Florian Baumann
Florian Baumann GeprüftAktualisiert: 16. März 2026
PayPal-Gebührenrechner 2026

PayPal-Gebührenrechner

Berechne schnell und präzise, welche PayPal-Gebühren bei deiner Transaktion anfallen – vorwärts und rückwärts.

Dein Ergebnis
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Bruttobetrag
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So viel musst du verlangen
Damit du nach Abzug aller Gebühren genau deinen Wunschbetrag erhältst, muss der Käufer diesen Betrag zahlen:
Notwendiger Bruttobetrag
Alles zu PayPal-Gebühren

Gebührenstruktur, Berechnungsformeln und praktische Tipps für Händler

Grundlagen

Wie funktionieren PayPal-Gebühren?

PayPal berechnet Gebühren grundsätzlich nur dem Empfänger einer Zahlung, nicht dem Sender. Als Käufer zahlst du in der Regel nichts extra. Als Verkäufer oder Händler setzt sich die Gebühr aus zwei Teilen zusammen: einem prozentualen Anteil am Transaktionsbetrag und einer festen Gebühr pro Transaktion.

Die Höhe der Gebühren hängt von mehreren Faktoren ab: der Art der Zahlung (Waren, Dienstleistungen, Spenden), dem Standort von Sender und Empfänger sowie dem monatlichen Transaktionsvolumen bei Händlerkonditionen.

Wichtig: Zahlungen zwischen Privatpersonen innerhalb der EU (Freunde und Familie) sind kostenlos. Gebühren fallen erst bei gewerblichem Zahlungsempfang an.
Gebührenübersicht

Aktuelle PayPal-Gebühren in Deutschland

Die folgende Tabelle zeigt alle relevanten Gebührenmodelle für gewerbliche Zahlungen innerhalb des EWR (Stand 2025/2026):

Gebührenmodell Prozentsatz Festgebühr Voraussetzung
Standard (Waren / Dienstleistungen) 2,49 % 0,35 € Keine
Geschäftliche Zahlung 2,99 % 0,39 € Keine
Händlerkonditionen I 1,99 % 0,35 € 5.001 – 25.000 € Umsatz
Händlerkonditionen II 1,79 % 0,35 € 25.001 – 100.000 € Umsatz
Händlerkonditionen III 1,49 % 0,35 € Über 100.000 € Umsatz
QR-Code-Zahlung 0,90 % 0,00 € Zahlung per QR-Code
Mikrozahlung 4,99 % 0,10 € Lohnt sich unter ca. 11,95 €
Spenden 1,99 % 0,35 € Gemeinnützige Organisationen
Berechnung

Die Berechnungsformeln

Die Vorwärtsberechnung ist einfach: PayPal zieht vom Bruttobetrag die prozentuale Gebühr und die Festgebühr ab.

Gebühr = Brutto * Prozentsatz + Festgebühr
Netto = BruttoGebühr
Brutto = Transaktionsbetrag, Netto = Auszahlungsbetrag an den Empfänger

Für die Rückwärtsrechnung (du möchtest einen bestimmten Nettobetrag erhalten) wird die Formel umgestellt:

Brutto = (Netto + Festgebühr) / (1 – Prozentsatz)
So berechnest du den Betrag, den der Käufer zahlen muss, damit du exakt den Wunschbetrag erhältst.
Praxistipp: Die Rückwärtsrechnung ist besonders nützlich, wenn du die PayPal-Gebühren auf den Käufer umlegen möchtest. Beachte dabei jedoch, dass PayPal in seinen AGB untersagt, Gebühren direkt als Aufschlag an den Käufer weiterzugeben.
Beispielrechnungen

Drei Szenarien im Vergleich

Die folgenden Beispiele zeigen, wie sich die Gebühren bei verschiedenen Beträgen auswirken (Standard-Gebühren, Inland):

Bruttobetrag Prozentgebühr Festgebühr Gesamtgebühr Du erhältst
25,00 € 0,62 € 0,35 € 0,97 € 24,03 €
100,00 € 2,49 € 0,35 € 2,84 € 97,16 €
500,00 € 12,45 € 0,35 € 12,80 € 487,20 €
Erkenntnis: Die Festgebühr von 0,35 € fällt bei kleinen Beträgen stärker ins Gewicht. Bei 25 € macht sie fast 36 % der Gesamtgebühr aus, bei 500 € nur noch 2,7 %.
Internationale Zahlungen

Zusatzgebühren bei Auslandszahlungen

Bei Zahlungen aus dem Ausland fallen zusätzlich zu den normalen Gebühren Auslandsaufschläge an. Eine Inlandstransaktion liegt vor, wenn Sender und Empfänger im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) registriert sind.

Region des Senders Zusatzgebühr Beispiel (100 € Standard)
Deutschland / EWR Kein Aufschlag 2,84 € Gebühr
Großbritannien +1,29 % 4,13 € Gebühr
USA / Kanada +1,99 % 4,83 € Gebühr
Andere Länder +2,99 % 5,83 € Gebühr

Zusätzlich berechnet PayPal bei Währungsumrechnungen einen Aufschlag von rund 4 % auf den Wechselkurs. Es kann daher günstiger sein, die Zahlung in Euro entgegenzunehmen und die Umrechnung extern vorzunehmen.

Praxistipps

So sparst du PayPal-Gebühren

  • QR-Code nutzen: Bei Zahlungen vor Ort ist der QR-Code-Tarif (0,90 %, keine Festgebühr) deutlich günstiger als die Standard-Konditionen.
  • Mikrozahlungstarif prüfen: Für Beträge unter ca. 12 € lohnt sich der Mikrozahlungstarif (4,99 % + 0,10 €), da die niedrigere Festgebühr den höheren Prozentsatz ausgleicht.
  • Händlerkonditionen beantragen: Bei einem monatlichen Umsatz über 5.000 € kannst du bei PayPal gestaffelte Händlerkonditionen beantragen und so bis zu 1 Prozentpunkt sparen.
  • Währungsumrechnung vermeiden: Nimm Zahlungen wenn möglich in Euro an. Die PayPal-interne Umrechnung kostet bis zu 4 % Aufschlag.
  • Rechnungsbetrag anpassen: Nutze die Rückwärtsrechnung, um die Gebühren in deinen Verkaufspreis einzukalkulieren.
  • Alternativen vergleichen: Für manche Geschäftsmodelle sind Anbieter wie Stripe, Klarna oder klassische Banküberweisung günstiger.
Vergleich

Standard vs. Mikrozahlung – Wann lohnt sich was?

Der Mikrozahlungstarif hat einen höheren Prozentsatz (4,99 % statt 2,49 %), dafür aber eine deutlich niedrigere Festgebühr (0,10 € statt 0,35 €). Der Break-Even liegt bei etwa 11,95 €:

Betrag Standard (2,49 % + 0,35 €) Mikro (4,99 % + 0,10 €) Besser
2,00 € 0,40 € 0,20 € Mikro spart 0,20 €
5,00 € 0,47 € 0,35 € Mikro spart 0,12 €
10,00 € 0,60 € 0,60 € Gleichstand
15,00 € 0,72 € 0,85 € Standard spart 0,13 €
25,00 € 0,97 € 1,35 € Standard spart 0,38 €
Häufige Fragen

FAQ zu PayPal-Gebühren

Wer zahlt die PayPal-Gebühren – Käufer oder Verkäufer?
Die Gebühren werden immer vom Verkäufer bzw. Zahlungsempfänger getragen. Der Käufer zahlt den vollen Betrag, PayPal zieht die Gebühren vom empfangenen Betrag ab, bevor er dem Verkäufer gutgeschrieben wird.
Fallen Gebühren an, wenn ich Geld an Freunde sende?
Innerhalb der EU sind Zahlungen an Freunde und Familie kostenlos, sofern kein Kreditkarte als Zahlungsquelle genutzt wird und keine Währungsumrechnung stattfindet. Bei Zahlungen außerhalb der EU können Gebühren anfallen.
Was ist die Rückwärtsrechnung und wofür brauche ich sie?
Die Rückwärtsrechnung berechnet, welchen Bruttobetrag du verlangen musst, damit nach Abzug aller PayPal-Gebühren genau der gewünschte Nettobetrag bei dir ankommt. Beispiel: Du möchtest 100 € netto erhalten – der Rechner sagt dir, dass du 102,92 € verlangen musst (bei Standard-Konditionen).
Darf ich die PayPal-Gebühren auf den Käufer umlegen?
Laut den PayPal-Nutzungsbedingungen ist es nicht gestattet, einen Aufschlag speziell für die PayPal-Gebühren zu erheben. Du darfst die Gebühren aber in deinen regulären Verkaufspreis einkalkulieren. Viele Händler nutzen dafür die Rückwärtsrechnung.
Wie bekomme ich die günstigeren Händlerkonditionen?
PayPal bietet gestaffelte Händlerkonditionen ab einem monatlichen Umsatzvolumen von 5.001 € an. Die Beantragung erfolgt über dein PayPal-Geschäftskonto. Seit Mitte 2020 schließt PayPal allerdings keine neuen individuellen Händlervereinbarungen mehr ab – die Staffelung gilt nur noch für bestehende Vereinbarungen.
Wann ist der QR-Code-Tarif sinnvoll?
Der QR-Code-Tarif (0,90 %, keine Festgebühr) ist ideal für stationäre Geschäfte, Marktverkäufer oder Dienstleister, die Zahlungen vor Ort entgegennehmen. Er ist bei jedem Betrag günstiger als der Standard-Tarif und besonders attraktiv für kleinere Beträge.
Was kostet eine Rückerstattung über PayPal?
Bei einer Rückerstattung erstattet PayPal die prozentuale Gebühr zurück, behält aber die Festgebühr (z. B. 0,35 €) ein. Bei einem Standardverkauf von 100 € würdest du also 0,35 € durch die Rückerstattung verlieren.
Gibt es eine monatliche Grundgebühr für PayPal?
Nein, PayPal erhebt keine monatliche Grundgebühr oder Einrichtungsgebühr. Kosten entstehen ausschließlich pro Transaktion beim Zahlungsempfang. Das PayPal-Geschäftskonto ist ebenfalls kostenlos.
Wie wird der Währungsumrechnungskurs berechnet?
PayPal verwendet einen eigenen Wechselkurs, der in der Regel einen Aufschlag von etwa 3 bis 4 % über dem Marktmittelkurs enthält. Du kannst diesen Aufschlag vermeiden, indem du Zahlungen in Euro entgegennimmst oder die Umrechnung über deine eigene Bank abwickelst.
Sind die Gebühren in den gezeigten Beträgen bereits inkl. MwSt.?
Ja, die PayPal-Gebühren für den Zahlungsempfang verstehen sich inklusive Umsatzsteuer. PayPal weist die Umsatzsteuer auf den Gebühren jedoch separat in der Transaktionsübersicht aus, sodass du sie als Vorsteuer geltend machen kannst, wenn du vorsteuerabzugsberechtigt bist.