite um 17, Dispo um 9, Kreditkarten um 11. Festgeld (+13) und Tagesgeld-Aktionen (+16) hielten dagegen mit den Krediten mit oder zogen vorbei. Dass Banken beim Dauerzins zögern und beim Neukundenzins freigiebig sind, ist die eigentliche Schieflage dieses Monats. Die Bundesbank-Daten für August, also noch vor dem EZB-Schritt, zeigen die Marktbreite: Konsumentenkredite mit ein bis fünf Jahren Laufzeit stiegen von Juli auf August um 51 Basispunkte auf 7,53 %, Tagesgeld um einen Basispunkt auf 0,51 %.
Rechenbeispiel: 2.000 € Dispo kosten beim Durchschnittszins von 10,98 % im Jahr 220 € Zinsen. Dieselben 2.000 € bringen auf einem durchschnittlichen Tagesgeldkonto 29 € und beim besten Dauerzins 60 €. Wer gleichzeitig Guthaben parkt und den Dispo nutzt, zahlt den Unterschied aus eigener Tasche.
Bauzinsen: Bestzins 10 Jahre stieg von 3,90 auf 4,16 %, die Bund-Rendite stand still
Bauzinsen hängen nicht am EZB-Einlagenzins, sondern an den Renditen langlaufender Pfandbriefe und Bundesanleihen. Trotzdem war der September teuer: Der beste effektive Zins für zehn Jahre Zinsbindung in unserem Bauzinsen-Tracker stieg von 3,90 % (Interhyp, 11.09.) auf 4,16 % (Dr. Klein, 09.10.), der Durchschnitt der 7 aktuellen Anbieter mit bis zu 80 % Beleihung von 4,16 auf 4,43 %. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen pendelte dagegen zwischen 3,46 und 3,66 % und lag am 08.10. mit 3,54 % praktisch dort, wo sie am 11.09. gestartet war (3,53 %).
Der Aufschlag des Bestzinses über die Bund-Rendite wuchs damit von 0,37 auf 0,62 Prozentpunkte. Banken haben sich also eine höhere Marge genommen, auch weil der September-Durchschnitt der Bund-Rendite mit 3,60 % deutlich über dem Juli (3,18 %) lag und die Konditionstabellen mit Verzögerung nachziehen. Die Bankangebote in unserem Tracker stiegen durchweg: Commerzbank von 4,35 auf 4,54 %, PSD Bank Nord von 4,22 auf 4,64 %, Sparda-Bank Hannover von 4,09 auf 4,41 %. Interhyp meldete für die Woche bis 04.10. einen Topzins von 4,23 %, Dr. Klein erreichte am 29.09. mit 4,29 % den Höchststand und korrigierte danach leicht.
Was das in Euro heißt: Für 300.000 € Darlehen mit 2 % Anfangstilgung steigt die Monatsrate zum Bestzins von 1.475 auf 1.540 €, also um 65 €. Die Bundesbank weist für August 2026 im Neugeschäft mit fünf bis zehn Jahren Zinsbindung 3,81 % aus, ein Wert, der die Erhöhungen des Septembers noch nicht enthält.
Gewinner und Verlierer des Monats
| Bereich | Bewegung nach oben | Bewegung nach unten oder Stillstand |
|---|---|---|
| Tagesgeld Dauerzins | Hamburg Direct Bank +50 bp, Trade Republic +25 bp, BBVA +25 bp, Suresse +20 bp, Openbank (Produktumbau) +170 bp | 39 Banken unverändert, darunter ING, DKB, comdirect, Commerzbank, Consorsbank, C24 |
| Tagesgeld Aktion | Openbank +125 bp, Distingo +65 bp, Bigbank +60 bp, Advanzia +47 bp, Opel Direktbank +43 bp | Stellantis Direktbank −127 bp, Renault Bank direkt −60 bp; Klarna und Deutsche Bank beendet |
| Festgeld | Akbank +140 bp, Openbank +100 bp, DenizBank +70 bp, BBBank +50 bp, Creditplus +49 bp | 21 Banken unverändert, darunter ING, Consorsbank, comdirect, Targobank |
| Ratenkredit | Deutsche Bank +86 bp, auxmoney +100 bp, PSD Bank RheinNeckarSaar +54 bp, DKB +40 bp, Postbank +40 bp | 17 Anbieter unverändert, keine Senkung; günstigster Anbieter BBBank 5,99 % |
| Dispo | Berliner Volksbank +30 bp, Volksbank Mittelhessen +29 bp, Consorsbank +25 bp, PSD Bank Nürnberg +25 bp, DKB (Korrektur) +115 bp | 19 Konten unverändert; günstigster Dispo C24 Bank 7,49 % |
| Bauzinsen 10 J | PSD Bank Nord +42 bp, Sparda Hannover +32 bp, Interhyp +33 bp (Topzins), Commerzbank +19 bp | Bund-Rendite +1 bp; Dr. Klein nach dem Hoch vom 29.09. wieder 4,16 % |
Aus Sparersicht gewinnen diesen Monat vor allem Neukunden und Festgeldanleger. Verlierer sind Bestandskunden bei den großen Direktbanken, die den EZB-Schritt bislang nicht sehen, sowie Baufinanzierer, die ihre Zinsbindung im Oktober abschließen müssen.
Was heißt das für dich?
Tagesgeld wechseln?
Liegt dein Geld bei einer der 39 Banken ohne Erhöhung, bekommst du mit hoher Wahrscheinlichkeit unter 1 % und damit weniger als die aktuelle Inflationsrate von 3,3 % (Destatis, September 2026). Ein Wechsel zu einem Aktionsangebot bringt für vier Monate rund 4,15 %, danach musst du erneut wechseln oder landest beim Standardzins. Bequemer sind Konten mit dauerhaft ordentlichem Zins: Ferratum 3,00 %, Scalable Capital 2,60 % oder Trade Republic 2,50 % mit EZB-Kopplung. Was der Unterschied bei deinem Betrag ausmacht, rechnet der Zinsrechner aus.
Festgeld jetzt?
Mit 3,49 % für zwölf Monate und 3,60 % für fünf Jahre liegt Festgeld rund einen halben Prozentpunkt über dem besten Dauerzins beim Tagesgeld. Weil die Kurve kaum ansteigt, lohnt sich sehr langes Festlegen nur, wenn du mit sinkenden Zinsen rechnest. Die nächsten EZB-Termine sind der 29.10. und der 17.12.2026. Eine Zinstreppe mit 12, 24 und 36 Monaten hält dich beweglich. Wie viel am Ende herauskommt, zeigt der Festgeldrechner.
Dispo ablösen
Bei durchschnittlich 10,98 % Dispozins und 5,99 % für den günstigsten Ratenkredit ist jeder dauerhaft genutzte Dispo ein Verlustgeschäft. Ab etwa 1.000 € Überziehung über mehr als drei Monate lohnt sich die Umschuldung in einen Ratenkredit fast immer. Rechne es mit dem Dispo-Rechner nach, und prüfe im Kreditrechner, was eine feste Rate kostet.
Methodik und Datenbasis
- Datenquelle: eigene tägliche Erhebung direkt auf den Konditionsseiten, Preisaushängen und Pflichtinformationen der Anbieter, ergänzt um Sekundärquellen nur zur Bestätigung einzelner Werte. Jeder Wert trägt Datum und Quell-URL und ist in den vier Barometern einsehbar.
- Anbieterliste: 44 Tagesgeldkonten (ohne Geldmarktfonds-Konstrukte), 49 Festgeldbanken, 84 Kreditangebote (28 Ratenkredite mit Zweidrittelzins, 13 Autokredite ohne modellgebundene Aktionen, 24 Girokonten, 14 Kreditkarten), 10 Baufinanzierer, davon 7 mit aktuellen Konditionen bis 80 % Beleihung.
- Stichtage: Erhebungsstart 11.09.2026 (Kredite 12.09.), EZB-Wirksamkeit 16.09.2026, Reportstichtag 09.10.2026 (Kreditzinsen: 08.10.2026). Vergleich jeweils gleicher Anbieter zu beiden Stichtagen, angekündigte Änderungen mit späterem Datum (DHB Bank ab 12.10.) sind nicht enthalten.
- Kennzahlen: Tagesgeld Standardzins (Bestandskunden) und Aktionszins getrennt; Festgeld für 10.000 € Anlage; Ratenkredit repräsentativer effektiver Jahreszins nach § 17 PAngV; Dispo Sollzins der eingeräumten Überziehung; Baufinanzierung Effektivzins bei 10 Jahren Zinsbindung. 1 Basispunkt (bp) = 0,01 Prozentpunkte.
- Einschränkungen: Einzelne Werte stammen aus Sekundärquellen oder tragen ein Prüfkennzeichen (zum Beispiel Ferratum, Klarna, IKB). Zwei Dispo-Sprünge (DKB, comdirect) enthalten Quellenkorrekturen. Bundesbank-Reihen liegen mit zwei Monaten Verzug vor und bilden den EZB-Schritt noch nicht ab. Die Auswertung ist mit dem Skript analyse.py reproduzierbar.
Quellen
- finanzfacts Tagesgeld-Barometer, Datenstand 09.10.2026
- finanzfacts Festgeld-Barometer, Datenstand 09.10.2026
- finanzfacts Kreditzins-Barometer, Datenstand 08.10.2026
- finanzfacts Bauzinsen-Tracker, Datenstand 09.10.2026
- EZB, Leitzinsen: Beschluss vom 10.09.2026, Einlagenzins 2,50 % ab 16.09.2026
- Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik und Kapitalmarktstatistik (Rendite Bundesanleihen 10 Jahre), Stand August 2026 bzw. 08.10.2026
- Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreisindex September 2026: 3,3 %
Häufige Fragen zum Zins-Report
Warum geben so wenige Banken die EZB-Erhöhung weiter?
Lohnt sich das Hin- und Herwechseln zwischen Aktionszinsen?
Ist Festgeld bei dieser Zinskurve sinnvoll?
Warum steigen Bauzinsen, obwohl die Bund-Rendite stillsteht?
Wie entsteht der Zins-Report und wann kommt der nächste?
Florians Finanz Fazit
Ich hatte nach dem EZB-Schritt mit mehr Bewegung beim Tagesgeld gerechnet. Stattdessen zeigen die Daten das alte Spiel: Neukunden bekommen Aktionszinsen von 4 %, Bestandskunden bei den großen Direktbanken bleiben bei 0,75 bis 1,00 %. Wer sein Geld seit Jahren bei derselben Bank liegen hat, zahlt die Marge für die Lockangebote der anderen.
Meine Konsequenz: Notgroschen auf ein Konto mit dauerhaftem Zins um 2,5 %, planbares Geld in eine Festgeldtreppe über 12 und 24 Monate, und den Dispo gar nicht erst anfassen. Ob die EZB am 29.10. nachlegt, ist offen. Was die Banken daraus machen, lesen wir im nächsten Report.
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