Stromrechner

E-Auto Laden Kosten Rechner

Berechne in Sekunden, was eine Ladung deines Elektroautos kostet, zuhause an der Wallbox, an der öffentlichen AC-Säule oder am HPC-Schnelllader. Inklusive Ladedauer, Kosten pro 100 km und Vergleich zum Benziner.

kWh
€/kWh
kW
%
kWh/100 km
km
€/L
L/100 km
Geladene Energie
39,1 kWh
davon 36,0 kWh in den Akku
Kosten pro Ladung
11,74 €
von 20 % auf 80 %
Kosten pro 100 km
5,87 €
bei 18,0 kWh/100 km
Ladedauer
3 h 16 min
bei 11 kW
Stromkosten pro Jahr
880,43 €
15.000 km Jahresfahrleistung
Reichweite pro Ladung
200 km
netto verfügbar
Vergleich: Strom gegen Benzin pro 100 km
E-Auto Stromkosten 5,87 €
Benziner Spritkosten 12,60 €

Du sparst auf 100 km rund 6,73 € und im Jahr 1.009,57 € gegenüber dem Benziner.

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Kurz gesagt

Lädst du einen 60-kWh-Akku an der eigenen Wallbox für 30 Cent pro kWh von 20 % auf 80 %, kostet dich das laut Rechner 11,74 € inklusive 8 % Ladeverlust. Bei 18 kWh Verbrauch fährst du damit für 5,87 € pro 100 km und zahlst bei 15.000 km rund 880 € im Jahr. Gegenüber einem Benziner mit 7 Litern zu 1,80 € sparst du so rund 1.009,57 € im Jahr.

Beispielrechnung: E-Auto-Ladekosten nach Ladeort

Alle Fälle gelten für einen 60-kWh-Akku, der von 20 % auf 80 % lädt, mit 18 kWh Verbrauch pro 100 km und 15.000 km im Jahr; Strompreis, Ladeleistung und Ladeverlust übernimmt der Rechner aus dem gewählten Ladeort.

Ladeort und Preis pro kWhKosten pro LadungKosten pro 100 kmKosten pro JahrLadedauer
Eigene Wallbox, 0,30 €11,74 €5,87 €880,43 €3 h 16 min
Haushaltssteckdose (Schuko), 0,38 €17,10 €8,55 €1.282,50 €15 h 39 min
AC öffentlich, 0,55 €22,00 €11,00 €1.650,00 €1 h 38 min
DC-Schnelllader 50 kW, 0,65 €24,89 €12,45 €1.867,02 €43 min
HPC über 150 kW, 0,79 €29,94 €14,97 €2.245,26 €14 min

Die Strompreise sind Beispielwerte des Rechners, dein Tarif kann abweichen, Stand Oktober 2026. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

So funktionieren die E-Auto Ladekosten

Was du über Strompreise, Ladeverluste und die Unterschiede zwischen Wallbox, AC-Säule und HPC-Schnelllader wissen musst.

Was kostet eine E-Auto Ladung wirklich?

Die Ladekosten hängen von drei Faktoren ab: der geladenen Energiemenge in Kilowattstunden, dem Strompreis am Ladepunkt und dem Ladeverlust beim Übertragen vom Netz in die Batterie.

Eine typische Ladung von 20 auf 80 Prozent bei einem 60-kWh-Akku entspricht 36 kWh netto. Inklusive Ladeverlust kommen etwa 39 kWh aus dem Netz. An der eigenen Wallbox zum Haushaltstarif zahlst du dafür rund 12 bis 15 €. Am HPC-Lader unterwegs schnellen die Kosten auf 30 € hoch, also gut das Doppelte.

Wer überwiegend zuhause lädt, fährt deshalb deutlich günstiger als jemand, der häufig unterwegs auf öffentliche Ladepunkte angewiesen ist. Das ist neben Anschaffungspreis und Reichweite der wichtigste Hebel für die Wirtschaftlichkeit eines Elektroautos.

Die Formel hinter dem Rechner

Der Rechner nutzt eine Kettenrechnung aus Energiebedarf, Ladeverlust und Strompreis. Schritt für Schritt sieht das so aus:

Geladene Energie netto = Akku-Kapazität × (Ziel-SoC − Start-SoC) ÷ 100
Energie aus dem Netz = Geladene Energie ÷ (1 − Ladeverlust ÷ 100)
Kosten pro Ladung = Energie aus dem Netz × Strompreis
Kosten pro 100 km = Verbrauch × Strompreis ÷ (1 − Ladeverlust ÷ 100)
Ladedauer in Stunden = Geladene Energie netto ÷ Ladeleistung

Hinweis: Die tatsächliche Ladedauer am Schnelllader liegt meist höher als rechnerisch, weil die Ladekurve oberhalb von 80 Prozent stark abfällt. Für AC-Laden bis 22 kW ist die Rechnung praxisnah.

Was kostet die Kilowattstunde wo?

Die Preise pro kWh schwanken je nach Ladeort erheblich. Diese Tabelle zeigt typische Tarife in Deutschland im Jahr 2026:

Ladeort Preis pro kWh Kosten 60-kWh-Akku 20→80 %
Eigene Wallbox / PV-Mix 0,25 bis 0,32 € 10 bis 13 €
Haushaltsstrom Schuko 0,35 bis 0,42 € 16 bis 19 €
AC-Ladesäule öffentlich 0,49 bis 0,59 € 20 bis 24 €
DC-Schnelllader (50 kW) 0,55 bis 0,69 € 21 bis 26 €
HPC / Ionity ad hoc 0,69 bis 0,89 € 26 bis 34 €

Die Kosten enthalten die Ladeverluste, die der Rechner je Ladeort ansetzt (Wallbox 8 %, Schuko 20 %, AC 10 %, DC 6 %, HPC 5 %). Haushaltsstrom kostet 2026 im Schnitt 37,0 Cent pro kWh (BDEW, Neukundentarife). Aral pulse verlangt ad hoc zum Beispiel 0,59 € an AC-Säulen, 0,69 € an DC-Ladern bis 50 kW und 0,79 € am HPC-Lader.

Mit einer Ladekarte oder einem Vertrag bei Anbietern wie EnBW mobility+, Aral Pulse, Maingau oder ADAC e-Charge fallen die Schnelllade-Tarife oft 10 bis 30 Cent pro kWh günstiger aus als Ad-hoc-Preise.

Warum 100 Prozent Akku mehr kosten als 100 Prozent Strom

Beim Laden geht ein Teil der Energie verloren, bevor sie in der Batterie ankommt. Verantwortlich sind das Ladegerät im Auto, die Leistungselektronik und die Ladeleitung selbst. Die typischen Werte:

  • Schuko-Steckdose 2,3 kW: 15 bis 25 Prozent Verlust, weil der niedrige Strom über lange Zeit zieht und Nebenverbraucher mitlaufen.
  • Wallbox 11 kW: 8 bis 12 Prozent Verlust, der gängige Sweet Spot für Heimladung.
  • AC-Schnellladung 22 kW: 10 bis 14 Prozent Verlust, je nach Bordlader.
  • DC-Laden ab 50 kW: 5 bis 8 Prozent Verlust, weil der Strom direkt in die Batterie geht.
Praxistipp: Wenn du zuhause an der Schuko lädst, addiere etwa 20 Prozent auf deine Stromrechnung. Eine 11-kW-Wallbox amortisiert sich für Vielfahrer durch geringere Verluste oft schon in zwei bis drei Jahren.

Wie lange dauert eine Ladung wirklich?

Die rechnerische Ladedauer ergibt sich aus der geladenen Energie geteilt durch die Ladeleistung. In der Praxis bestimmt aber zusätzlich die Ladekurve des Akkus, wie schnell es geht. Oberhalb von 80 Prozent drosselt jedes E-Auto die Leistung deutlich, um die Zellen zu schonen.

Ladequelle Leistung 0 → 100 % bei 60 kWh (rechnerisch) 10 → 80 % praxisnah
Schuko 230 V2,3 kW~ 26 h~ 18 h
Wallbox 11 kW11 kW~ 5,5 h~ 4 h
Wallbox 22 kW22 kW~ 2,7 h~ 2 h
DC-Schnelllader50 kW~ 1,2 h~ 50 min
HPC-Lader150 kW+~ 25 min~ 18 min

Beachte: Die maximale Ladeleistung des Autos limitiert oft den Schnelllader. Die Spanne ist groß: Ein Renault Zoe lädt mit höchstens 50 kW, ein Tesla Model 3 Long Range mit bis zu 250 kW. Der Lader liefert nur, was das Fahrzeug abnimmt.

So senkst du deine Ladekosten spürbar

  • Heimladen priorisieren: Über 80 Prozent deiner Ladungen solltest du zuhause oder am Arbeitsplatz erledigen. Schnelllader sind für die Langstrecke da, nicht für den Alltag.
  • Wallbox-Stromtarif separat: Viele Versorger bieten Autostrom-Tarife für einen eigenen Zähler an. Geht deine Wallbox seit 2024 in Betrieb, senkt der Netzbetreiber nach § 14a EnWG das Netzentgelt, weil er sie im Notfall drosseln darf: pauschal um 110 bis 190 € im Jahr (Modul 1) oder um 60 % des Netzentgelt-Arbeitspreises mit separatem Zähler (Modul 2).
  • PV-Anlage nutzen: Mit Photovoltaik liegen die effektiven Stromkosten bei 8 bis 12 Cent pro kWh. Eine 11-kW-Wallbox mit Überschussladung holt das Maximum aus der eigenen Erzeugung.
  • Ladekarte vergleichen: Maingau Energie, EnBW mobility+, ADAC e-Charge und Elli (VW) bieten unterschiedliche Tarifmodelle. Wer 5.000 km im Jahr unterwegs lädt, spart mit dem passenden Tarif rund 150 bis 300 € im Jahr.
  • Nicht über 80 Prozent laden im Alltag: Die Ladekurve fällt oberhalb 80 Prozent stark ab. Auf der Langstrecke kostet dich der Sprung auf 100 Prozent oft mehr Zeit als ein zweiter Ladestopp.
  • Roaming-Aufschläge meiden: Ad hoc per QR-Code zahlst du oft 10 bis 30 Cent mehr pro kWh als mit Ladekarte. Prüfe vor dem Laden den Preis in der App, Roaming-Preise unterscheiden sich je Betreiber.

Ein typisches E-Auto-Jahr in Zahlen

Annahme: Ein Hyundai Kona Elektro mit 64 kWh Akku, 16 kWh Verbrauch pro 100 km, 15.000 km Jahresfahrleistung. Die Stromkosten enthalten rund 10 % Ladeverlust:

Lademix Anteil zuhause / unterwegs Mittlerer Preis Stromkosten pro Jahr
Pendler mit Wallbox90 % / 10 %0,33 €/kWh880 €
Stadtfahrer ohne Wallbox40 % / 60 %0,52 €/kWh1.387 €
Vielfahrer Außendienst50 % / 50 %0,49 €/kWh1.307 €
Benziner-Vergleich7 L/100 km bei 1,80 €0,126 €/km1.890 €

Selbst der Stadtfahrer ohne Wallbox kommt günstiger weg als ein vergleichbarer Benziner. Der Pendler mit Wallbox zahlt rund 500 € im Jahr weniger als der Stadtfahrer ohne Wallbox, über zehn Jahre also rund 5.000 €.

Häufige Fragen zu E-Auto Ladekosten

Was kostet eine Vollladung zuhause?
Bei einem durchschnittlichen Akku von 60 kWh und einem Haushaltsstrompreis von 0,38 €/kWh kostet eine Vollladung von 0 auf 100 Prozent rund 25 €, inklusive Ladeverlust. Mit eigener Wallbox und einem speziellen Autostromtarif drückst du den Preis auf 18 bis 21 € pro Vollladung. Realistisch lädst du im Alltag aber selten von 0 auf 100 Prozent, sondern von 20 auf 80 Prozent. Diese 60 Prozent kosten dich rund 12 bis 15 € an der heimischen Wallbox.
Lohnt sich eine eigene Wallbox finanziell?
Eine 11-kW-Wallbox kostet inklusive Installation 1.500 bis 2.500 €. Wer 15.000 km im Jahr fährt und überwiegend zuhause lädt, spart pro Jahr rund 300 bis 500 € gegenüber Schuko-Laden mit hohem Verlust und 600 bis 1.000 € gegenüber regelmäßigem Laden an öffentlichen AC-Säulen. Die Amortisation liegt damit bei zwei bis fünf Jahren, abhängig von Fahrleistung und vorherigem Ladeverhalten. Dazu kommt der Komfortgewinn durch sauberes, schnelles Laden ohne Kabelsalat.
Warum ist Schnellladen so viel teurer?
Schnelllader kosten in der Anschaffung 80.000 € und mehr pro Säule, brauchen einen leistungsfähigen Netzanschluss und müssen sich über die Ladevorgänge refinanzieren. Dazu kommen Standortkosten, Kartengebühren und Roaming-Aufschläge. Wer ohne Vertrag ad hoc lädt, bezahlt zusätzlich einen Aufschlag, der den Preis auf 0,69 bis 0,89 € pro kWh treibt. Mit einer Ladekarte oder einem festen Tarif liegen die Schnelllade-Preise bei 0,55 bis 0,69 € pro kWh, also etwa beim Doppelten des Heimstroms.
Wie hoch ist der Stromverbrauch eines E-Autos pro 100 km?
Der reale Verbrauch liegt zwischen 14 und 25 kWh pro 100 km, je nach Modell, Geschwindigkeit, Außentemperatur und Fahrweise. Kompaktwagen wie ein Renault Zoe oder VW ID.3 brauchen 14 bis 17 kWh, Mittelklasse-SUVs wie ein Tesla Model Y oder Skoda Enyaq 17 bis 21 kWh. Im Winter steigt der Verbrauch durch Heizung und Wärmepumpe um 20 bis 35 Prozent. Auf der Autobahn bei 130 km/h fließen schnell 22 bis 28 kWh pro 100 km. Der WLTP-Wert aus dem Datenblatt liegt in der Regel 10 bis 20 Prozent unter dem Realverbrauch.
Florians Finanz Fazit

Wallbox + PV-Anlage = Kostensenkung

Die Mathematik ist eindeutig: Heimladen schlägt jede andere Variante. Mit einer eigenen Wallbox in Kombination mit einer PV-Anlage drückst du deine Stromkosten auf 8 bis 12 Cent pro kWh. Damit fährst du dein Auto für unter 2 € pro 100 km. Kein Verbrenner kommt da auch nur ansatzweise mit.

Bei 15.000 km im Jahr trennen Heim- und Schnellladen schnell 1.000 € pro Jahr. Über zehn Jahre gerechnet sind das 10.000 €, also fast der Preis eines Kleinwagens. Wer ohne Stellplatz ausschließlich auf öffentliche Ladepunkte angewiesen ist, fährt beim aktuellen Schnelllade-Niveau oft teurer als mit einem effizienten Diesel.

Die ökonomische und geostrategische Dimension: Deutschland importiert fast sein gesamtes Rohöl. Jede Tankfüllung Benzin schickt Geld in Förderländer, die geopolitisch nicht immer auf unserer Seite stehen. Strom für dein E-Auto stammt dagegen schon zu 55,1 Prozent aus erneuerbaren Quellen (Anteil am Bruttostromverbrauch 2025, Umweltbundesamt). Mit einer eigenen PV-Anlage produzierst du sogar einen Teil davon selbst auf deinem Dach. Du machst dich unabhängig von OPEC-Entscheidungen, Pipeline-Politik und Wechselkursen am Rohölmarkt.

Volkswirtschaftlich rechnet sich der Umstieg ähnlich. Jeder Euro, den du nicht für importierten Kraftstoff ausgibst, bleibt im inländischen Wirtschaftskreislauf. Strom-Infrastruktur, Handwerker für Wallbox-Installation, Solarteure und Netzbetreiber profitieren direkt. Wer heute auf Wallbox plus Photovoltaik setzt, optimiert seine Haushaltskasse und stärkt gleichzeitig die Energieunabhängigkeit Deutschlands.

Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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Alle Angaben ohne Gewähr. Strompreise sind Beispielwerte auf Basis des BDEW-Durchschnitts und der Ad-hoc-Tarife großer Ladenetze, Stand Oktober 2026. Tatsächliche Ladekosten variieren je nach Anbieter, Tarif und Fahrzeugmodell.
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