Spritpreise

Spritpreise aktuell & historisch

Bundesweiter Preisverlauf seit 2020, aktuelle Durchschnittswerte und die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe auf einen Blick.

Super E5
 
Bundesdurchschnitt
Super E10
 
Bundesdurchschnitt
Diesel
 
Bundesdurchschnitt
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Preisverlauf

Monatliche Bundesdurchschnittspreise. Quelle: ADAC / Bundeskartellamt (MTS-K)

Historische Daten: ADAC / MTS-K (Jan 2020 bis Mai 2026) | Markierter Punkt: aktueller Bundesdurchschnitt via Tankerkoenig-API | Ohne Gewähr

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Preiszusammensetzung

Wie sich der Literpreis aufschlüsselt: Ø 2025 im Vergleich zum aktuellen Preis
Energiesteuer
CO₂-Abgabe 2026
Mehrwertsteuer (19 %)
Rohöl, Raffinerie & Marge

Im Balken „Aktuell“ ist die Energiesteuer um den Tankrabatt von 14,04 Cent je Liter reduziert (gültig 1. Mai bis 30. Juni 2026).

Tankstellen in der Nähe

Echtzeitpreise via Tankerkoenig-API, höchstens eine Anfrage pro Minute
5 km
Tankstelle Entf. E5 E10 Diesel Status

Datenquelle: Tankerkoenig.de (Creative Commons) | Preise in €/Liter inkl. MwSt. | Grün = günstigster Preis je Kraftstoffsorte

Spritpreise verstehen

Warum schwanken die Preise, wann tankst du am günstigsten und was steckt im Literpreis?

Preisbestandteile

Wie setzt sich der Benzinpreis zusammen?

Der Spritpreis besteht aus mehreren Komponenten, den größten Anteil nehmen Steuern und Abgaben ein: Die Energiesteuer beträgt regulär 65,45 Cent je Liter Benzin und 47,04 Cent je Liter Diesel. Bis zum 30. Juni 2026 senkt der Tankrabatt beide Sätze vorübergehend um 14,04 Cent. Dazu kommen die CO₂-Abgabe (seit 2021 schrittweise steigend), die Mehrwertsteuer von 19 % auf den Gesamtpreis und die Handelsmarge der Tankstelle. Der reine Rohstoffanteil macht nur rund 30 bis 40 % des Literpreises aus.

Faustregel: Selbst mit Tankrabatt kassiert der Staat bei einem E10-Preis von 1,98 € rund 97 Cent je Liter über Energiesteuer, CO₂-Abgabe und Mehrwertsteuer. Fällt der Ölpreis um 20 %, sinkt dein Zapfpreis deshalb nur um einen Bruchteil davon.
Tagestipp

Wann ist Tanken am günstigsten?

Seit dem 1. April 2026 gilt das Österreich-Modell: Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich anheben, exakt um 12 Uhr mittags. Senken dürfen sie jederzeit. Die ADAC-Auswertung der ersten Wochen zeigt ein klares Muster: Um 12 Uhr springen die Preise nach oben, danach fallen sie bis zum Abend, nachts passiert wenig und am Vormittag geben sie weiter leicht nach.

  • Vormittags kurz vor 12 Uhr: günstigster Zeitpunkt im Tagesverlauf
  • Direkt nach 12 Uhr: teuerste Phase des Tages
  • Zwischen Mittagshoch und Tagestief liegen oft 5 bis 10 Cent je Liter
  • Die alte Abendregel (18 bis 21 Uhr) stammt aus der Zeit vor April 2026 und gilt nicht mehr
  • Apps wie ADAC Drive oder Clever Tanken zeigen die Preise in Echtzeit
Marktlage

Irankrieg, 12-Uhr-Regel, Tankrabatt: das bewegt die Preise 2026

Ende Februar 2026 begann der Irankrieg und trieb den Brent-Preis von rund 72 auf zeitweise über 115 US-Dollar je Barrel. Die Zapfsäulen reagierten sofort: Im März kostete Diesel im Monatsmittel 2,164 €, im April sogar 2,263 €. Der ADAC zählt den April 2026 als teuersten Tankmonat seit Beginn der Aufzeichnungen. Am 7. April erreichte Diesel mit 2,446 € im Tagesschnitt seinen Allzeitrekord, Super E10 verfehlte am 6. April mit 2,192 € das Allzeithoch aus dem März 2022 nur um einen Cent.

  • Österreich-Modell seit 1. April 2026: Tankstellen heben die Preise nur noch einmal täglich um Punkt 12 Uhr an, senken dürfen sie jederzeit. Der ADAC bewertet die Regel bislang als kontraproduktiv, weil das Preisniveau nach der Einführung spürbar stieg.
  • Tankrabatt seit 1. Mai 2026: Der Bund senkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel befristet um 14,04 Cent je Liter, mit Mehrwertsteuer rund 17 Cent. Die Maßnahme läuft am 30. Juni 2026 aus, über eine Verlängerung entscheidet die Politik Mitte Juni.

Im Mai entspannte sich die Lage: Super E10 kostete im Monatsmittel 1,983 €, Diesel 1,991 €. Ende Mai lagen beide Sorten unter 1,95 € und Diesel ist seit Mitte Mai wieder günstiger als E10. Der ADAC kritisiert trotzdem, dass die Mineralölkonzerne den Rabatt und den inzwischen unter 100 US-Dollar gefallenen Ölpreis nur zögerlich weitergeben.

Wichtig: Ohne Verlängerung endet der Tankrabatt am 30. Juni 2026. Dann dürften die Preise quasi über Nacht um rund 17 Cent je Liter springen. Steht Ende Juni ohnehin eine Tankfüllung an, erledige sie vor dem Stichtag.
Historische Ereignisse

Die großen Preisausschläge im Rückblick

Der russische Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 ließ die Rohölpreise weltweit explodieren. In Deutschland erreichte Super E10 im März 2022 mit über 2,05 € je Liter einen damaligen Höchststand. Als Gegenmaßnahme senkte die Bundesregierung von Juni bis August 2022 temporär die Energiesteuer, der erste Tankrabatt. Nach dessen Ablauf stiegen die Preise erneut deutlich, ehe sie sich im Laufe des Jahres 2023 normalisierten. Im Jahr 2025 gingen die Preise insgesamt zurück (Jahresdurchschnitt E10: 1,688 €), bevor ab Ende Februar 2026 der Irankrieg die Notierungen auf neue Rekorde hob. Wie schon 2022 reagierte die Politik mit einer befristeten Energiesteuersenkung, diesmal ab Mai 2026. Seit 2021 steigt zusätzlich die CO₂-Abgabe schrittweise, das trifft Diesel wegen seines höheren CO₂-Ausstoßes stärker als Benzin.

FAQ

Häufige Fragen zu Spritpreisen

Was ist der Unterschied zwischen E5 und E10?
E10 enthält bis zu 10 % Bioethanol, E5 nur bis zu 5 %. E10 kostet meist 5 bis 6 Cent weniger je Liter, verbraucht aber minimal mehr (rund 1 bis 2 %), weil Ethanol weniger Energie je Liter liefert als reines Benzin. Benziner ab Produktionsdatum November 2010 vertragen E10 laut ADAC in aller Regel problemlos. Für ältere Autos und manche Oldtimer bleibt E5 die sichere Wahl.
Warum ist Diesel mal günstiger und mal teurer als Benzin?
Diesel profitiert von einem niedrigeren Energiesteuersatz (regulär 47,04 statt 65,45 Cent je Liter), trägt aber eine höhere CO₂-Abgabe und hängt stark an der Nachfrage von Industrie, Logistik und Heizölmarkt. Im Frühjahr 2026 trieben der Irankrieg und die hohe Nachfrage den Dieselpreis deutlich über den von Super E10, am 7. April 2026 bis auf den Rekordwert von 2,446 € im Tagesschnitt. Seit Mitte Mai 2026 liegt Diesel wieder unter E10.
Lohnt sich der Umweg zur günstigsten Tankstelle?
Jeder Kilometer Umweg kostet dich selbst rund 15 bis 20 Cent an Sprit. Bei einem 50-Liter-Tank und 5 Cent Preisunterschied sparst du 2,50 €. Liegt die günstigere Tankstelle mehr als 12 bis 15 km abseits deiner Strecke, frisst der Umweg den Vorteil auf. Die Suche lohnt sich ab etwa 3 Cent Preisunterschied je Liter. Innerorts liegen laut ADAC im Normalfall bis zu 7 Cent zwischen der teuersten und der günstigsten Tankstelle.
Warum steigen die Spritpreise jeden Tag um 12 Uhr?
Seit dem 1. April 2026 gilt in Deutschland das Österreich-Modell: Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal pro Tag anheben, exakt um 12 Uhr mittags. Senkungen bleiben jederzeit erlaubt. Nach dem Mittagssprung fallen die Preise bis zum Abend, über Nacht bewegt sich wenig, am Vormittag geben sie weiter nach. Der günstigste Zeitpunkt zum Tanken liegt deshalb kurz vor 12 Uhr. Zwischen Tageshoch und Tagestief liegen oft 5 bis 10 Cent je Liter.
Florians Finanz Fazit

Tanke kurz vor 12 und spar an den großen Hebeln

Die 12-Uhr-Regel macht das Sparen so planbar wie nie: Tanke vormittags kurz vor 12 und du holst fast immer 5 bis 10 Cent je Liter gegenüber dem Mittagshoch heraus. Verträgt dein Auto E10, tanke E10. Das bringt laut ADAC weitere 5 bis 6 Cent gegenüber E5.

Trotzdem bleibt die Cent-Jagd an der Zapfsäule Kleingeld. Bei 1.000 Litern im Jahr summieren sich 8 Cent Ersparnis auf 80 €. Deine Kfz-Versicherung bringt beim Wechsel oft das Drei- bis Fünffache, und die Pendlerpauschale holt dir mit 0,38 € je Kilometer ab dem ersten Kilometer richtig Geld vom Finanzamt zurück. Rechne das im Pendlerpauschale-Rechner nach.

Auf den Tankrabatt verlasse ich mich nicht. Er ist bis zum 30. Juni 2026 befristet, die Verlängerung ist offen und die Erfahrung von 2022 zeigt: Nach dem Ende springen die Preise schnell wieder nach oben. Plane deine Spritkosten lieber mit ehrlichen 2 € je Liter.

Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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