Gehaltsrechner

Gehaltserhöhungsrechner

Wie viel von deiner Gehaltserhöhung kommt netto wirklich an? Brutto- und Netto-Plus auf einen Blick, mit Diagramm und Vergleichstabelle für jede Prozentstufe.

€/Monat
%
%

Deine Gehaltserhöhung

Berechnung nach dem BMF-Programmablaufplan 2026.

Mehr Brutto
+200,00 €
pro Monat
Mehr Netto
+107,70 €
pro Monat
Davon bleibt netto
53,8 %
vom Brutto-Plus
Brutto und Netto im Vergleich
Aktuell
Brutto4.000 €
Steuern und SV− 1.378 €
Netto2.622 €
Nach Erhöhung
Brutto4.200 €
Steuern und SV− 1.470 €
Netto2.730 €
Brutto-Plus und Netto-Plus pro Monat

Für verschiedene Prozentstufen, basierend auf deinen Eingaben.

Detaillierte Tabelle aller Erhöhungsstufen

Alle Stufen von 1 % bis 20 % mit Brutto und Netto je Monat und Jahr. Deine aktuell gewählte Stufe ist farblich markiert.

Erhöhung Brutto/Monat Netto/Monat Mehr Brutto/Monat Mehr Netto/Monat Mehr Netto/Jahr Quote
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Kurz gesagt

Bei 4.000 € brutto im Monat in Steuerklasse I bringen dir 5 % Gehaltserhöhung 200 € mehr brutto, davon bleiben netto rund 107,70 € übrig. Das sind 53,8 % der Erhöhung oder 1.292 € netto mehr im Jahr. Der Rechner rechnet nach dem BMF-Programmablaufplan mit gesetzlicher Krankenversicherung, ohne Kirchensteuer und ohne Kinder.

Beispielrechnung: 5 % Gehaltserhöhung in Steuerklasse I

Alle Fälle gelten für Steuerklasse I, keine Kinder, gesetzliche Krankenversicherung mit 2,9 % Zusatzbeitrag, Nordrhein-Westfalen, ohne Kirchensteuer.

Brutto vorherBrutto mehr pro MonatNetto vorherNetto mehr pro MonatNetto-Anteil der Erhöhung
2.500 €+125,00 €1.780 €+72,47 €58 %
3.000 €+150,00 €2.068 €+84,87 €56,6 %
4.000 €+200,00 €2.622 €+107,70 €53,8 %
5.000 €+250,00 €3.150 €+127,70 €51,1 %
6.000 €+300,00 €3.663 €+164,61 €54,9 %

Monatswerte nach dem BMF-Programmablaufplan, Stand Oktober 2026. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

So funktioniert der Gehaltserhöhungsrechner

Der Rechner zeigt nicht nur den prozentualen Aufschlag, sondern was nach Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer und Sozialabgaben tatsächlich auf dem Konto landet.

Grundlagen

Vom Brutto-Plus zum Netto-Plus

Eine Gehaltserhöhung von 5 % klingt eindeutig, sieht im Geldbeutel aber selten so aus. Beispiel: Bei einem Bruttogehalt von 4.000 € bedeuten 5 % genau 200 € mehr Brutto pro Monat. Auf dem Konto landen davon je nach Steuerklasse, Krankenkasse und Familiensituation rund 100 bis 115 €.

Der Grund ist der progressive Einkommensteuertarif: Je höher dein zu versteuerndes Einkommen, desto höher der Grenzsteuersatz auf den nächsten Euro. Hinzu kommen Sozialabgaben in Höhe von rund 21 % bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen. Aus dem Brutto-Plus wird so ein Netto-Plus, das deutlich kleiner ausfällt.

Der Rechner setzt den vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Programmablaufplan (PAP) für 2026 eins zu eins um. Grundfreibetrag, Beitragsbemessungsgrenzen, Tarifformeln und Pflege-Sonderregelungen sind exakt nach BMF-Schreiben vom 12. November 2025 hinterlegt.

Steuerprogression

Warum hohe Erhöhungen weniger Netto-Quote bringen

Beim nächsten verdienten Euro greift dein Grenzsteuersatz. Im Spitzenbereich des Steuertarifs liegt der bei 42 % oder ab rund 278.000 € Jahreseinkommen bei 45 %. Hinzu kommen Sozialabgaben, soweit du noch unter der Beitragsbemessungsgrenze liegst.

Ein Beispiel zeigt den Effekt. Bei einem Single in Steuerklasse I, Krankenkasse mit 2,9 % Zusatzbeitrag, NRW, kinderlos:

Brutto/MonatBei 5 % mehr BruttoDavon bleibt netto
3.000 €+150 €rund 84 € (56 %)
4.500 €+225 €rund 117 € (52 %)
6.500 €+325 €rund 173 € (53 %)
9.000 €+450 €rund 240 € (53 %)

Auffällig: Ab der Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € im Monat (gesetzliche KV/PV) und 8.450 € (Rentenversicherung) fallen keine zusätzlichen Sozialabgaben mehr an. Die Netto-Quote auf Erhöhungen steigt dann wieder leicht, weil nur noch Lohnsteuer und Soli abgehen.

Praxistipp: Prüfe vor einer Verhandlung, ob du knapp unter einer Beitragsbemessungsgrenze liegst. Eine kleine Erhöhung kann dich drüber heben und die Netto-Quote für alles Weitere deutlich verbessern.
Verhandlungstaktik

Was die Tabelle für deine nächste Verhandlung bedeutet

Die Tabelle im Rechner zeigt jeden Prozentschritt von 1 % bis 20 %. Damit kannst du in der Gehaltsverhandlung sehr konkret argumentieren. Drei Punkte sind besonders wichtig:

  • Inflationsausgleich kostet zwei Prozent extra. Bei 2 % Inflation und 2 % Erhöhung bleibt netto nominal etwa die Hälfte. Real verlierst du Kaufkraft. Für reinen Ausgleich brauchst du 3 bis 4 % bei mittleren Einkommen.
  • Sprung statt Schärfe. Eine einmalige 8 %-Erhöhung bringt dir über fünf Jahre netto deutlich mehr als fünf einzelne Erhöhungen von je 2 %. Zinseszins inklusive.
  • Sachbezug schlägt Lohn. 50 € Sachbezug pro Monat sind steuer- und sozialversicherungsfrei. Das entspricht etwa 100 € mehr Brutto bei mittlerem Einkommen. Jobrad, Erholungsbeihilfe oder ein Diensthandy schlagen kleine prozentuale Erhöhungen oft.

Konkret: Berechne, wie viel netto du für dein gewünschtes Ziel brauchst, und teile das durch die Quote aus dem Rechner. Wenn du 200 € netto mehr willst und die Quote bei 50 % liegt, brauchst du 400 € Brutto, also bei 4.000 € rund 10 % Erhöhung. Mit dieser Zahl gehst du dann ins Gespräch.

Beispielrechnungen

Drei Szenarien im Vergleich

Drei typische Fälle, jeweils Steuerklasse I, gesetzliche Krankenkasse mit 2,9 % Zusatzbeitrag, NRW, kinderlos, nach BMF-PAP 2026:

Szenario Aktuell Brutto Erhöhung Mehr Netto/Monat Mehr Netto/Jahr Quote
Berufseinstieg3.000 €4 %rund 67 €rund 800 €56 %
Mittelfeld4.500 €5 %rund 117 €rund 1.410 €52 %
Führungskraft7.500 €7 %rund 255 €rund 3.055 €48 %

Die Quote bewegt sich quer durch alle Einkommensgruppen meist zwischen 47 % und 58 %. Beamte, Selbstständige und privat Krankenversicherte liegen höher, weil bei ihnen ein Teil der Sozialabgaben entfällt.

FAQ

Häufige Fragen zur Gehaltserhöhung

Warum bleibt von 5 % Brutto nur die Hälfte netto?
Der nächste verdiente Euro wird mit deinem Grenzsteuersatz besteuert, nicht mit dem Durchschnittssteuersatz. Bei mittleren Einkommen liegt der Grenzsteuersatz schon zwischen 30 % und 38 %. Hinzu kommen rund 21 % Sozialabgaben bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen. In Summe bleiben so von 100 € Brutto-Plus oft nur 45 bis 55 € netto übrig.
Lohnt sich ein Wechsel der Steuerklasse vor einer Erhöhung?
Ein Wechsel von IV/IV auf III/V kann bei verheirateten Paaren mit deutlich unterschiedlichen Gehältern jeden Monat mehr Netto bringen. Die Jahressteuer bleibt zwar gleich, aber der Liquiditätsvorteil ist real. Vor einer Erhöhung lohnt sich der Wechsel besonders, weil ein größerer Anteil deines Gehalts in den günstigeren Tarif fällt. Mehr Details findest du im Brutto-Netto-Rechner.
Sind Einmalzahlungen wie Boni netto schlechter?
Einmalzahlungen werden mit der sogenannten Fünftelregelung oder als sonstige Bezüge versteuert. Steuerlich ist das oft fair, aber im Auszahlungsmonat sieht der Lohnzettel hart aus, weil deutlich mehr abgezogen wird. Über das Jahr gleicht sich das mit der Lohnsteuerbescheinigung aus. Boni sind nicht netto schlechter, sie fühlen sich aber so an.
Was bringt ein Sachbezug statt 50 € mehr Brutto?
Sachbezüge bis 50 € pro Monat (etwa Tankgutscheine, Sachgeschenke) sind steuer- und sozialversicherungsfrei. Diese 50 € sind also auch 50 € netto. Für 50 € netto müsstest du sonst je nach Einkommen 90 bis 110 € mehr Brutto verhandeln. Sachbezug schlägt eine moderate Brutto-Erhöhung in den meisten Fällen deutlich.
Florians Finanz Fazit

Rechne mit der Hälfte und du wirst nicht enttäuscht

Wer 5 % mehr Brutto bekommt, sollte nicht mit 5 % mehr Netto rechnen. Realistisch sind bei mittleren Einkommen 50 bis 55 % der Brutto-Erhöhung. Klingt erst einmal ernüchternd, ist aber wichtig für die eigene Planung.

Mein Praxistipp: Verhandle nicht in Prozent, sondern in Netto-Zielen. Überlege dir, wie viel du tatsächlich auf dem Konto brauchst, und rechne erst dann zurück. Für Sparplan, Miete oder Urlaubsbudget zählt nur das Netto. Und wenn du den Sachbezug verhandeln kannst, ist der oft mehr wert als die zehnte Nachkommastelle bei der Prozenterhöhung.

Ein letzter Punkt: Nach einer Erhöhung sofort den Sparplan anheben. Du hast vorher ohne das Geld gelebt, also kannst du den größten Teil davon in einen ETF-Sparplan beim Neobroker oder Tagesgeld stecken. So wird aus 100 € netto pro Monat in 20 Jahren bei 7 % Rendite rund 50.000 €.

Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

Mehr über Florian erfahren →
Alle Angaben ohne Gewähr. Grundlage: BMF-Schreiben vom 12.11.2025 zum Programmablaufplan 2026 (Anlage 1). Bezugsjahr 2026, Werte gerundet nach amtlicher Vorschrift.
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