Aktienrechner

Aktiendurchschnittsrechner

Mehrere Käufe derselben Aktie? Berechne deinen durchschnittlichen Einstiegskurs und den Break-even-Preis auf einen Blick.

€
Durchschnittlicher Einstiegskurs
86,67 €
pro Aktie
Gesamtanzahl Aktien
30
Stück
Gesamtinvestiert
2.600,00 €
Gesamtkapital
Break-even-Kurs inkl. Gebühren
86,67 €
pro Aktie
Aufschlüsselung nach Kauf
KaufAnzahlKursInvestiertAnteil
Gesamt–––100 %

Kurz gesagt

Kaufst du 10 Aktien zu 100 € und später 20 Aktien zu 80 € nach, liegt dein Durchschnittskurs laut Rechner bei 86,67 € pro Aktie. Du hältst dann 30 Aktien für insgesamt 2.600 €, ab einem Kurs von 86,67 € bist du ohne Gebühren im Plus. Mit 1 € Ordergebühr je Kauf steigt der Break-even auf 86,73 €.

Beispielrechnung: Durchschnittskurs nach Nachkäufen

Alle Fälle rechnen ohne Ordergebühren, sofern nicht anders angegeben.

KäufeAktien gesamtInvestiertDurchschnittskursBreak-even-Kurs
10 zu 100 € und 10 zu 50 €201.500,00 €75,00 €75,00 €
10 zu 100 € und 20 zu 80 €302.600,00 €86,67 €86,67 €
10 zu 100 € und 20 zu 80 €, je 1 € Gebühr302.600,00 €86,67 €86,73 €
10 zu 100 €, 20 zu 80 € und 30 zu 60 €604.400,00 €73,33 €73,33 €
50 zu 20 € und 50 zu 15 €1001.750,00 €17,50 €17,50 €

Der Break-even-Kurs berücksichtigt nur Ordergebühren, keine Steuern. Stand Oktober 2026. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

Durchschnittskurs bei Aktien

Wie die Berechnung funktioniert und wann Nachkaufen sinnvoll ist.

Grundlagen

Was ist der durchschnittliche Einstiegskurs?

Wer eine Aktie mehrfach zu unterschiedlichen Kursen kauft, zahlt am Ende keinen einheitlichen Preis. Der Durchschnittskurs ist der gewichtete Mittelwert aller Käufe. Er bestimmt, bei welchem aktuellen Kurs eine Position in die Gewinnzone dreht.

Das Konzept ist besonders relevant beim sogenannten Cost-Averaging, also dem schrittweisen Aufbau einer Position. Wer nach einem Kursrückgang nachkauft, senkt damit automatisch den Durchschnittskurs, weil günstigere Aktien das Gesamtpaket „verbilligen“.

Berechnung

So wird der Durchschnittskurs berechnet

Die Formel ist vergleichsweise einfach. Entscheidend ist, dass die Anzahl der Aktien als Gewichtungsfaktor dient und nicht einfach ein arithmetisches Mittel der Kurse gebildet wird.

Durchschnittskurs = Gesamtinvestiertes Kapital ÷ Gesamtanzahl Aktien

Gesamtkapital = Σ (Kursi × Anzahli)
Gesamtanzahl = Σ Anzahli i = jeweiliger Kauf; Σ = Summe über alle Käufe

Wichtig: Transaktionskosten wie Ordergebühren können optional eingerechnet werden. Im Rechner oben trägst du dafür deine Ordergebühr je Kauf ein, er zeigt dann zusätzlich deinen Break-even-Kurs.

Beispielrechnungen

Drei typische Nachkauf-Szenarien

Anhand konkreter Zahlen wird deutlich, wie stark der Durchschnittskurs auf unterschiedliche Nachkaufstrategien reagiert.

SzenarioKauf 1Kauf 2Kauf 3Ø-KursGesamt
Gleichmäßig10 × 100 €10 × 100 €10 × 100 €100,00 €3.000 €
Verbilligen10 × 100 €20 × 70 €30 × 50 €65,00 €3.900 €
Aufstocken10 × 50 €10 × 80 €10 × 120 €83,33 €2.500 €
Beim Verbilligen sinkt der Durchschnittskurs deutlich unter den ersten Kaufkurs. Das klingt gut, bindet aber deutlich mehr Kapital in einer Position, die bereits gefallen ist.
Praxistipps

Wann Nachkaufen sinnvoll ist

Den Durchschnittskurs zu senken ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob die ursprüngliche Investitionsthese noch stimmt.

  • Nachkaufen lohnt sich, wenn der Kursrückgang marktbedingt ist, nicht unternehmensspezifisch.
  • Einen Kursverlust durch immer mehr Kapital ausgleichen zu wollen, ist ein klassischer Fehler („Averaging Down“ als Ego-Schutz).
  • Plane Nachkäufe vorab mit festen Kurs-Schwellen, nicht emotional nach einem Einbruch.
  • Diversifikation bleibt wichtiger als eine einzelne Position zu verbilligen: zu hohe Einzelgewichtung erhöht das Klumpenrisiko.
  • Transaktionskosten können den rechnerischen Vorteil eines Nachkaufs bei kleinen Beträgen auffressen.
FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Durchschnittskurs und Break-even?
Der Durchschnittskurs ist der gewichtete Einkaufspreis pro Aktie. Der Break-even-Kurs ist identisch, wenn man Gebühren ignoriert. Sobald Transaktionskosten anfallen, liegt der Break-even geringfügig über dem Durchschnittskurs, weil du diese Kosten erst „hereinverdienen“ musst, bevor du in die Gewinnzone kommst.
Kann ich den Rechner auch für ETFs oder Fonds verwenden?
Ja. Das Prinzip ist identisch. Bei ETF-Sparplänen mit monatlichen Käufen zu unterschiedlichen Kursen liefert der Rechner den gewichteten Einstandspreis. Dieser ist in der Regel günstiger als der einfache Durchschnitt aller monatlichen Kurse, weil du bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile kaufst.
Berücksichtigt der Rechner Dividenden oder Splits?
Nein. Der Rechner bildet ausschließlich die Kaufseite ab. Dividenden verändern den Einstandskurs nicht direkt, können aber in steuerlicher Hinsicht relevant sein. Bei Aktiensplits musst du die Anzahl und den Kurs manuell anpassen, da sich die Stückzahl ändert, der investierte Gesamtbetrag aber gleich bleibt.
Wie behandle ich Teilverkäufe bei der Berechnung?
Teilverkäufe verändern den Durchschnittskurs nicht. Er bleibt gleich, weil sich der investierte Betrag und die Anzahl der Aktien proportional reduzieren. Nur neue Käufe zu anderen Kursen verschieben den Durchschnitt. Im Rechner trägst du daher nur die tatsächlich noch gehaltenen Käufe ein.
Quellen
Florians Finanz Fazit

Sehr praktisch für Anleger mit mehreren Einzelaktien-Einstiegen

Der Aktiendurchschnittsrechner ist im Vergleich zu Klassikern wie dem Zinseszinsrechner eher ein Nischen-Tool. Aber genau für mehrere Einzelaktien-Einstiege über viele Jahre extrem hilfreich. Ich nutze ihn selbst regelmäßig, um die Kaufanteile in Prozent sehen zu können.

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Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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