Aktiendurchschnittsrechner – Einstiegskurs berechnen
Aktienrechner

Aktiendurchschnittsrechner

Mehrere Käufe derselben Aktie? Berechne deinen durchschnittlichen Einstiegskurs und den Break-even-Preis auf einen Blick.

Durchschnittlicher Einstiegskurs
pro Aktie
Gesamtanzahl Aktien
Stück
Gesamtinvestiert
Gesamtkapital
Aufschlüsselung nach Kauf
Kauf Anzahl Kurs Investiert Anteil
Gesamt 100 %

Durchschnittskurs bei Aktien

Wie die Berechnung funktioniert und wann Nachkaufen sinnvoll ist.

Grundlagen

Was ist der durchschnittliche Einstiegskurs?

Wer eine Aktie mehrfach zu unterschiedlichen Kursen kauft, zahlt am Ende keinen einheitlichen Preis. Der Durchschnittskurs ist der gewichtete Mittelwert aller Käufe. Er bestimmt, bei welchem aktuellen Kurs eine Position in die Gewinnzone dreht.

Das Konzept ist besonders relevant beim sogenannten Cost-Averaging, also dem schrittweisen Aufbau einer Position. Wer nach einem Kursrückgang nachkauft, senkt damit automatisch den Durchschnittskurs, weil günstigere Aktien das Gesamtpaket „verbilligen“.

Berechnung

So wird der Durchschnittskurs berechnet

Die Formel ist vergleichsweise einfach. Entscheidend ist, dass die Anzahl der Aktien als Gewichtungsfaktor dient und nicht einfach ein arithmetisches Mittel der Kurse gebildet wird.

Durchschnittskurs = Gesamtinvestiertes Kapital ÷ Gesamtanzahl Aktien

Gesamtkapital = Σ (Kursi × Anzahli)
Gesamtanzahl = Σ Anzahli i = jeweiliger Kauf; Σ = Summe über alle Käufe

Wichtig: Transaktionskosten wie Ordergebühren können optional eingerechnet werden. Der Rechner oben arbeitet ohne Gebühren, da diese je nach Broker stark variieren.

Beispielrechnungen

Drei typische Nachkauf-Szenarien

Anhand konkreter Zahlen wird deutlich, wie stark der Durchschnittskurs auf unterschiedliche Nachkaufstrategien reagiert.

Szenario Kauf 1 Kauf 2 Kauf 3 Ø-Kurs Gesamt
Gleichmäßig 10 × 100 € 10 × 100 € 10 × 100 € 100,00 € 3.000 €
Verbilligen 10 × 100 € 20 × 70 € 30 × 50 € 65,00 € 3.900 €
Aufstocken 10 × 50 € 10 × 80 € 10 × 120 € 83,33 € 2.500 €
Beim Verbilligen sinkt der Durchschnittskurs deutlich unter den ersten Kaufkurs. Das klingt gut, bindet aber deutlich mehr Kapital in einer Position, die bereits gefallen ist.
Praxistipps

Wann Nachkaufen sinnvoll ist

Den Durchschnittskurs zu senken ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob die ursprüngliche Investitionsthese noch stimmt.

  • Nachkaufen lohnt sich, wenn der Kursrückgang marktbedingt ist, nicht unternehmensspezifisch.
  • Einen Kursverlust durch immer mehr Kapital ausgleichen zu wollen, ist ein klassischer Fehler („Averaging Down“ als Ego-Schutz).
  • Plane Nachkäufe vorab mit festen Kurs-Schwellen, nicht emotional nach einem Einbruch.
  • Diversifikation bleibt wichtiger als eine einzelne Position zu verbilligen: zu hohe Einzelgewichtung erhöht das Klumpenrisiko.
  • Transaktionskosten können den rechnerischen Vorteil eines Nachkaufs bei kleinen Beträgen auffressen.
FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Durchschnittskurs und Break-even?
Der Durchschnittskurs ist der gewichtete Einkaufspreis pro Aktie. Der Break-even-Kurs ist identisch, wenn man Gebühren ignoriert. Sobald Transaktionskosten anfallen, liegt der Break-even geringfügig über dem Durchschnittskurs, weil du diese Kosten erst „hereinverdienen“ musst, bevor du in die Gewinnzone kommst.
Kann ich den Rechner auch für ETFs oder Fonds verwenden?
Ja. Das Prinzip ist identisch. Bei ETF-Sparplänen mit monatlichen Käufen zu unterschiedlichen Kursen liefert der Rechner den gewichteten Einstandspreis. Dieser ist in der Regel günstiger als der einfache Durchschnitt aller monatlichen Kurse, weil du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile kaufst.
Berücksichtigt der Rechner Dividenden oder Splits?
Nein. Der Rechner bildet ausschließlich die Kaufseite ab. Dividenden verändern den Einstandskurs nicht direkt, können aber in steuerlicher Hinsicht relevant sein. Bei Aktiensplits musst du die Anzahl und den Kurs manuell anpassen, da sich die Stückzahl ändert, der investierte Gesamtbetrag aber gleich bleibt.
Wie behandle ich Teilverkäufe bei der Berechnung?
Teilverkäufe verändern den Durchschnittskurs nicht. Er bleibt gleich, weil sich der investierte Betrag und die Anzahl der Aktien proportional reduzieren. Nur neue Käufe zu anderen Kursen verschieben den Durchschnitt. Im Rechner trägst du daher nur die tatsächlich noch gehaltenen Käufe ein.
Florians Finanz Fazit

Sehr praktisch für Anleger mit mehreren Einzelaktien-Einstiegen

Der Aktiendurchschnittsrechner ist im Vergleich zu Klassikern wie dem Zinseszinsrechner eher ein Nischen-Tool. Aber genau für mehrere Einzelaktien-Einstiege über viele Jahre extrem hilfreich. Ich nutze ihn selbst regelmäßig, um die Kaufanteile in Prozent sehen zu können.

Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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