Gehaltserhöhungsrechner
Wie viel von deiner Gehaltserhöhung kommt netto wirklich an? Brutto- und Netto-Plus auf einen Blick, mit Diagramm und Vergleichstabelle für jede Prozentstufe.
Deine Gehaltserhöhung
Berechnung nach dem BMF-Programmablaufplan 2026.
Aktuell
Nach Erhöhung
Für verschiedene Prozentstufen, basierend auf deinen Eingaben.
Detaillierte Tabelle aller Erhöhungsstufen
Alle Stufen von 1 % bis 20 % mit Brutto und Netto je Monat und Jahr. Deine aktuell gewählte Stufe ist farblich markiert.
| Erhöhung | Brutto/Monat | Netto/Monat | Mehr Brutto/Monat | Mehr Netto/Monat | Mehr Netto/Jahr | Quote |
|---|
So funktioniert der Gehaltserhöhungsrechner
Der Rechner zeigt nicht nur den prozentualen Aufschlag, sondern was nach Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer und Sozialabgaben tatsächlich auf dem Konto landet.
Vom Brutto-Plus zum Netto-Plus
Eine Gehaltserhöhung von 5 % klingt eindeutig, sieht im Geldbeutel aber selten so aus. Beispiel: Bei einem Bruttogehalt von 4.000 € bedeuten 5 % genau 200 € mehr Brutto pro Monat. Auf dem Konto landen davon je nach Steuerklasse, Krankenkasse und Familiensituation rund 100 bis 115 €.
Der Grund ist der progressive Einkommensteuertarif: Je höher dein zu versteuerndes Einkommen, desto höher der Grenzsteuersatz auf den nächsten Euro. Hinzu kommen Sozialabgaben in Höhe von rund 21 % bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen. Aus dem Brutto-Plus wird so ein Netto-Plus, das deutlich kleiner ausfällt.
Der Rechner setzt den vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Programmablaufplan (PAP) für 2026 eins zu eins um. Grundfreibetrag, Beitragsbemessungsgrenzen, Tarifformeln und Pflege-Sonderregelungen sind exakt nach BMF-Schreiben vom 12. November 2025 hinterlegt.
Warum hohe Erhöhungen weniger Netto-Quote bringen
Beim nächsten verdienten Euro greift dein Grenzsteuersatz. Im Spitzenbereich des Steuertarifs liegt der bei 42 % oder ab rund 278.000 € Jahreseinkommen bei 45 %. Hinzu kommen Sozialabgaben, soweit du noch unter der Beitragsbemessungsgrenze liegst.
Ein Beispiel zeigt den Effekt. Bei einem Single in Steuerklasse I, Krankenkasse mit 2,9 % Zusatzbeitrag, NRW, kinderlos:
| Brutto/Monat | Bei 5 % mehr Brutto | Davon bleibt netto |
|---|---|---|
| 3.000 € | +150 € | rund 84 € (56 %) |
| 4.500 € | +225 € | rund 118 € (52 %) |
| 6.500 € | +325 € | rund 152 € (47 %) |
| 9.000 € | +450 € | rund 240 € (53 %) |
Auffällig: Ab der Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € im Monat (gesetzliche KV/PV) und 8.450 € (Rentenversicherung) fallen keine zusätzlichen Sozialabgaben mehr an. Die Netto-Quote auf Erhöhungen steigt dann wieder leicht, weil nur noch Lohnsteuer und Soli abgehen.
Was die Tabelle für deine nächste Verhandlung bedeutet
Die Tabelle im Rechner zeigt jeden Prozentschritt von 1 % bis 20 %. Damit kannst du in der Gehaltsverhandlung sehr konkret argumentieren. Drei Punkte sind besonders wichtig:
- Inflationsausgleich kostet zwei Prozent extra. Bei 2 % Inflation und 2 % Erhöhung bleibt netto nominal etwa die Hälfte. Real verlierst du Kaufkraft. Für reinen Ausgleich brauchst du 3 bis 4 % bei mittleren Einkommen.
- Sprung statt Schärfe. Eine einmalige 8 %-Erhöhung bringt dir über fünf Jahre netto deutlich mehr als fünf einzelne Erhöhungen von je 2 %. Zinseszins inklusive.
- Sachbezug schlägt Lohn. 50 € Sachbezug pro Monat sind steuer- und sozialversicherungsfrei. Das entspricht etwa 100 € mehr Brutto bei mittlerem Einkommen. Jobrad, Erholungsbeihilfe oder ein Diensthandy schlagen kleine prozentuale Erhöhungen oft.
Konkret: Berechne, wie viel netto du für dein gewünschtes Ziel brauchst, und teile das durch die Quote aus dem Rechner. Wenn du 200 € netto mehr willst und die Quote bei 50 % liegt, brauchst du 400 € Brutto, also bei 4.000 € rund 10 % Erhöhung. Mit dieser Zahl gehst du dann ins Gespräch.
Drei Szenarien im Vergleich
Drei typische Fälle, jeweils Steuerklasse I, gesetzliche Krankenkasse mit 2,9 % Zusatzbeitrag, NRW, kinderlos, nach BMF-PAP 2026:
| Szenario | Aktuell Brutto | Erhöhung | Mehr Netto/Monat | Mehr Netto/Jahr | Quote |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 3.000 € | 4 % | rund 67 € | rund 800 € | 56 % |
| Mittelfeld | 4.500 € | 5 % | rund 118 € | rund 1.420 € | 52 % |
| Führungskraft | 7.500 € | 7 % | rund 270 € | rund 3.240 € | 52 % |
Die Quote bewegt sich quer durch alle Einkommensgruppen meist zwischen 47 % und 58 %. Beamte, Selbstständige und privat Krankenversicherte liegen höher, weil bei ihnen ein Teil der Sozialabgaben entfällt.
Häufige Fragen zur Gehaltserhöhung
Warum bleibt von 5 % Brutto nur die Hälfte netto?
Lohnt sich ein Wechsel der Steuerklasse vor einer Erhöhung?
Sind Einmalzahlungen wie Boni netto schlechter?
Was bringt ein Sachbezug statt 50 € mehr Brutto?
Rechtliche Grundlagen
Rechne mit der Hälfte und du wirst nicht enttäuscht
Wer 5 % mehr Brutto bekommt, sollte nicht mit 5 % mehr Netto rechnen. Realistisch sind bei mittleren Einkommen 50 bis 55 % der Brutto-Erhöhung. Klingt erst einmal ernüchternd, ist aber wichtig für die eigene Planung.
Mein Praxistipp: Verhandle nicht in Prozent, sondern in Netto-Zielen. Überlege dir, wie viel du tatsächlich auf dem Konto brauchst, und rechne erst dann zurück. Für Sparplan, Miete oder Urlaubsbudget zählt nur das Netto. Und wenn du den Sachbezug verhandeln kannst, ist der oft mehr wert als die zehnte Nachkommastelle bei der Prozenterhöhung.
Ein letzter Punkt: Nach einer Erhöhung sofort den Sparplan anheben. Du hast vorher ohne das Geld gelebt, also kannst du den größten Teil davon in einen ETF-Sparplan beim Neobroker oder Tagesgeld stecken. So wird aus 100 € netto pro Monat in 20 Jahren bei 7 % Rendite rund 50.000 €.

