Maklerprovision Rechner
Berechne die Maklerprovision für deinen Immobilienkauf oder -verkauf, inklusive der gesetzlichen 50/50-Aufteilung seit Dezember 2020.
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Alles zur Maklerprovision
Wie die Provision berechnet wird, was das Gesetz von 2020 änderte und was du beim Immobilienkauf wissen musst.
Was ist die Maklerprovision?
Die Maklerprovision, auch Courtage genannt, ist die Vergütung des Immobilienmaklers für die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie. Sie wird fällig, sobald ein notarieller Kaufvertrag abgeschlossen wird, also nur im Erfolgsfall.
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt für den Kauf von Wohnimmobilien durch Privatpersonen das Prinzip der geteilten Courtage nach §§ 656a bis 656d BGB: Beauftragt der Verkäufer einen Makler, darf der Käufer höchstens so viel zahlen wie der Verkäufer. In der Praxis hat sich die 50/50-Aufteilung weitgehend durchgesetzt.
Das Gesetz von 2020 im Überblick
Vor Dezember 2020 zahlte in vielen Bundesländern ausschließlich der Käufer die volle Provision, obwohl der Verkäufer den Makler beauftragt hatte. Das neue Gesetz änderte das Bestellerprinzip für Kaufimmobilien grundlegend.
Der Verkäufer muss seinen Anteil nachweislich gezahlt haben, bevor der Makler den Käuferanteil einfordern darf.
So wird die Provision berechnet
Die Provision ergibt sich als prozentualer Anteil am Kaufpreis. Der ausgewiesene Satz enthält in der Regel bereits die Umsatzsteuer von 19 %.
Nettoprovision = Bruttoprovision ÷ 1,19
MwSt.-Anteil = Bruttoprovision − Nettoprovision
Käuferanteil = Bruttoprovision × 50 %
Beispiel: Kaufpreis 400.000 €, Satz 7,14 %, Aufteilung 50/50: Gesamtprovision = 28.560 €, Käufer zahlt 14.280 €.
Übliche Provisionssätze nach Bundesland
Die Sätze sind nicht gesetzlich festgelegt und können individuell verhandelt werden. Diese Werte spiegeln die Marktpraxis 2024/2025 wider.
| Bundesland | Gesamt (brutto) | Käufer | Verkäufer |
|---|---|---|---|
| Bayern | 7,14 % | 3,57 % | 3,57 % |
| Baden-Württemberg | 7,14 % | 3,57 % | 3,57 % |
| Berlin | 7,14 % | 3,57 % | 3,57 % |
| Brandenburg | 7,14 % | 3,57 % | 3,57 % |
| Bremen | 5,95 % | 2,975 % | 2,975 % |
| Hamburg | 6,25 % | 3,125 % | 3,125 % |
| Hessen | 5,95 % | 2,975 % | 2,975 % |
| NRW | 7,14 % | 3,57 % | 3,57 % |
| Sachsen | 7,14 % | 3,57 % | 3,57 % |
| Thüringen | 7,14 % | 3,57 % | 3,57 % |
Was du verhandeln kannst
Die Provision ist kein gesetzlich festgelegter Wert. Mit dem richtigen Vorgehen lässt sich einiges einsparen.
- Verhandle den Satz direkt beim Erstkontakt mit dem Makler, nicht erst nach Besichtigung.
- Bei hochpreisigen Immobilien ab 600.000 € akzeptieren viele Makler einen reduzierten Satz von 5,95 % oder weniger.
- Kaufst du ohne Makler direkt vom Eigentümer, entfällt die Courtage komplett.
- Die Maklerprovision ist steuerlich nicht als Anschaffungsnebenkosten für Privatnutzung abzugsfähig, wohl aber bei vermieteten Immobilien als Werbungskosten.
- Lass dir die Courtage-Vereinbarung stets schriftlich geben, bevor du eine Besichtigung buchst.
Maklerprovision im Kontext der Kaufnebenkosten
Beim Immobilienkauf summieren sich die Nebenkosten schnell auf 10 bis 15 % des Kaufpreises. Die Provision ist dabei nur ein Posten.
| Kostenart | Typische Höhe |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 – 6,5 % |
| Notar- und Grundbuchkosten | ca. 1,5 – 2 % |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | 2,975 – 3,57 % |
| Gutachter (optional) | 0,1 – 0,3 % |
| Gesamt | 8 – 12 % |
Häufige Fragen zur Maklerprovision
Muss ich als Käufer immer eine Provision zahlen?
Gilt das 50/50-Prinzip auch bei Gewerbeimmobilien?
Kann ich die Provision steuerlich absetzen?
Was passiert, wenn der Kaufvertrag platzt?
Diese Rechner helfen dir bei der Planung deines Immobilienkaufs oder der Vermögensanlage weiter:
- § 656a BGB – Gesetze im Internet (Bundesministerium der Justiz)
- § 656d BGB – Gesetze im Internet (Bundesministerium der Justiz)
- Bundesministerium der Justiz – Maklerrecht beim Wohnungskauf
- Verbraucherzentrale – Maklercourtage: Was muss ich zahlen?
- IVD – Immobilienverband Deutschland (Marktdaten Provisionssätze)
