Immobilienrecht & Finanzen

Mieterhöhung Rechner

Berechne rechtssicher die neue Kaltmiete oder nutze die manuelle Prognose für die nächsten Jahre.

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2. Basisdaten
Spezifische Daten (Mietspiegel)
Ergebnis der nächsten Erhöhung (Jahr 1)
Neue Kaltmiete mtl.
960,00 €
Errechnete Erhöhung mtl.
+ 160,00 €
Bisherige Miete 800,00 €
Neuer Quadratmeterpreis 12,00 € / m²
Prozentuale Steigerung +20,00 %
Mietkostenverlauf & Prognose
Prognose
Grundmiete
Erhöhung
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Kurz gesagt

Bei 800 € Kaltmiete für 80 m² und einer ortsüblichen Vergleichsmiete von 13,50 € pro m² darf dein Vermieter die Miete im ersten Schritt höchstens auf 960,00 € anheben, also um 160,00 € oder 20 %. Die Grenze setzt die Kappungsgrenze von 20 % in drei Jahren; gilt in deiner Stadt die abgesenkte Grenze von 15 %, sind es höchstens 920,00 €. Der Rechner prüft außerdem Erhöhungen nach Modernisierung und bei Indexmiete.

Beispielrechnung: Mieterhöhung bis zur Vergleichsmiete

Erhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete laut Mietspiegel, begrenzt durch die Kappungsgrenze in drei Jahren.

Bisherige KaltmieteWohnflächeVergleichsmiete pro m²KappungsgrenzeNeue Kaltmiete
600 €60 m²11,00 €20 %660,00 € (+10,00 %)
800 €80 m²13,50 €20 %960,00 € (+20,00 %)
800 €80 m²13,50 €15 %920,00 € (+15,00 %)
1.000 €80 m²15,00 €20 %1.200,00 € (+20,00 %)

Vereinfachte Prüfung der Obergrenzen, Stand Oktober 2026. Keine Rechtsberatung. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

Wissen: Mieterhöhung nach BGB

Die 3 Wege, wie Vermieter die Kaltmiete rechtssicher anpassen können

Der Standardfall

1. Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 BGB)

Dies ist die häufigste Form der Mieterhöhung. Der Vermieter darf die Miete erhöhen, wenn sie unter den Preisen des örtlichen Mietspiegels liegt. Dabei gibt es jedoch strikte Schutzregeln (Kappungsgrenze) für den Mieter:

  • 15-Monats-Frist: Die Miete muss zum Zeitpunkt der Erhöhung bereits 15 Monate unverändert geblieben sein (Sperrfrist). Das Erhöhungsschreiben darf frühestens nach 12 Monaten verschickt werden. Im Diagramm simuliert der Rechner diese Regel, indem Erhöhungen stets im 3-Jahres-Takt vorgenommen werden.
  • Kappungsgrenze (Wichtig!): Die Miete darf innerhalb von drei Jahren um maximal 20 % steigen. In Städten mit Wohnraummangel (wie München, Berlin, Hamburg) gilt eine verschärfte Kappungsgrenze von nur 15 %. Selbst wenn der Mietspiegel mehr hergeben würde, greift die Grenze!
Renovierung & Umbau

2. Modernisierungsumlage (§ 559 BGB)

Baut der Vermieter einen Aufzug ein, erneuert die Dämmung oder rüstet den Balkon nach, darf er die Kosten auf den Mieter umlegen. Reine Instandhaltungen (z. B. kaputte Heizung tauschen) zählen nicht dazu!

  • Es dürfen maximal 8 % der Modernisierungskosten pro Jahr auf die Jahresmiete aufgeschlagen werden.
  • Harte Kappungsgrenze (seit 2019): Die Miete darf sich durch die Modernisierung innerhalb von 6 Jahren um maximal 3,00 € pro Quadratmeter erhöhen. Wenn die bisherige Miete unter 7,00 €/m² lag, darf sie sogar nur um maximal 2,00 €/m² steigen.
Inflation

3. Indexmiete (VPI)

Bei der Indexmiete wird im Mietvertrag vereinbart, dass die Miete an die Inflation (den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes) gekoppelt ist.

Steigen die Lebenshaltungskosten (VPI) um z. B. 6 %, darf die Kaltmiete ebenfalls um exakt 6 % erhöht werden. Geplant ist ein Deckel: In angespannten Wohnlagen sollen Vermieter den Teil der Steigerung, der über 3,0 % im Jahr liegt, nur noch zur Hälfte weitergeben dürfen. Der Gesetzentwurf (Drucksache 21/6807) ist noch nicht beschlossen, der Rechtsausschuss des Bundestags hat ihn am 14. Oktober 2026 in einer Anhörung beraten. Der Vorteil für Mieter: Andere Erhöhungsarten (wie die ortsübliche Vergleichsmiete) sind bei einem Indexmietvertrag komplett ausgeschlossen! Lediglich nach sehr spezifischen staatlichen Modernisierungen darf noch erhöht werden.

Häufige Fragen

FAQ zur Mieterhöhung

Wie funktioniert die Prognose im Diagramm?
Der Rechner projiziert die gesetzlichen Grenzen in die Zukunft. Bei der „Vergleichsmiete“ wendet er alle 3 Jahre die gewählte Kappungsgrenze an, bis der Mietspiegel-Wert erreicht ist. Bei der „Indexmiete“ wird nach der initialen Anpassung (durch den VPI) jedes Folgejahr mit der „Angenommenen Inflation“ hochgerechnet.
Muss ich der Erhöhung zustimmen?
Ja, bei der ortsüblichen Vergleichsmiete muss der Vermieter dich zur Zustimmung auffordern. Du hast nach Zugang des Schreibens bis zum Ende des übernächsten Monats Zeit (Überlegungsfrist). Stimmst du nicht zu, obwohl die Erhöhung rechtmäßig ist, kann dich der Vermieter auf Zustimmung verklagen. Bei Modernisierungen und Indexmieten ist keine Zustimmung nötig.
Zählen Quadratmeter oder Personen?
Die Kaltmieten-Erhöhung berechnet sich ausschließlich nach der exakten Wohnfläche in Quadratmetern. Maßgeblich ist immer die tatsächliche Wohnfläche, auch wenn sie nur geringfügig von der im Mietvertrag angegebenen abweicht (BGH, Urteil vom 18.11.2015, VIII ZR 266/14). Die Kappungsgrenze gilt trotzdem.
AnzeigeRecht bekommen
Anwaltskosten absichernEine Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten, etwa im Arbeits- oder Mietrecht. Meist gilt eine Wartezeit von drei Monaten.

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Quellen
Quellen und rechtliche Grundlagen

Alle Quellen zuletzt geprüft am 9. Oktober 2026.

Florian Baumann, Gründer von finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de zeigt er dir den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor.

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Jeden Rechner baut Florian selbst, jede Zahl prüft er gegen die amtliche Quelle, KI hilft nur beim Entwurf und beim Nachrechnen. Wie das genau abläuft, steht unter So entstehen die Inhalte.

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