Kostenrechner

Steuerberater Kosten Rechner

Berechne die voraussichtlichen Kosten deines Steuerberaters auf Basis der amtlichen Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Du brauchst dafür nur den Gegenstandswert.

Leistung und Gegenstandswert
Optionale Zusatzleistungen
Deine geschätzte Steuerberater-Vergütung
Mindestkosten (netto)
113 €
Untere Schätzung
Wahrscheinliche Kosten (netto)
394 €
Durchschnittlicher Ansatz
Maximalkosten (netto)
675 €
Obere Schätzung
Gesamtkosten (brutto)
469 €
Inkl. 19% MwSt.
Hinweis: Die Werte basieren auf den Gebührentabellen der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und den dort vorgesehenen Zehntelsätzen. Die tatsächliche Vergütung vereinbarst du individuell mit deinem Steuerberater, Abweichungen nach oben und unten sind möglich. Eine höhere oder niedrigere Vergütung ist zulässig, wenn ihr sie in Textform vereinbart (§ 4 StBVV).
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Kurz gesagt

Eine Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer mit 40.000 € Jahreseinkommen kostet beim Steuerberater nach StBVV zwischen 113 € und 675 € netto. Bei durchschnittlicher Komplexität rechnet der Rechner mit 394 € netto, inklusive 19 % Mehrwertsteuer sind das 469 €. Den genauen Betrag vereinbarst du mit deinem Steuerberater, die Gebührentabelle gibt nur den Rahmen vor.

Beispielrechnung: Steuerberaterkosten für die Einkommensteuererklärung

Alle Fälle gelten für die Einkommensteuererklärung von Arbeitnehmern oder Rentnern ohne Zusatzleistungen.

JahreseinkommenKomplexitätMindestkosten (netto)Wahrscheinliche Kosten (netto)Gesamtkosten (brutto)
25.000 €Durchschnittlich85 €299 €356 €
40.000 €Einfach113 €113 €134 €
40.000 €Durchschnittlich113 €394 €469 €
60.000 €Durchschnittlich140 €490 €583 €
100.000 €Durchschnittlich169 €591 €703 €

Die Werte beruhen auf den Gebührentabellen der StBVV, die tatsächliche Vergütung vereinbarst du individuell, Stand Oktober 2026. Gerechnet mit diesem Rechner von finanzfacts.de.

Was kostet ein Steuerberater wirklich?

Wie die StBVV rechnet, welche Tabelle für welche Leistung gilt und wo du sparst.

Grundlagen

Die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV)

Ohne besondere Vereinbarung richten sich die Kosten eines Steuerberaters in Deutschland nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), die seit Dezember 2012 die frühere StBGebV ersetzt. Die Gebührentabellen gelten in der Fassung vom 1. Juli 2025. Die Verordnung legt Mindest- und Höchstsätze fest, innerhalb derer der Steuerberater seinen konkreten Satz nach Schwierigkeit, Umfang und Bedeutung der Angelegenheit bestimmt.

Die Grundlage der meisten Gebühren ist der sogenannte Gegenstandswert, also der wirtschaftliche Wert, um den es geht (z. B. das Jahreseinkommen bei der Einkommensteuererklärung oder der Jahresumsatz bei der Buchführung). Anhand dieses Werts liest der Steuerberater aus einer amtlichen Tabelle die sogenannte volle Gebühr ab. Der Steuerberater berechnet dann einen Bruchteil dieser vollen Gebühr als sogenannten Zehntelsatz.

Formel: Tatsächliche Gebühr = Volle Gebühr (aus Tabelle) × Zehntelsatz ÷ 10

Wird also z. B. ein Gegenstandswert von 40.000 € zugrunde gelegt, ergibt sich aus Tabelle A eine volle Gebühr von 1.125 €. Bei der Mittelgebühr von 3,5/10 kostet die Einkommensteuererklärung demnach 393,75 € netto.

Gebührentabellen

Welche Tabellen gelten für welche Leistung?

Die StBVV kennt drei Gebührentabellen, die je nach Leistungsart angewendet werden. Jede Tabelle arbeitet in Stufen: Bis zu einem bestimmten Gegenstandswert gilt ein fester Betrag, darüber der nächste.

  • Tabelle A: Gilt für die Steuererklärungen (Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer). Gegenstandswert ist je nach Erklärung die Summe der positiven Einkünfte, ein Zehntel der Umsätze, das Einkommen oder der Gewerbeertrag, jeweils mit einem Mindestwert von 8.000 € (Körperschaftsteuer 16.000 €).
  • Tabelle B: Gilt für den Jahresabschluss nach § 35 StBVV. Gegenstandswert ist das Mittel aus berichtigter Bilanzsumme und betrieblicher Jahresleistung.
  • Tabelle C: Gilt für die laufende Buchführung nach § 33 StBVV. Gegenstandswert ist der höhere Betrag aus Jahresumsatz und Aufwand; die daraus folgende Gebühr ist eine Monatsgebühr.
Leistung Rechtsgrundlage Gegenstandswert Zehntelsatz-Rahmen
Einkommensteuererklärung § 24 Abs. 1 Nr. 1 StBVV Summe der positiven Einkünfte, mind. 8.000 € 1/10 – 6/10
Umsatzsteuererklärung § 24 Abs. 1 Nr. 8 StBVV 10 % der Umsätze, mind. 8.000 € 1/10 – 8/10
Gewerbesteuererklärung § 24 Abs. 1 Nr. 5 StBVV Gewerbeertrag, mind. 8.000 € 1/10 – 6/10
Körperschaftsteuererklärung § 24 Abs. 1 Nr. 3 StBVV Einkommen vor Verlustabzug, mind. 16.000 € 2/10 – 8/10
Jahresabschluss § 35 Abs. 1 Nr. 1a StBVV Mittel aus Bilanzsumme und Jahresleistung 10/10 – 40/10
Buchführung (monatlich) § 33 Abs. 1 StBVV Höherer Wert aus Jahresumsatz und Aufwand 2/10 – 12/10
Richtwerte

Typische Kosten im Überblick

Die Tabelle zeigt, was die StBVV für typische Fälle vorsieht, jeweils netto ohne Auslagen und Mehrwertsteuer. Unterer und oberer Satz bilden den Rahmen der Verordnung, die Mittelgebühr ist der übliche Ansatz für einen Durchschnittsfall.

Leistung (Beispielwert) Unterer Satz Mittelgebühr Oberer Satz
Einkommensteuererklärung, Einkünfte 40.000 €113 €394 €675 €
Einkommensteuererklärung, Einkünfte 60.000 €140 €490 €839 €
Umsatzsteuererklärung, Umsatz 100.000 €61 €272 €484 €
USt-Voranmeldung je Quartal, Umsatz 100.000 €20 €70 €120 €
Gewerbesteuererklärung, Gewerbeertrag 50.000 €130 €456 €782 €
Körperschaftsteuererklärung, Einkommen 100.000 €338 €845 €1.351 €
Jahresabschluss, Gegenstandswert 200.000 €548 €1.370 €2.192 €
Buchführung je Monat, Umsatz 200.000 €55 €193 €330 €
Lohnabrechnung je Mitarbeiter und Monat6 €18 €30 €

Buchführung, Lohnabrechnung und Voranmeldung rechnet die Kanzlei je Monat oder Quartal ab, alle anderen Werte gelten je Erklärung oder Abschluss. Selbstständige zahlen für die Einnahmenüberschussrechnung zusätzlich eine eigene Gebühr nach § 25 StBVV. Gerechnet mit den Tabellen der StBVV in der Fassung ab 01.07.2025.

Spartipps

So senkst du die Steuerberaterkosten

Steuerberaterkosten lassen sich durch einfache Maßnahmen spürbar reduzieren. Der größte Kostentreiber ist der Zeitaufwand, den der Steuerberater für das Sortieren, Nachfragen und Nachrechnen aufbringt.

  • Belege digital und vollständig einreichen: Wer alle Unterlagen strukturiert und vollständig liefert, senkt den Zeitaufwand der Kanzlei spürbar. Frag nach, ob dein Steuerberater dafür einen niedrigeren Zehntelsatz ansetzt.
  • Buchhaltungssoftware selbst nutzen: Tools wie Lexoffice, Sevdesk oder FastBill übernehmen die Grundbuchführung, der Steuerberater prüft und schließt ab. Das ist günstiger als die vollständige Auslagerung.
  • Pauschalvereinbarung abschließen: Bei regelmäßigem Mandatsverhältnis bieten viele Kanzleien Pauschalverträge an, die günstiger als Einzelabrechnungen sind.
  • Steuererklärung selbst vorbereiten: Wer das ELSTER-Formular so weit wie möglich vorbefüllt und nur prüfen lässt, zahlt deutlich weniger als beim Rundum-sorglos-Paket.
  • Kanzlei vergleichen: Die StBVV schreibt Mindest- und Höchstsätze vor, nicht einen fixen Betrag. Besonders für kleinere Mandate lohnt sich ein Vergleich von zwei bis drei Angeboten.
Steuerliche Absetzbarkeit: Steuerberaterkosten sind als Werbungskosten oder Betriebsausgaben vollständig absetzbar, soweit sie in direktem Zusammenhang mit Einkünften stehen. Das reduziert die tatsächliche Belastung je nach Steuersatz erheblich.
FAQ

Häufige Fragen zu Steuerberater-Kosten

Muss ein Steuerberater nach der StBVV abrechnen?
Für Steuerberatungsleistungen gilt die StBVV als Rahmenregelung. Ohne Vereinbarung rechnet der Steuerberater innerhalb der Rahmensätze der Verordnung ab. Eine höhere oder niedrigere Vergütung ist zulässig, wenn ihr sie in Textform als Vergütungsvereinbarung festhaltet (§ 4 StBVV). Die frühere Pauschalvergütung nach § 14 StBVV ist weggefallen.
Was ist der Unterschied zwischen Gebühr und Auslagen?
Die nach StBVV berechneten Gebühren decken die eigentliche Beratungsleistung ab. Dazu kommen Auslagen: Post- und Telekommunikationsentgelte (§ 16 StBVV, wahlweise pauschal 20 % der Gebühren, höchstens 20 € je Angelegenheit), eine Dokumentenpauschale für Kopien und Ausdrucke (§ 17) und gegebenenfalls Reisekosten (§ 18). Auf die Summe aus Gebühren und Auslagen kommen 19 % Mehrwertsteuer.
Kann ich Steuerberaterkosten selbst von der Steuer absetzen?
Kosten für die Erstellung der Steuererklärung, die mit Einkünften zusammenhängen (z. B. Anlage N, Anlage V, Anlage G), sind als Werbungskosten oder Betriebsausgaben voll abziehbar. Der Anteil, der auf den privaten Teil der Erklärung entfällt (z. B. Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen), ist seit 2006 nicht mehr als Sonderausgabe abziehbar. Bei gemischten Kosten bis 100 € im Jahr folgt das Finanzamt deiner Aufteilung (BMF-Schreiben vom 21.12.2007). In der Praxis rechnen viele Steuerberater den abziehbaren Teil gesondert aus.
Lohnt sich ein Steuerberater für Arbeitnehmer?
Für einfache Arbeitnehmerfälle reichen in der Regel Steuersoftware-Tools wie ELSTER, Wundertax oder Taxfix aus. Ein Steuerberater lohnt sich bei Arbeitnehmern vor allem bei Doppelverdiener-Ehen, Vermietungseinkünften, Kapitalerträgen aus dem Ausland, Homeoffice-Pauschale in Kombination mit anderen Arbeitsmitteln, oder wenn eine Lohnsteuer-Nachzahlung droht.
Was kostet ein Steuerberater für eine GmbH?
Bei einer GmbH fallen typischerweise mehrere Leistungen gleichzeitig an: Körperschaftsteuererklärung, Gewerbesteuererklärung, Umsatzsteuerjahreserklärung, laufende Buchführung und Jahresabschluss. Zusammen kommt eine kleine GmbH mit 200.000 € Umsatz und einfacher Struktur auf jährliche Steuerberaterkosten von ca. 4.000 bis 8.000 € netto. Bei komplexeren Verhältnissen und höheren Umsätzen steigen die Kosten entsprechend.
So rechnet dieser Rechner

Tabellen, Zehntelsätze und Grenzen des Steuerberaterkosten-Rechners

Der Rechner bildet die Steuerberatervergütungsverordnung nach: Aus dem Gegenstandswert (etwa Einkommen oder Bilanzsumme) liefert die passende Tabelle eine volle Gebühr. Davon rechnet der Steuerberater einen Zehntelsatz ab, dessen Rahmen von der Leistung abhängt. Deine Angabe zur Komplexität verschiebt den Satz zwischen unterem Rahmen, Mittelgebühr und oberem Rahmen. Die Tabellen liest er wie die Verordnung in Stufen ab, oberhalb der letzten Stufe gelten die Mehrbetragsregeln der Anlagen.

Gegenstandswert = max(Mindestwert; Eingabe) [Umsatzsteuer: 10 % des Umsatzes] Gebühr = volle Gebühr aus Tabelle (Gegenstandswert) × Zehntelsatz [× 12 bei monatlicher Buchführung] Gesamt brutto = (Gebühr + Zusatzleistungen) × 1,19
Konstanten und Annahmen
  • Tabelle A, B und C der StBVV in der seit 01.07.2025 geltenden Fassung (BGBl. 2025 I Nr. 105): Anlage 1, Anlage 2, Anlage 3. Zehntelrahmen nach § 24, § 33 (2/10 bis 12/10, Mittelgebühr 7/10) und § 35 StBVV (10/10 bis 40/10). Mindestgegenstandswerte nach § 24: 8.000 € (Einkommen-, Umsatz-, Gewerbesteuer), 16.000 € (Körperschaftsteuer).
  • Zusatzleistungen nach StBVV: USt-Voranmeldung nach § 24 Abs. 1 Nr. 7 (1/10 bis 6/10 der Tabelle A, Gegenstandswert 10 % des Umsatzes im Voranmeldungszeitraum, mindestens 650 €), Lohnabrechnung nach § 34 Abs. 2 (6 bis 30 € je Mitarbeiter und Monat, ohne Einrichtung der Lohnkonten), Beratungsstunde nach der Zeitgebühr (§ 13 StBVV: 16,50 bis 41 € je angefangene Viertelstunde, also 66 bis 164 € je Stunde).
Was der Rechner nicht berücksichtigt
  • Auslagen und Post- und Telekommunikationspauschale (§ 16), die separate Gebühr für die Ermittlung der Einkünfte (§§ 25, 27).
  • Individuell vereinbarte Honorare nach § 4 StBVV. Viele Kanzleien arbeiten mit Pauschalen ober- oder unterhalb der Tabellenwerte.

Inhaltlich geprüft am 24. Oktober 2026 von Florian Baumann. Mehr zur Arbeitsweise: So entstehen die Inhalte.

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Quellen
Quellen und rechtliche Grundlagen

Alle Quellen zuletzt geprüft am 9. Oktober 2026.

Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing tätig. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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