Arbeit

Arbeitszeitrechner

Berechne deine Arbeitszeit und deinen Lohn pro Tag, Woche oder Monat. Mit gesetzlicher Pausenprüfung nach Arbeitszeitgesetz.

Min.
€

Deine Arbeitszeit

Brutto-Arbeitszeit
9:00 Std.
inkl. Pause
Netto-Arbeitszeit
8:30 Std.
ohne Pause
Tageslohn
170,00 €
brutto
Pause in Ordnung: Deine Pause von 30 Min. erfüllt die gesetzliche Mindestpause von 30 Min. nach Paragraph 4 ArbZG.

Kurz gesagt

Arbeitest du von 8:00 bis 17:00 Uhr mit 30 Minuten Pause, kommst du auf 8:30 Stunden Nettoarbeitszeit. Bei 20,00 € Stundenlohn entspricht das 170,00 € brutto am Tag. Die 30 Minuten Pause erfüllen die gesetzliche Mindestpause nach § 4 ArbZG.

Beispielrechnung: Tagesarbeitszeit und Tageslohn

Alle Fälle mit 20,00 € Stundenlohn brutto, die Pause zählt nicht zur Arbeitszeit.

ArbeitszeitPauseAnwesenheitNettoarbeitszeitTageslohn brutto
08:00 bis 14:000 Min.6:00 Std.6:00 Std.120,00 €
08:00 bis 16:3030 Min.8:30 Std.8:00 Std.160,00 €
08:00 bis 17:0030 Min.9:00 Std.8:30 Std.170,00 €
09:00 bis 18:0060 Min.9:00 Std.8:00 Std.160,00 €
07:00 bis 17:4545 Min.10:45 Std.10:00 Std.200,00 €

Bis sechs Stunden besteht keine Pausenpflicht, ab mehr als neun Stunden verlangt der Rechner 45 Minuten. Stand Oktober 2026. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

Arbeitszeit richtig berechnen

Wie das Arbeitszeitgesetz Pausen, Höchstarbeitszeit und Ruhezeiten regelt und welche Werte du für eine korrekte Abrechnung brauchst.

Grundlagen

Was zählt als Arbeitszeit?

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) definiert Arbeitszeit als die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Ruhepausen. Pausen zählen also nicht als Arbeitszeit und müssen vom Brutto-Zeitraum abgezogen werden.

Maßgeblich ist der Paragraph 3 ArbZG: Die werktägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann bis auf zehn Stunden verlängert werden, sofern innerhalb von sechs Kalendermonaten ein Durchschnitt von acht Stunden eingehalten wird.

Wichtig: Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 sind Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter systematisch zu erfassen.

Pausenregelung

Wie viel Pause schreibt das Gesetz vor?

Paragraph 4 ArbZG legt feste Mindestpausen abhängig von der täglichen Arbeitszeit fest. Diese Pausen sind unbezahlt und zählen nicht zur Arbeitszeit.

Arbeitszeit pro TagMindestpauseAufteilung möglich
bis 6 Stundenkeine Pflicht—
mehr als 6 bis 9 Stunden30 Minutenja, in Blöcke von je 15 Min.
mehr als 9 Stunden45 Minutenja, in Blöcke von je 15 Min.

Praxistipp: Wer länger als sechs Stunden arbeitet, ohne Pause zu nehmen, riskiert ein Bußgeld für den Arbeitgeber. Die Pause muss spätestens nach sechs Stunden ununterbrochener Arbeit liegen.

Berechnung

So funktioniert die Formel

Der Rechner zieht die Pausendauer von der Brutto-Arbeitszeit ab und multipliziert das Ergebnis mit deinem Stundenlohn.

Netto-Arbeitszeit = (Arbeitsende − Arbeitsstart) − Pausendauer
Tageslohn = Netto-Arbeitszeit × Stundenlohn
Wochenlohn = Tageslohn × Arbeitstage pro Woche
Monatslohn = Wochenlohn × Wochen pro Monat (ca. 4,33)

Der Faktor 4,33 ergibt sich aus 52 Wochen geteilt durch 12 Monate. Genauere Werte liefert die Tagesberechnung, weil sie keine Mittelwerte über mehrere Monate streckt.

Beispiele

Drei typische Arbeitszeit-Szenarien

SzenarioBruttoPauseNettoStundenlohnTageslohn
9-to-58:00 Std.30 Min.7:30 Std.20,00 €150,00 €
Lange Schicht10:00 Std.45 Min.9:15 Std.18,00 €166,50 €
Teilzeit5:00 Std.0 Min.5:00 Std.15,00 €75,00 €

Beim 9-to-5-Beispiel ergibt die Hochrechnung 750 € pro Woche bei fünf Arbeitstagen und etwa 3.248 € im Monat. Das ist der Bruttowert vor Lohnsteuer und Sozialabgaben.

Tipps

Worauf du bei der Arbeitszeiterfassung achten solltest

  • Erfasse Start, Ende und Pause für jeden Arbeitstag separat. Sammelangaben verstoßen gegen die Aufzeichnungspflicht nach BAG-Urteil.
  • Zwischen zwei Arbeitstagen liegen mindestens elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit (Paragraph 5 ArbZG).
  • Überstunden zählen erst, wenn der Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag eine Vergütungsregelung enthält. Sonst gelten sie oft als pauschal abgegolten.
  • Sonn- und Feiertage sind grundsätzlich arbeitsfrei. Ausnahmen regelt Paragraph 10 ArbZG.
  • Arbeitest du mehr als acht (höchstens zehn) Stunden täglich, muss das innerhalb von sechs Monaten auf durchschnittlich acht Stunden ausgeglichen werden.
FAQ

Häufige Fragen

Muss mein Arbeitgeber die Pause vorgeben?
Lage und Dauer der Pause legt der Arbeitgeber im Rahmen seines Weisungsrechts fest, allerdings nicht völlig frei. Die Pause darf nicht am Anfang oder Ende der Schicht liegen und muss in vernünftigen Abständen genommen werden. Üblich sind Pausen nach drei bis vier Stunden Arbeit.
Zählt der Weg zur Arbeit als Arbeitszeit?
Nein. Der Weg von zu Hause zum Arbeitsplatz ist nach ständiger Rechtsprechung Privatangelegenheit und keine Arbeitszeit. Anders sieht es bei Dienstreisen oder beim Wechsel zwischen verschiedenen Einsatzorten während der Schicht aus.
Wie wirkt sich Teilzeit auf die Pause aus?
Bei einer Schicht unter sechs Stunden besteht keine gesetzliche Pausenpflicht. Wer also fünf Stunden am Stück arbeitet, muss keine Pause machen. Sobald die Schicht aber sechs Stunden überschreitet, gilt die 30-Minuten-Regel.
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Arbeitszeit?
Die Brutto-Arbeitszeit ist die gesamte Zeit zwischen Arbeitsstart und Arbeitsende. Die Netto-Arbeitszeit zieht alle Pausen ab und ist die tatsächlich geleistete Arbeitszeit. Für die Lohnberechnung zählt immer die Netto-Arbeitszeit.
Florians Finanz Fazit

Erfasse deine Zeit lückenlos, sonst verschenkst du Geld

Viele Arbeitnehmer unterschätzen, wie viel Geld in nicht erfassten Überstunden steckt. Eine halbe Stunde Mehrarbeit pro Tag summiert sich bei 20 € Stundenlohn auf rund 50 € pro Woche oder 217 € pro Monat. Wer diese Zeit nicht dokumentiert, kann sie auch nicht einfordern.

Seit dem BAG-Urteil 2022 ist klar: Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung liegt beim Arbeitgeber. Trotzdem solltest du selbst Buch führen. Ein einfaches Notizbuch oder eine App reichen aus. Damit hast du im Streitfall Belege und kannst Überstunden, Mehrarbeitszuschläge oder Gleitzeit-Guthaben sauber nachweisen.

Mein Tipp: Rechne dir vor jeder Gehaltsverhandlung deinen echten Stundenlohn aus. Teile dein Jahresgehalt durch die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, nicht durch die Sollstunden im Vertrag. Das Ergebnis öffnet vielen die Augen. Wenn du wissen willst, wie viel netto vom Bruttogehalt übrig bleibt, hilft dir der Brutto-Netto-Rechner.

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Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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