Spritpreise aktuell & historisch
Bundesweiter Preisverlauf seit 2020, aktuelle Durchschnittswerte und die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe auf einen Blick.
Historische Daten: ADAC / MTS-K (Jan 2020 – Mär 2026) | Markierter Punkt: aktueller Bundesdurchschnitt via Tankerkoenig-API | Ohne Gewähr
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Kostenlose Kreditkarten vergleichen| Tankstelle | Entf. | E5 | E10 | Diesel | Status |
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Datenquelle: Tankerkoenig.de (Creative Commons) | Preise in €/Liter inkl. MwSt. | Grün = günstigster Preis je Kraftstoffsorte
Spritpreise verstehen
Warum schwanken die Preise, wann fährt man am günstigsten zur Tankstelle und was steckt im Literpreis?
Wie setzt sich der Benzinpreis zusammen?
Der Spritpreis besteht aus mehreren Komponenten. Den größten Anteil nehmen Steuern und Abgaben ein: Die Energiesteuer beträgt 65,45 Cent/Liter für Benzin und 47,04 Cent/Liter für Diesel. Hinzu kommen die CO₂-Steuer (seit 2021 schrittweise steigend), die Mehrwertsteuer von 19 % auf den Gesamtpreis sowie die Handelsmarge der Tankstelle. Der eigentliche Rohstoffanteil macht nur noch rund 30–40 % des Literpreises aus.
Wann ist Tanken am günstigsten?
Laut Bundeskartellamt folgen Tankstellenpreise einem klaren Tagesmuster. Morgens zwischen 6 und 8 Uhr sowie mittags um 12–13 Uhr liegen die Preise typischerweise auf dem Tageshoch. Am günstigsten tankt man abends zwischen 18 und 21 Uhr. Das Preistal wiederholt sich in der Regel mehrfach täglich, weil große Ketten parallel vorgehen.
- Abends zwischen 18 und 21 Uhr: statistisch günstigste Tageszeit
- Montagmorgen: häufig teurer durch hohes Pendelaufkommen
- Dienstag bis Donnerstag nachmittags: tendenziell günstiger
- Freitag vor Feiertagen und Ferienstart: oft spürbar teurer
- Apps wie die ADAC-App oder Clever Tanken zeigen Preisprognosen
Neue Allzeitrekorde: Diesel über 2,40 € – was steckt dahinter?
Im März 2026 kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Monatsmittel 2,164 € – der höchste Monatsschnitt aller Zeiten laut ADAC, teurer noch als der bisherige Rekord aus dem März 2022 (Ukraine-Krieg). Super E10 lag im März bei durchschnittlich 2,022 €. Zwei Faktoren treiben die Preise:
- Stark gestiegene Rohölpreise: Der Brent-Preis kletterte von rund 72 US-Dollar je Barrel im Februar auf über 115 US-Dollar Ende März 2026, was sich direkt im Zapfpreis niederschlägt.
- Österreich-Modell ab 1. April 2026: Seit dem 1. April dürfen Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich – punkt 12 Uhr – anhèben, jedoch beliebig oft senken. Die einmalige Mittagsanhèbung führte in den ersten Tagen zu Tagesdurchschnitten von bis zu 2,425 € für Diesel (4. April 2026).
Die großen Preisausschläge im Rückblick
Der russische Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 ließ die Rohölpreise weltweit explodieren. In Deutschland erreichten E10 im März 2022 mit über 2,05 €/Liter damals einen historischen Höchststand. Als Gegenmaßnahme senkte die Bundesregierung von Juni bis August 2022 temporär die Energiesteuer (Tankrabatt). Nach Ablauf dieser Subvention stiegen die Preise erneut deutlich, ehe sie sich im Laufe des Jahres 2023 wieder normalisierten. Im Jahr 2025 gingen die Preise insgesamt zurück (Jahresdurchschnitt E10: 1,688 €), bevor der massive Ölpreisanstieg 2026 neue Rekorde brachte. Seit 2021 erhöht sich zusätzlich die CO₂-Steuer schrittweise – das trifft Diesel aufgrund seines höheren CO₂-Ausstoßes stärker als Benzin.
