Arbeitszeitrechner
Berechne deine Arbeitszeit und deinen Lohn pro Tag, Woche oder Monat. Mit gesetzlicher Pausenprüfung nach Arbeitszeitgesetz.
Deine Arbeitszeit
Arbeitszeit richtig berechnen
Wie das Arbeitszeitgesetz Pausen, Höchstarbeitszeit und Ruhezeiten regelt und welche Werte du für eine korrekte Abrechnung brauchst.
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Was zählt als Arbeitszeit?
Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) definiert Arbeitszeit als die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Ruhepausen. Pausen zählen also nicht als Arbeitszeit und müssen vom Brutto-Zeitraum abgezogen werden.
Maßgeblich ist der Paragraph 3 ArbZG: Die werktägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann bis auf zehn Stunden verlängert werden, sofern innerhalb von sechs Kalendermonaten ein Durchschnitt von acht Stunden eingehalten wird.
Wichtig: Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 sind Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter systematisch zu erfassen.
Wie viel Pause schreibt das Gesetz vor?
Paragraph 4 ArbZG legt feste Mindestpausen abhängig von der täglichen Arbeitszeit fest. Diese Pausen sind unbezahlt und zählen nicht zur Arbeitszeit.
| Arbeitszeit pro Tag | Mindestpause | Aufteilung möglich |
|---|---|---|
| bis 6 Stunden | keine Pflicht | — |
| mehr als 6 bis 9 Stunden | 30 Minuten | ja, in Blöcke von je 15 Min. |
| mehr als 9 Stunden | 45 Minuten | ja, in Blöcke von je 15 Min. |
Praxistipp: Wer länger als sechs Stunden arbeitet, ohne Pause zu nehmen, riskiert ein Bußgeld für den Arbeitgeber. Die Pause muss spätestens nach sechs Stunden ununterbrochener Arbeit liegen.
So funktioniert die Formel
Der Rechner zieht die Pausendauer von der Brutto-Arbeitszeit ab und multipliziert das Ergebnis mit deinem Stundenlohn.
Tageslohn = Netto-Arbeitszeit × Stundenlohn
Wochenlohn = Tageslohn × Arbeitstage pro Woche
Monatslohn = Wochenlohn × Wochen pro Monat (ca. 4,33)
Der Faktor 4,33 ergibt sich aus 52 Wochen geteilt durch 12 Monate. Genauere Werte liefert die Tagesberechnung, weil sie keine Mittelwerte über mehrere Monate streckt.
Drei typische Arbeitszeit-Szenarien
| Szenario | Brutto | Pause | Netto | Stundenlohn | Tageslohn |
|---|---|---|---|---|---|
| 9-to-5 | 8:00 Std. | 30 Min. | 7:30 Std. | 20,00 € | 150,00 € |
| Lange Schicht | 10:00 Std. | 45 Min. | 9:15 Std. | 18,00 € | 166,50 € |
| Teilzeit | 5:00 Std. | 0 Min. | 5:00 Std. | 15,00 € | 75,00 € |
Beim 9-to-5-Beispiel ergibt die Hochrechnung 750 € pro Woche bei fünf Arbeitstagen und etwa 3.248 € im Monat. Das ist der Bruttowert vor Lohnsteuer und Sozialabgaben.
Worauf du bei der Arbeitszeiterfassung achten solltest
- Erfasse Start, Ende und Pause für jeden Arbeitstag separat. Sammelangaben verstoßen gegen die Aufzeichnungspflicht nach BAG-Urteil.
- Zwischen zwei Arbeitstagen liegen mindestens elf Stunden ununterbrochene Ruhezeit (Paragraph 5 ArbZG).
- Überstunden zählen erst, wenn der Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag eine Vergütungsregelung enthält. Sonst gelten sie oft als pauschal abgegolten.
- Sonn- und Feiertage sind grundsätzlich arbeitsfrei. Ausnahmen regelt Paragraph 10 ArbZG.
- Bei Mehrarbeit über zehn Stunden täglich brauchst du einen Ausgleich innerhalb von sechs Monaten.
Häufige Fragen
Muss mein Arbeitgeber die Pause vorgeben?
Zählt der Weg zur Arbeit als Arbeitszeit?
Wie wirkt sich Teilzeit auf die Pause aus?
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Arbeitszeit?
Rechtliche Grundlagen
Erfasse deine Zeit lückenlos, sonst verschenkst du Geld
Viele Arbeitnehmer unterschätzen, wie viel Geld in nicht erfassten Überstunden steckt. Eine halbe Stunde Mehrarbeit pro Tag summiert sich bei 20 € Stundenlohn auf rund 50 € pro Woche oder 217 € pro Monat. Wer diese Zeit nicht dokumentiert, kann sie auch nicht einfordern.
Seit dem BAG-Urteil 2022 ist klar: Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung liegt beim Arbeitgeber. Trotzdem solltest du selbst Buch führen. Ein einfaches Notizbuch oder eine App reichen aus. Damit hast du im Streitfall Belege und kannst Überstunden, Mehrarbeitszuschläge oder Gleitzeit-Guthaben sauber nachweisen.
Mein Tipp: Rechne dir vor jeder Gehaltsverhandlung deinen echten Stundenlohn aus. Teile dein Jahresgehalt durch die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, nicht durch die Sollstunden im Vertrag. Das Ergebnis öffnet vielen die Augen. Wenn du wissen willst, wie viel netto vom Bruttogehalt übrig bleibt, hilft dir der Brutto-Netto-Rechner.

