Rabattrechner – Endpreis und Ersparnis berechnen
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Rabattrechner

Berechne deinen Endpreis und deine Ersparnis – ob als Prozentsatz oder als fester Betrag. Sofort, ohne Registrierung.

%
Endpreis
nach Rabatt
Ersparnis
gegenüber Originalpreis
Rabatt
Prozentsatz
Du zahlst
80 %
Du sparst
20 %

Wie Rabatte wirklich funktionieren

Formeln, Beispiele und worauf du beim nächsten Sale achten solltest.

Grundlagen

Was bedeutet ein Rabatt eigentlich?

Ein Rabatt ist eine prozentuale oder absolute Preisminderung auf den Listenpreis. Händler setzen Rabatte ein, um Lagerbestände abzubauen, Kunden zu gewinnen oder saisonale Aktionen zu vermarkten. Für dich als Käufer ist entscheidend, ob der ursprüngliche Preis tatsächlich so regulär angeboten wurde oder ob er kurz vor dem Sale künstlich angehoben wurde.

In Deutschland schützt das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) Verbraucher vor irreführenden Preisangaben. Seit 2022 müssen Händler bei Preisreduktionen den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Referenzpreis angeben. Falls du Mehrwertsteuer gesondert herausrechnen willst, hilft dir unser Mehrwertsteuerrechner.

Tipp: Notiere dir den Preis eines Produkts mindestens 30 Tage vor einem geplanten Sale. So erkennst du, ob die ausgerufene Ersparnis real ist.
Berechnung

Die Rabattformel Schritt für Schritt

Alle drei Berechnungswege, die der Rechner oben unterstützt, basieren auf denselben vier Grundwerten: Originalpreis (P), Rabattsatz (r), Rabattbetrag (R) und Endpreis (E).

Rabattbetrag: R = P × r / 100
Endpreis: E = P − R = P × (1 − r / 100)
Rabattsatz aus Betrag: r = (R / P) × 100
Originalpreis aus Endpreis: P = E / (1 − r / 100)

P = Originalpreis, r = Rabattsatz in %, R = Rabattbetrag, E = Endpreis

Rechenbeispiel: Ein Jackett kostet 250 €, du bekommst 30 % Rabatt. Rabattbetrag = 250 × 30 / 100 = 75 €. Endpreis = 250 − 75 = 175 €. Wenn du nur den Endpreis von 175 € und den Rabattsatz von 30 % kennst, ergibt sich der Originalpreis: 175 / (1 − 0,30) = 250 €.

Beispiele

Typische Rabattstaffeln im Vergleich

Wie viel du bei verschiedenen Ausgangspreisen und Rabattsätzen tatsächlich sparst:

Originalpreis Rabatt Ersparnis Endpreis
50 € 10 % 5,00 € 45,00 €
99 € 20 % 19,80 € 79,20 €
199 € 25 % 49,75 € 149,25 €
499 € 30 % 149,70 € 349,30 €
1.200 € 40 % 480,00 € 720,00 €
2.999 € 50 % 1.499,50 € 1.499,50 €

Ab 25 % Rabatt wird ein Kauf schnell interessant. Bei 50 % zahlst du exakt die Hälfte. Wichtig: Je höher der Ausgangspreis, desto größer ist der absolute Effekt. 10 % auf 2.000 € sind 200 €, auf 20 € dagegen nur 2 €.

Praxistipps

Worauf du beim Rabattkauf achten solltest

Nicht jeder ausgerufene Rabatt ist ein echter Vorteil. Diese Punkte helfen dir, seriöse Angebote von Scheinrabatten zu unterscheiden:

  • Referenzpreis prüfen: Seit der Omnibus-Richtlinie 2022 muss der Referenzpreis der niedrigste Preis der letzten 30 Tage sein. Preisvergleichstools wie Camelcamelcamel (Amazon) oder idealo.de zeigen die Preisentwicklung.
  • Mehrere Anbieter vergleichen: Auch mit Rabatt kann ein Konkurrent günstiger sein. Ein 20-%-Coupon auf 120 € ist teurer als der Normalpreis von 85 € beim Mitbewerber.
  • Versandkosten einkalkulieren: Ein freier Versand ab 50 € Bestellwert kann dazu verleiten, mehr zu kaufen als geplant. Rechne den Versand immer in den Gesamtpreis.
  • Staffelrabatte kennen: Viele B2B-Händler und Online-Shops bieten Mengenrabatte. Wer mehrere Artikel kauft, erhält oft 5 bis 15 % zusätzlich.
  • Cashback kombinieren: Portale wie Shoop oder Igraal zahlen zusätzlich 1 bis 8 % zurück. Das summiert sich auf größere Bestellungen zu messbaren Beträgen.
FAQ

Häufige Fragen zum Rabattrechner

Wie berechne ich den Originalpreis, wenn ich nur Endpreis und Rabattsatz kenne?
Nutze den Modus „Endpreis bekannt“ im Rechner oben. Die Formel lautet: Originalpreis = Endpreis / (1 − Rabattsatz / 100). Beispiel: Endpreis 140 €, Rabatt 30 % → Originalpreis = 140 / 0,70 = 200 €. Das ist nützlich, wenn du den Aufkleber mit dem Streichpreis nicht mehr findest.
Was ist der Unterschied zwischen Rabatt und Skonto?
Beide sind Preisnachlässe, aber mit unterschiedlichem Auslöser. Ein Rabatt wird gewährt, weil du eine bestimmte Bedingung erfüllst (Menge, Kundenstatus, Aktionszeitraum). Skonto erhältst du, wenn du eine Rechnung innerhalb eines verkürzten Zahlungsziels begleichst, klassisch 2 % bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen. Skonto ist also ein Nachlass für schnelle Zahlung, kein allgemeiner Verkaufsrabatt. Den genauen Betrag berechnest du mit unserem Skonto-Rechner.
Zieht sich der Rabatt von der Brutto- oder Nettosumme ab?
Im Privatkundenbereich immer vom Bruttopreis, also inklusive Mehrwertsteuer. Der Endpreis für dich als Verbraucher ist damit der rabattierte Bruttopreis. Im B2B-Bereich wird der Rabatt oft auf den Nettobetrag gewährt, und die Mehrwertsteuer wird dann auf den reduzierten Nettobetrag aufgeschlagen. Achte auf diese Unterscheidung, wenn du Angebote vergleichst.
Kann ich mehrere Rabatte kombinieren?
Ja, aber sie addieren sich nicht einfach. 20 % und danach weitere 10 % ergeben nicht 30 %, sondern 28 %. Die Berechnung läuft sequenziell: Erster Rabatt auf den Originalpreis, zweiter Rabatt auf den bereits reduzierten Preis. Bei drei Rabatten von je 10 % wären es statt 30 % insgesamt nur rund 27,1 % Ersparnis. Nutze den Rechner mehrfach hintereinander, um gestaffelte Rabatte korrekt zu berechnen. Für allgemeine Prozentrechnung hilft unser Prozentrechner.
Florians Finanz Fazit

Nicht der Rabattsatz entscheidet, sondern der absolute Betrag

Ein Sale mit 50 % klingt eindrucksvoll. Aber 50 % auf ein Produkt, das du nie gebraucht hättest, sind keine Ersparnis, sondern eine Ausgabe. Der Rabattrechner zeigt dir den nüchternen Zahlenwert. Ob der Kauf danach Sinn ergibt, entscheidest du.

Was mich immer wieder überrascht: Wie viele Menschen den Referenzpreis nie hinterfragen. Seit der Omnibus-Richtlinie muss der tiefste Preis der letzten 30 Tage als Basis gelten. Trotzdem lohnt es sich, kurz bei idealo, Google Shopping oder Camelcamelcamel nachzuschauen, ob der „ursprüngliche“ Preis tatsächlich real war.

Meine Faustregel: Unter 15 % Rabatt ist ein Kauf selten wirklich attraktiv. Ab 25 % lohnt ein genauerer Blick. Ab 40 % kaufe ich, wenn ich das Produkt ohnehin brauche. Und bei 50 % oder mehr prüfe ich den Referenzpreis doppelt.

Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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