Aktienrechner

Aktien Buy-In Rechner

Berechne deinen durchschnittlichen Einstandspreis, wenn du eine Aktie oder einen ETF zu verschiedenen Kursen gekauft hast.

Kaufkurs pro Aktie Anzahl Aktien

€
€
Bitte gib mindestens eine Transaktion mit Kurs und Anzahl ein.
Durchschn. Einstandspreis
43,33 €
Dein Buy-In
Gesamtinvestition
1.300,00 €
Gesamtanzahl Aktien
30
2 Transaktionen
Aktueller Depotwert
—
zum eingegebenen Kurs
Gewinn / Verlust
—
Bis zum Break-even
—
nötiger Kursanstieg

Kurz gesagt

Kaufst du 10 Aktien zu 50 € und später 20 Aktien zu 40 €, liegt dein durchschnittlicher Einstandspreis bei 43,33 € pro Aktie. Du hast dann 30 Aktien für insgesamt 1.300,00 € gekauft. Steht der Kurs bei 45 €, liegst du 50,00 € im Plus, und der Kurs darf noch 3,70 % fallen, bevor du ins Minus rutschst.

Beispielrechnung: Durchschnittlicher Einstandspreis nach Nachkäufen

Gebühren nur in der letzten Zeile, sonst ohne Ordergebühren.

KäufeAktueller KursEinstandspreisGewinn/VerlustBis Break-even
10 × 50 € und 20 × 40 €45 €43,33 €+50,00 €im Plus, 3,70 % Puffer
10 × 100 € und 10 × 80 €85 €90,00 €-100,00 €+5,88 %
5 × 120 €, 5 × 100 € und 10 × 80 €90 €95,00 €-100,00 €+5,56 %
10 × 200 € und 10 × 150 €, 10 € Gebühren160 €175,50 €-310,00 €+9,69 %

Ohne Steuern, Stand Oktober 2026. Keine Anlageberatung. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

Alles zum Aktien-Einstandspreis

Was der Buy-In bedeutet, wie er berechnet wird und wann Nachkaufen wirklich sinnvoll ist.

Grundlagen

Was ist der Einstandspreis?

Der Einstandspreis, auch Buy-In oder Durchschnittskurs genannt, ist der gewichtete Durchschnittspreis, zu dem du eine Aktienposition aufgebaut hast. Er berücksichtigt, wie viele Aktien du zu welchem Kurs gekauft hast. Je mehr Anteile du zu einem bestimmten Kurs hältst, desto stärker zieht dieser Kauf den Durchschnitt in seine Richtung.

Der Einstandspreis entscheidet darüber, ab welchem Kurs du mit einer Position im Plus oder Minus bist. Liegt der aktuelle Kurs über deinem Einstandspreis, ist die Position im Gewinn. Liegt er darunter, bist du im Verlust.

Dein Broker weist in der Depotübersicht den Einstandspreis aus. Gerade wenn du mehrfach nachgekauft hast, lohnt ein Blick auf diesen Wert, um zu verstehen, wo du wirklich stehst und wann du in die Gewinnzone kommst.

Der Einstandspreis ist auch steuerrelevant. Bei einem Verkauf berechnet das Finanzamt den Gewinn als Differenz zwischen Verkaufskurs und Einstandspreis. Dein Broker verwendet dabei das First-In-First-Out-Prinzip (FIFO): Er nimmt an, dass du die zuerst gekauften Anteile zuerst verkaufst. Der hier berechnete Durchschnittswert gibt dir einen guten Gesamtüberblick, ist aber nicht identisch mit dem FIFO-Steuerwert.

Berechnung

So wird der Durchschnittskurs berechnet

Die Formel ist einfach: Du teilst die Summe aller gezahlten Beträge durch die Gesamtzahl der gekauften Aktien. Ordergebühren erhöhen die Investitionssumme und damit den Einstandspreis.

Einstandspreis = Gesamtinvestition / Gesamtanzahl Aktien
Gesamtinvestition = Summe aus (Kaufkurs × Anzahl Aktien) + Ordergebühren

Ein konkretes Beispiel: Du kaufst 10 Aktien zu 50 € und später 20 Aktien zu 40 €.

  • Erster Kauf: 10 × 50 € = 500 €
  • Zweiter Kauf: 20 × 40 € = 800 €
  • Gesamtinvestition: 1.300 €, Gesamtanzahl: 30 Aktien
  • Durchschnittlicher Einstandspreis: 1.300 € / 30 = 43,33 €
Abstand zum Buy-In = ((Aktueller Kurs − Einstandspreis) / Einstandspreis) × 100
Positiver Wert: Kurs liegt über dem Buy-In (Gewinn). Negativer Wert: Kurs liegt darunter (Verlust).
Bis zum Break-even = (Einstandspreis / Aktueller Kurs − 1) × 100
Positiver Wert: So viel Prozent muss der Kurs noch steigen. Negativer Wert: So weit darf der Kurs fallen, bevor du ins Minus rutschst.
Praxisbeispiel

Wie stark senkt Nachkaufen den Buy-In?

Wer bei fallenden Kursen nachkauft, senkt den Einstandspreis. Dieses Vorgehen nennt sich Averaging Down. Die Tabelle zeigt, wie sich der Buy-In bei vier aufeinanderfolgenden Käufen entwickelt, wenn der Kurs von 100 € auf 60 € fällt.

KaufKursAnzahlInvestitionNeuer Buy-In
Erstkauf100,00 €101.000,00 €100,00 €
Nachkauf 180,00 €10800,00 €90,00 €
Nachkauf 260,00 €10600,00 €80,00 €
Nachkauf 360,00 €201.200,00 €72,00 €

Jeder weitere Kauf senkt den Buy-In, aber immer weniger stark. Um den Einstandspreis deutlich zu verschieben, musst du im Verhältnis zur bestehenden Position große Mengen nachkaufen. Wer bei einem Kursverlust von 50 % die gleiche Stückzahl nachkauft, senkt seinen Buy-In nur auf 75 % des ursprünglichen Einstandspreises. Den Buy-In auf den aktuellen Kurs zu drücken, ist durch Nachkaufen praktisch nicht möglich.

Averaging Down funktioniert gut bei Qualitätsaktien in einem vorübergehenden Rücksetzer. Bei Unternehmen mit strukturellen Problemen verschlimmert es die Lage, weil du mehr Kapital in eine schwächelnde Position steckst.
FAQ

Häufige Fragen

Werden Ordergebühren beim Einstandspreis berücksichtigt? +
Ja, du kannst im Rechner deine Gesamtgebühren angeben. Sie werden zur Investitionssumme addiert und erhöhen dadurch den durchschnittlichen Einstandspreis. In der Praxis machen Gebühren bei Neobrokern kaum noch einen Unterschied, weil sie sehr niedrig oder bei Sparplänen oft null sind. Bei klassischen Filialbanken kann es hingegen relevant sein.
Warum weicht mein Depotwert beim Broker vom berechneten Buy-In ab? +
Dein Broker berechnet den Einstandspreis nach dem FIFO-Prinzip: Er nimmt an, dass du immer die ältesten Anteile zuerst verkaufst. Wenn du Teile einer Position verkauft und danach wieder zugekauft hast, ändert sich die Basis für den Einstandspreis. Der hier gezeigte Wert ist der gewichtete Durchschnitt aller eingegebenen Käufe, ohne Berücksichtigung von Teilverkäufen.
Wie viel muss ich nachkaufen, um meinen Buy-In um 10 % zu senken? +
Das hängt vom Verhältnis zwischen deinem aktuellen Einstandspreis und dem neuen Kaufkurs ab. Als Faustregel gilt: Willst du deinen Buy-In spürbar nach unten verschieben, brauchst du eine ähnlich große Menge an Anteilen wie in deiner aktuellen Position. Je mehr du nachkaufst, desto stärker sinkt der Buy-In, aber desto größer wird auch dein Klumpenrisiko in dieser einzelnen Position. Nutze den Rechner, um verschiedene Szenarien durchzuspielen.
Funktioniert dieser Rechner auch für ETFs, Krypto und Fonds? +
Ja. Die Berechnung des gewichteten Durchschnittskurses funktioniert für jedes handelbare Asset identisch: Aktien, ETFs, Kryptowährungen, Rohstoffe oder Fondsanteile. Gib einfach deine Kaufkurse und die jeweilige Stückzahl ein, und der Rechner liefert den Durchschnitt.
Florians Finanz Fazit

Den Buy-In im Blick haben ist gut. Daran zu kleben ist schlecht.

Der Einstandspreis ist ein nützliches Orientierungsmaß, aber kein Ziel an sich. Ein klassischer Fehler: Positionen werden zu lange gehalten oder Kapital wird verbissen nachgeschossen, nur um den Buy-In „wieder hereinzuholen“. Das ist der Anker-Effekt in Reinform. Den Markt interessiert nicht, zu welchem Preis du eingestiegen bist.

Sinnvoll nachkaufen lohnt sich, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Du bist von der Qualität des Unternehmens weiterhin überzeugt, und der Kursrückgang hat keinen fundamentalen Grund. Beides zusammen ist seltener der Fall als man im Moment des Kursrückgangs denkt.

Nutze diesen Rechner, um Klarheit über deine Position zu bekommen. Entscheide dann auf Basis von Fundamentaldaten und deiner Gesamtstrategie, nicht auf Basis deines Einstandspreises. Im Neobroker-Vergleich findest du außerdem die günstigsten Anbieter, mit denen du den Buy-In von vornherein niedrig hältst.

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Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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