Finanzielle Freiheit Rechner
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Alles, was du über die FIRE-Bewegung und finanzielle Freiheit wissen musst.
Was ist finanzielle Freiheit?
Finanziell frei bist du, wenn deine Kapitalerträge deine Lebenshaltungskosten decken. Ab dann arbeitest du, weil du willst, nicht weil du musst. Es geht darum, ein Leben zu führen, in dem du deine finanziellen Verpflichtungen erfüllen kannst, ohne zwingend von einem Arbeitgeber und einem Gehaltsscheck abhängig zu sein.
Finanzielle Freiheit bedeutet, genug passives Einkommen (z.B. aus Dividenden, Mieten oder Zinsen) zu generieren, um deine Lebenshaltungskosten zu decken. Reich musst du dafür nicht sein: Bei 2.000 € Ausgaben im Monat reichen 600.000 € nach der 4-Prozent-Regel.
- Schuldenfreiheit: Keine oder nur minimal belastende Verpflichtungen.
- Erspartes: Eine finanzielle Reserve (Notgroschen) für Unvorhergesehenes.
- Passives Einkommen: Einnahmen aus ETFs, Aktien, Immobilien oder anderen Quellen.
- Finanzielle Ziele: Ein klarer Plan für deinen Vermögensaufbau.
Die 4 %-Regel (Trinity-Studie)
Woher weiß der Rechner, wie viel „Zielkapital“ du brauchst? Er nutzt dafür die Trinity-Studie von Cooley, Hubbard und Walz (1998). Die drei Finanzprofessoren haben für US-Depots seit 1926 durchgerechnet, welche jährliche Entnahmerate ein Depot über 30 Jahre durchhält.
Das Ergebnis: Wenn du dein Geld breit gestreut (z.B. in einen Welt-ETF) anlegst, kannst du jährlich etwa 4 % deines Startkapitals entnehmen (inklusive Inflationsanpassung). In rund 95 % der untersuchten 30-Jahres-Zeiträume reichte das Kapital. Für Deutschland plane 15 bis 20 % mehr Zielkapital ein, wegen Abgeltungsteuer und Krankenversicherungsbeiträgen.
Beispiel: Brauchst du 2.000 € im Monat, sind das 24.000 € im Jahr. Nach der 4%-Regel brauchst du also ein Zielkapital von 600.000 € (denn 4 % von 600.000 € sind genau 24.000 €).
Warum ist finanzielle Freiheit wichtig?
- Sicherheit: Mit einem Depot, das ein Jahr deiner Ausgaben abdeckt, überstehst du einen Jobverlust ohne Dispo und ohne Notverkauf.
- Selbstbestimmung: Du kannst dein Leben nach deinen Wünschen gestalten (z.B. in Teilzeit wechseln).
- Stressabbau: Weniger finanzielle Sorgen führen zu einer enormen Steigerung der Lebensqualität.
- Zeitgewinn: Du hast mehr Zeit für Hobbys, Familie und Dinge, die dir wirklich wichtig sind.
Wie erreichst du sie?
- Analysiere deine Finanzen: Stelle deine Einnahmen und Ausgaben detailliert gegenüber.
- Erstelle ein Budget: Setze Prioritäten und finde ungenutzte Sparpotenziale.
- Baue ein Notfallpolster auf: Spare mindestens drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeldkonto.
- Reduziere Schulden: Zahle hochverzinste Konsumkredite kompromisslos ab.
- Investiere klug: Nutze breit gestreute ETFs, Fonds oder Immobilien (Zinseszinseffekt!).
- Vermeide Lifestyle-Inflation: Wenn dein Gehalt steigt, erhöhe deine Sparrate, nicht nur deinen Konsum.
