Vermögensaufbau

Dividendenrechner

Berechne, wie sich dein Vermögen und dein passives Einkommen durch Dividenden und den Zinseszinseffekt über die Jahre entwickeln.

Deine Anlagedaten
Dein Ergebnis nach 15 Jahren
Dividende / Monat im letzten Jahr
305 €
Endkapital gesamt
111.729 €
Eigene Einzahlungen 55.000 €
Erhaltene Dividenden 26.780 €
Reine Kursgewinne 29.950 €
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Kurz gesagt

Mit 10.000 € Startkapital und 250 € Sparrate im Monat wächst dein Depot bei 3,5 % Dividendenrendite und 4,0 % Kursentwicklung in 15 Jahren auf 111.729 €. Davon zahlst du 55.000 € selbst ein, 26.780 € stammen aus Dividenden. Im letzten Jahr bringen dir die Dividenden rund 305 € pro Monat, gerechnet mit Reinvestition und ohne Steuern.

Beispielrechnung: Dividenden-Depot mit Sparplan

Alle Fälle mit 3,5 % Dividendenrendite, 4,0 % Kursentwicklung p. a., reinvestierten Dividenden und ohne Steuern.

Start / SparrateDauerEndkapitalErhaltene DividendenDividende pro Monat im letzten Jahr
0 € / 100 €15 Jahre32.740 €6.962 €89 €
10.000 € / 250 €15 Jahre111.729 €26.780 €305 €
10.000 € / 500 €15 Jahre193.580 €44.185 €528 €
50.000 € / 500 €20 Jahre487.214 €149.668 €1.340 €
10.000 € / 250 €25 Jahre276.023 €90.130 €759 €

Konstante Rendite und jährliche Vereinfachung, ohne Abgeltungssteuer. Stand Oktober 2026. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

Wissen: Dividendenstrategie

So baust du dir ein passives Einkommen mit Aktien und ETFs auf

Grundlagen

Was sind Dividenden?

Eine Dividende ist die Gewinnausschüttung eines Unternehmens an seine Aktionäre. Wenn ein Unternehmen Gewinne erwirtschaftet, kann es entscheiden, einen Teil davon im Unternehmen zu behalten (für Investitionen) und den anderen Teil an die Besitzer (die Aktionäre) auszuzahlen. Für Anleger ist dies eine Form von passivem Einkommen, das direkt auf das Verrechnungskonto fließt.

Wie viel ein Unternehmen ausschüttet, entscheidet die Hauptversammlung jedes Jahr neu. Die Kennzahl dafür ist die Dividendenrendite: Sie setzt die jährliche Ausschüttung ins Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs. Zahlt eine Aktie mit Kurs 100 € eine Dividende von 3,50 €, liegt die Dividendenrendite bei 3,5 %.

Berechnung

Dividendenrendite berechnen: so rechnet der Dividendenrechner

Der Rechner simuliert dein Depot Jahr für Jahr: Deine Sparraten fließen ins Depot, auf das vorhandene Kapital erhältst du die eingestellte Dividendenrendite als Ausschüttung, und zusätzlich wächst dein Bestand mit der Kursentwicklung. Hast du das Reinvestieren aktiviert, wandern die Ausschüttungen direkt zurück ins Depot und erwirtschaften ab dann selbst Dividenden und Kursgewinne.

Jährliche Dividende = Depotwert × Dividendenrendite
Netto-Dividende = Jährliche Dividende × (1 − 26,375 % Steuersatz, optional)

Der Steuerabzug greift nur, wenn du den Haken bei „Steuern abziehen“ setzt.

Das Ergebnis zeigt dir drei Bausteine getrennt an: deine eigenen Einzahlungen, die Summe aller erhaltenen Dividenden und die reinen Kursgewinne. So siehst du auf einen Blick, welcher Anteil deines Endkapitals aus eigener Sparleistung stammt und welchen Teil der Markt für dich erledigt hat.

Erfolgsfaktor

Die Magie des Reinvestierens

Der Zinseszinseffekt ist der stärkste Hebel beim Vermögensaufbau. Wenn du die ausgeschütteten Dividenden nicht ausgibst, sondern sofort wieder in neue Aktien oder ETFs investierst, erhältst du im nächsten Jahr nicht nur Dividenden auf dein ursprünglich eingezahltes Kapital, sondern auch auf die bereits reinvestierten Dividenden.

Pro-Tipp: Probiere es im Rechner aus! Nimm den Haken bei „Dividenden reinvestieren“ heraus und sieh dir an, wie stark das Endkapital und die spätere monatliche Dividende bei langen Laufzeiten schrumpfen.

Wie stark der Effekt über Jahrzehnte wirkt, kannst du auch im Zinseszinsrechner nachvollziehen. Die Mechanik ist identisch: Erträge, die im Depot bleiben, arbeiten ab sofort mit.

Kapitalbedarf

Wie viel Kapital brauchst du für deine Wunschdividende?

Du kannst die Dividendenstrategie auch von hinten rechnen: Lege eine monatliche Wunschdividende fest und ermittle daraus das nötige Depotvolumen. Die Formel dafür ist simpel:

Benötigtes Kapital = Wunschdividende pro Jahr ÷ Dividendenrendite

Bei einer Dividendenrendite von 3,5 % ergeben sich diese Größenordnungen:

Wunschdividende pro Monat Nötiges Kapital (vor Steuern) Nötiges Kapital (nach Abgeltungssteuer)
100 € ca. 34.300 € ca. 46.600 €
250 € ca. 85.700 € ca. 116.400 €
500 € ca. 171.400 € ca. 232.800 €
1.000 € ca. 342.900 € ca. 465.700 €

Annahme: 3,5 % Dividendenrendite, voller Steuersatz von 26,375 %, Sparer-Pauschbetrag nicht eingerechnet.

Die Zahlen wirken hoch, aber genau hier setzt der Rechner oben an: Mit Startkapital, Sparrate und Zeit kannst du durchspielen, wann dein Depot diese Schwellen erreicht.

Einordnung

Welche Dividendenrendite ist realistisch?

Die Dividendenrendite hängt stark davon ab, worin du investierst. Diese Spannen geben dir eine grobe Orientierung:

Anlage Typische Dividendenrendite p.a.
Welt-ETF (z. B. MSCI World, ausschüttend) ca. 1,5 bis 2 %
Deutsche Standardwerte (DAX) ca. 2 bis 4 %
Dividenden-ETFs ca. 3 bis 5 %
REITs und Immobilienaktien ca. 4 bis 6 %
Vorsicht Dividendenfalle: Renditen deutlich über 7 bis 8 % sind häufig ein Warnsignal. Oft ist der Kurs eingebrochen, während die alte Dividende rechnerisch noch hoch aussieht, oder das Unternehmen schüttet mehr aus, als es verdient. Prüfe daher immer, ob die Ausschüttung aus dem laufenden Gewinn gedeckt ist.
Steuern

So besteuert Deutschland deine Dividenden

Dividenden zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese vier Regeln entscheiden, wie viel netto bei dir ankommt:

  • Abgeltungssteuer: Pauschal 25 % plus Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 %. Kirchensteuer kommt gegebenenfalls obendrauf. Dein deutscher Broker führt die Steuer automatisch ab.
  • Sparer-Pauschbetrag: 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr bleiben steuerfrei, bei zusammenveranlagten Paaren 2.000 €. Richte dafür einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker ein, sonst verschenkst du bares Geld.
  • Teilfreistellung bei ETFs: Ausschüttungen von Aktien-ETFs mit mindestens 51 % Aktienquote sind zu 30 % steuerfrei. Effektiv zahlst du auf ETF-Dividenden also nur rund 18,5 % statt 26,375 %.
  • US-Quellensteuer: Auf Dividenden von US-Aktien behalten die USA 15 % ein. Dein Broker rechnet diesen Betrag in der Regel automatisch auf die deutsche Abgeltungssteuer an.

Der Rechner oben arbeitet zur Vereinfachung mit dem vollen Steuersatz von 26,375 %. Mit Pauschbetrag und Teilfreistellung fällt deine reale Steuerlast meist niedriger aus.

Strategie

Dividenden-ETF oder Einzelaktien?

Für den Aufbau eines Dividenden-Depots gibt es zwei Wege, und beide haben ihre Berechtigung:

  • Dividenden-ETFs streuen dein Geld über hunderte Unternehmen. Kürzt ein einzelner Konzern seine Ausschüttung, fällt das im Gesamtkorb kaum auf. Du brauchst weder Bilanzanalyse noch laufende Überwachung, zahlst dafür aber eine jährliche Fondsgebühr von meist 0,2 bis 0,5 %.
  • Einzelaktien kosten nach dem Kauf keine laufenden Gebühren und du bestimmst selbst, welche Unternehmen in dein Depot kommen. Dafür trägst du das Klumpenrisiko: Streicht einer deiner zehn Werte die Dividende, fehlt sofort ein spürbarer Teil deines Einkommens.
  • Die Mischung funktioniert ebenfalls: Ein breiter ETF als Basis, ergänzt um eine Handvoll Qualitätsaktien mit langer Dividendenhistorie.

Für Einsteiger ist der ETF-Weg meist die bessere Wahl. Was ETFs ausmacht und worauf du bei der Auswahl achten solltest, erklärt unser ETF-Wiki. Ein günstiges Depot findest du im Neobroker-Vergleich.

Häufige Fragen

FAQ zur Dividendenberechnung

Wie werden die Steuern in diesem Rechner behandelt?
Wenn du den Haken bei „Steuern abziehen“ setzt, zieht der Rechner von jeder jährlichen Ausschüttung pauschal 26,375 % ab (Kapitalertragsteuer + Solidaritätszuschlag). Steuerfreibeträge (wie der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr) werden zur Vereinfachung hier nicht berücksichtigt. In der Realität hast du also anfangs sogar etwas mehr Netto vom Brutto, solange du unter dem Freibetrag liegst.
Was bedeutet „Kursentwicklung p.a.“?
Unternehmen zahlen nicht nur Dividenden, sondern der Wert ihrer Aktien steigt im Idealfall auch über die Jahre (Kursgewinn). Ein solider, weltweiter Dividenden-ETF hat historisch gesehen neben ca. 2-4 % Dividendenrendite oft noch ein Kursgewinn-Wachstum von 3-5 % pro Jahr erzielt.
Ist die monatliche Dividende garantiert?
Nein, Dividenden sind nicht garantiert und können von Unternehmen gekürzt oder gestrichen werden (z. B. in Wirtschaftskrisen). Um das Risiko zu minimieren, setzen viele Anleger auf breit gestreute Dividenden-ETFs statt auf Einzelaktien. Zudem schütten deutsche Unternehmen meist nur einmal im Jahr aus, amerikanische oft vierteljährlich. Der Rechner zeigt dir zur besseren Planung den monatlichen Durchschnitt an.
Reicht eine Dividendenstrategie für die finanzielle Freiheit?
Das hängt allein von deinem Kapital ab. Wer 2.000 € Dividende im Monat möchte, braucht bei 3,5 % Rendite ein Depot von rund 686.000 € vor Steuern. Das ist erreichbar, erfordert aber Jahrzehnte konsequenten Sparens oder ein hohes Startkapital. Wie viel Vermögen du insgesamt für deinen Lebensstil brauchst, kannst du im Rechner zur finanziellen Freiheit ermitteln.
Florians Finanz Fazit

Dividenden sind Motivation, keine Extra-Rendite

Rein rechnerisch ist eine Dividende kein Geschenk: Am Ausschüttungstag sinkt der Kurs um genau diesen Betrag. Was zählt, ist die Gesamtrendite aus Kursgewinnen und Ausschüttungen. Wer nur auf hohe Dividendenrenditen schielt, kauft sich schnell schwächelnde Unternehmen ins Depot.

Trotzdem halte ich die Dividendenstrategie für viele Anleger für sinnvoll, und zwar aus einem psychologischen Grund: Regelmäßige Zahlungseingänge halten dich bei der Stange. Wer jeden Monat Geld aufs Konto bekommt, verkauft im Crash seltener in Panik. Diese Disziplin ist mehr wert als der letzte Zehntelprozentpunkt Rendite.

Mein Vorschlag: In der Ansparphase fährst du mit einem breiten, thesaurierenden Welt-ETF steuerlich meist effizienter. Rechne das im Zinseszinsrechner durch. Auf Ausschütter umstellen kannst du später immer noch, wenn du vom Depot leben willst.

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Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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