Rabattrechner
Berechne deinen Endpreis und deine Ersparnis, ob als Prozentsatz oder als fester Betrag. Sofort, ohne Registrierung.
Wie Rabatte wirklich funktionieren
Formeln, Beispiele und worauf du beim nächsten Sale achtest.
Was ein Rabatt wirklich bedeutet
Ein Rabatt ist eine prozentuale oder absolute Minderung des Listenpreises. Händler nutzen ihn, um Lager zu räumen oder Kunden zu gewinnen. Für dich zählt nur, ob der ursprüngliche Preis wirklich so verlangt wurde oder kurz vor dem Sale künstlich angehoben wurde.
Seit Mai 2022 schützt dich die 30-Tage-Regel. Bei einer Preisermäßigung muss der Händler den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenz angeben. Das steht in Paragraf 11 der Preisangabenverordnung.
Die Rabattformeln Schritt für Schritt
Alle Wege des Rechners beruhen auf vier Größen: Originalpreis P, Rabattsatz r, Rabattbetrag R und Endpreis E.
E = P – R = P × (1 – r / 100)
r = (R / P) × 100
P = E / (1 – r / 100)Beispiel: 250 € minus 30 Prozent. R = 75 €, E = 175 €.
Typische Rabattstaffeln im Vergleich
| Originalpreis | Rabatt | Ersparnis | Endpreis |
|---|---|---|---|
| 99 € | 20 % | 19,80 € | 79,20 € |
| 199 € | 25 % | 49,75 € | 149,25 € |
| 499 € | 30 % | 149,70 € | 349,30 € |
| 1.200 € | 40 % | 480,00 € | 720,00 € |
Je höher der Ausgangspreis, desto größer der absolute Effekt. 10 Prozent auf 2.000 € sind 200 €, auf 20 € nur 2 €.
Worauf du beim Rabattkauf achtest
- Prüfe den Referenzpreis. Tools wie idealo oder Camelcamelcamel zeigen die echte Preisentwicklung.
- Vergleiche mehrere Anbieter. Ein Coupon auf einen hohen Preis kann teurer sein als der Normalpreis der Konkurrenz.
- Rechne Versandkosten immer in den Gesamtpreis ein.
- Kombiniere Cashback-Portale, die zusätzlich ein paar Prozent zurückzahlen.
Streichpreise und UVP: Das ist erlaubt
Bei jeder Preisermäßigung muss der Händler dir den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage nennen (§ 11 PAngV). Der Rabatt darf sich nur auf diesen Bestpreis beziehen. Ein Trick wie erst hochsetzen, dann groß reduzieren funktioniert damit rechtlich nicht mehr. Zwei Ausnahmen gibt es: individuell ausgehandelte Nachlässe und schnell verderbliche Waren.
Anders liegt der Fall bei der UVP, der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers. Ein Vergleich mit der UVP bleibt zulässig, solange sie aktuell und ernsthaft ist. Weil viele Produkte dauerhaft deutlich unter UVP verkauft werden, wirken solche Rabatte oft größer, als sie sind. Vergleiche deshalb immer mit dem echten Marktpreis, nicht mit der Preisempfehlung. Führt eine Werbung dich gezielt in die Irre, verstößt sie gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).
Skonto: der unterschätzte Rabatt
Im Geschäftsalltag versteckt sich der lukrativste Nachlass oft in der Zahlungsbedingung. Ein typisches Beispiel: 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, sonst 30 Tage netto. Die 2 % klingen klein, entsprechen aber aufs Jahr gerechnet rund 36,7 % Verzinsung, weil du für nur 20 Tage früheres Zahlen belohnt wirst.
Die Faustregel: Skonto ziehst du praktisch immer, notfalls sogar mit einem kurzfristigen Kontokorrentkredit, solange dessen Zins deutlich unter dem Skonto-Jahreszins liegt. Die genauen Werte für deine Rechnung liefern der Skonto-Rechner und der Zahlungsziel-Rechner.
Häufige Fragen
Wie berechne ich den Originalpreis aus Endpreis und Rabattsatz?+
Teile den Endpreis durch eins minus den Rabattsatz. Beispiel: Endpreis 140 €, Rabatt 30 Prozent, also 140 geteilt durch 0,70 ergibt 200 €. Im Rechner wählst du dafür den Modus Endpreis bekannt.
Was ist der Unterschied zwischen Rabatt und Skonto?+
Beides sind Nachlässe, aber mit anderem Auslöser. Den Rabatt bekommst du für eine Bedingung wie Menge oder Aktionszeitraum. Skonto erhältst du für schnelle Zahlung, klassisch 2 Prozent bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen.
Zieht sich der Rabatt von der Brutto- oder Nettosumme ab?+
Im Privatkundenbereich immer vom Bruttopreis inklusive Mehrwertsteuer. Im Geschäftskundenbereich gilt der Rabatt oft auf den Nettobetrag, und die Mehrwertsteuer kommt auf den reduzierten Betrag obendrauf.
Kann ich mehrere Rabatte kombinieren?+
Ja, aber sie addieren sich nicht. 20 Prozent und danach 10 Prozent ergeben nicht 30, sondern 28 Prozent. Der zweite Rabatt wirkt auf den bereits reduzierten Preis. Rechne gestaffelte Rabatte deshalb nacheinander.
Sind Aktionen mit „bis zu 70 % Rabatt“ seriös?+
Rechtlich zulässig sind sie, wenn tatsächlich ein relevanter Teil der Ware so stark reduziert ist. In der Praxis betrifft der Maximalrabatt oft nur wenige Restposten, der Rest liegt bei 10 bis 20 Prozent. Prüfe deshalb den konkreten Artikelpreis gegen den 30-Tage-Bestpreis und den üblichen Marktpreis, nicht die Plakatzahl.
Lohnt es sich, Skonto zu ziehen?+
Fast immer. Schon 2 Prozent Skonto für 20 Tage frühere Zahlung entsprechen einer Jahresverzinsung von rund 36,7 Prozent. Kein Tagesgeldkonto bringt dir auch nur annähernd so viel. Nur wenn du das Geld gar nicht hast und teuer nachfinanzieren müsstest, rechnet sich das Warten bis zum Zahlungsziel.
Nicht der Rabattsatz entscheidet, sondern der absolute Betrag
Ein Sale mit 50 Prozent klingt eindrucksvoll. Aber 50 Prozent auf ein Produkt, das du nie gebraucht hättest, sind keine Ersparnis, sondern eine Ausgabe. Der Rechner zeigt dir den nüchternen Zahlenwert, die Kaufentscheidung triffst du.
Meine Faustregel: Unter 15 Prozent lohnt ein Kauf selten. Ab 25 Prozent lohnt der genauere Blick. Prüfe immer den Referenzpreis, denn auch nach der 30-Tage-Regel hilft ein kurzer Check bei idealo oder Google Shopping.

