Buchhaltung & Finanzen

Zahlungsziel Rechner

Berechne das exakte Fälligkeitsdatum deiner Rechnungen – inklusive Skonto-Fristen und Wochenend-Korrektur nach BGB.

Rechnungsdaten
Skonto (Optional)
Fälligkeit & Zahlungsbetrag
Fällig am
DD.MM.YYYY
Noch X Tage Zeit
Voller Rechnungsbetrag 0,00 €
Wissen: Rechnungen & Zahlungsfristen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen und wie du Skonto richtig nutzt.

Grundlagen

Was ist das Zahlungsziel?

Das Zahlungsziel gibt an, bis zu welchem genauen Datum der Rechnungsbetrag auf dem Konto des Gläubigers eingegangen sein muss. Wird dieses Datum überschritten, gerät der Schuldner (oft nach einer Mahnung) in den Zahlungsverzug.

  • B2B (Unternehmen untereinander): Wenn vertraglich nichts anderes vereinbart wurde, gilt nach dem Gesetz automatisch ein Zahlungsziel von 30 Tagen nach Zugang der Rechnung.
  • B2C (Verbraucher): Bei Privatkunden gibt es keine automatische 30-Tage-Frist, es sei denn, auf der Rechnung wird ausdrücklich darauf hingewiesen („Zahlbar innerhalb von 30 Tagen“). Standardmäßig ist eine Rechnung rechtlich sofort fällig, in der Praxis räumen Händler aber meist 14 Tage ein.
BGB § 193

Die Wochenend-Korrektur

Oft steht auf Rechnungen einfach „Zahlbar innerhalb von 14 Tagen“. Rechnet man die 14 Tage auf das Rechnungsdatum drauf, fällt der Stichtag vielleicht auf einen Samstag oder Sonntag. Da an Wochenenden keine normalen Banküberweisungen gebucht werden, schützt das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 193 BGB) den Zahler.

Fristverschiebung: Fällt das berechnete Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder einen gesetzlichen Feiertag, so tritt an dessen Stelle automatisch der nächste Werktag (meist der Montag). Unser Rechner korrigiert das Wochenende auf Wunsch automatisch! (Hinweis: Lokale Feiertage können vom Rechner nicht automatisch erfasst werden).
Finanz-Tipp

Warum du Skonto immer ziehen solltest!

Skonto ist ein Preisnachlass (meist 2 % oder 3 %), den der Lieferant gewährt, wenn die Rechnung sehr schnell (z. B. innerhalb von 7 Tagen statt 30 Tagen) bezahlt wird. Dies dient der schnellen Liquidität des Verkäufers.

Die versteckte Rendite: Wenn du 2 % Skonto für eine Zahlung 20 Tage vor dem eigentlichen Fälligkeitsdatum erhältst, entspricht das einem unglaublichen Jahreszinssatz von über 36 %! Es lohnt sich für Unternehmen also fast immer, zur Not sogar den Dispokredit der Bank (z.B. zu 10 % Zinsen) kurz zu belasten, um das Skonto ziehen zu können. Du sparst unterm Strich immer noch massiv Geld.

Häufige Fragen

FAQ zur Rechnungsfälligkeit

Gilt das Rechnungsdatum oder das Eingangsdatum?
Rechtlich gesehen beginnt die Frist meist erst mit dem Zugang der Rechnung beim Empfänger. Aus Vereinfachungsgründen wird im Geschäftsverkehr aber fast immer das aufgedruckte Rechnungsdatum als Startpunkt genommen.
Zählen Wochenenden zu den 14 Tagen dazu?
Ja. Wenn ein Zahlungsziel von „14 Tagen“ vereinbart ist, sind damit Kalendertage (inklusive Wochenenden) gemeint, keine reinen Werktage. Nur wenn das Ende der Frist auf ein Wochenende fällt, greift die Verschiebung auf Montag.
Was passiert, wenn ich das Skonto-Datum knapp verpasse?
Rein rechtlich verfällt dein Anspruch auf Skonto am Tag nach Ablauf der Frist. Zahlst du trotzdem abzüglich Skonto, darf der Lieferant den fehlenden Betrag (die 2 %) nachfordern. In der B2B-Praxis gibt es jedoch oft eine ungeschriebene „Kulanzfrist“ von 1-2 Tagen. Darauf sollte man sich aber nicht verlassen.