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Quadratmeterpreis Rechner

Berechne den Preis pro m² für Kauf, Miete oder Grundstück und vergleiche ihn direkt mit dem Marktdurchschnitt deiner Stadt.

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Quadratmeterpreis verstehen

Wie der m²-Preis berechnet wird, welche Flächen wirklich zählen und wie du den Wert richtig einordnest.

Grundlagen

Was der Quadratmeterpreis aussagt

Der Quadratmeterpreis ist die wichtigste Vergleichsgröße im Immobilienmarkt. Du erkennst auf einen Blick, ob ein Angebot in der Region marktüblich liegt oder ob du dich verhandeln musst. Egal ob Kauf, Miete oder Grundstück: Erst der m²-Preis macht zwei Objekte mit unterschiedlicher Größe wirklich vergleichbar.

Wichtig dabei: Der reine Quadratmeterpreis sagt nichts über die Bausubstanz, die Lage oder die Ausstattung. Eine sanierungsbedürftige Altbauwohnung in Bestlage kann denselben m²-Preis haben wie ein durchschnittlicher Neubau am Stadtrand. Du nutzt den Wert deshalb als ersten Anhaltspunkt und ergänzt ihn mit Bodenrichtwert, Gutachten und Vergleichsangeboten.

Formel

So berechnest du den m²-Preis

Die Grundformel ist einfach. Du teilst den Gesamtpreis durch die Fläche. Bei einer Eigentumswohnung nimmst du die Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung, bei einem Grundstück die Grundstücksfläche aus dem Grundbuch.

Preis pro m² = Gesamtpreis ÷ Fläche in m²
Beispiel: 350.000 € ÷ 85 m² = 4.118 €/m²

Bei der Miete berechnest du den m²-Preis pro Monat. Das ist die sogenannte Nettokaltmiete pro Quadratmeter und der zentrale Wert für jeden Mietspiegel.

Mietpreis pro m² = Monatliche Kaltmiete ÷ Wohnfläche
Beispiel: 850 € ÷ 65 m² = 13,08 €/m² Kaltmiete
Wohnflächenverordnung

Welche Flächen zählen, welche nicht

Die Wohnfläche regelt die Wohnflächenverordnung (WoFlV) seit 2004. Sie gilt für alle nach diesem Stichtag abgeschlossenen Mietverträge und für die meisten Kaufverträge. Nicht jeder Raum zählt zu 100 Prozent zur Wohnfläche, das ist der häufigste Fehler beim Vergleich von Angeboten.

FlächentypAnrechnungHinweis
Wohnräume über 2 m Höhe100 %Voll anrechenbar
Dachschrägen 1 bis 2 m50 %Halbe Anrechnung
Dachschrägen unter 1 m0 %Zählt nicht
Balkon, Loggia, Terrasse25 %Bis 50 % bei hochwertiger Lage
Wintergarten unbeheizt50 %Beheizt: 100 %
Keller, Dachboden, Garage0 %Zubehörfläche, keine Wohnfläche
Schwimmbad innerhalb der Wohnung100 %Beheizt und Wohnzweck
Praxistipp Steht im Exposé „85 m² Wohnfläche zzgl. 20 m² Terrasse“, rechne 85 + (20 × 0,25) = 90 m². Mit dieser korrigierten Fläche fällt der Quadratmeterpreis oft deutlich anders aus als beworben.
Marktwerte 2026

Durchschnittliche Quadratmeterpreise nach Stadt

Die Preise schwanken je nach Stadt und Lage extrem. Zwischen Dortmund und München liegt der Faktor 3. Diese Werte sind Durchschnittspreise für Bestandswohnungen im mittleren Lagesegment und dienen als Orientierung.

StadtKauf €/m²Miete €/m² (kalt)
München7.855 €22,50 €
Frankfurt am Main5.800 €17,50 €
Hamburg5.700 €16,80 €
Berlin5.600 €16,20 €
Stuttgart5.500 €16,40 €
Düsseldorf4.300 €13,90 €
Köln3.790 €13,20 €
Hannover3.200 €11,40 €
Leipzig2.800 €9,80 €
Dortmund2.400 €9,10 €
Bundesdurchschnitt3.500 €12,00 €

Quelle: Aggregierte Auswertungen von ImmoScout24, Immowelt und Engel & Völkers, Stand Q1 2026. Beachte, dass innerhalb einer Stadt die Spannweite riesig ist. In München unterscheiden sich Schwabing und Aubing teils um mehr als 4.000 €/m².

Preistreiber

Welche Faktoren den m²-Preis hochziehen

Zwei Wohnungen mit identischer Fläche können sich im Preis verdoppeln. Das liegt selten an einem einzigen Faktor, sondern an mehreren Effekten gleichzeitig.

  • Lage: Mikrolage schlägt Makrolage. Eine ruhige Seitenstraße in zentraler Lage kostet pro m² oft mehr als ein Penthouse in einer lauten Hauptstraße.
  • Baujahr und Energieeffizienz: Ein KfW-40-Neubau erzielt 15 bis 25 Prozent Aufschlag gegenüber einem Bestandsbau ohne Sanierung.
  • Ausstattung: Fußbodenheizung, Aufzug, Tiefgaragenplatz und Balkonausrichtung beeinflussen den m²-Preis spürbar.
  • Grundriss: Eine 30 m² Singlewohnung kostet pro Quadratmeter oft 20 Prozent mehr als eine 90 m² Familienwohnung im selben Haus.
  • Zustand: Sanierungsstau drückt den Preis um 10 bis 30 Prozent. Käufer rechnen die Modernisierungskosten direkt vom Kaufpreis ab.
  • Stockwerk: Erdgeschoss ohne Garten ist meist günstiger, oberste Etage mit Dachterrasse erzielt Aufschläge bis 15 Prozent.
Bei Vermietung

Mietpreisbremse und Quadratmeterpreis

In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt gilt die Mietpreisbremse. Du darfst bei Neuvermietung höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete pro m² verlangen. Diese Vergleichsmiete steht im qualifizierten Mietspiegel deiner Stadt.

Beispiel: Liegt die ortsübliche Miete bei 12,00 €/m² Kaltmiete, beträgt die zulässige Höchstmiete 13,20 €/m². Bei 80 m² Wohnfläche sind das maximal 1.056 € Kaltmiete pro Monat. Ausnahmen gelten für Neubauten ab 2014 und umfassend modernisierte Wohnungen.

Renditeformel Bruttomietrendite = (Kaltmiete pro Monat × 12) ÷ Kaufpreis × 100. Eine Mietrendite unter 3,5 Prozent gilt aktuell als knapp, ab 4,5 Prozent wird die Vermietung wirtschaftlich attraktiv.
FAQ

Häufige Fragen zum Quadratmeterpreis

Ist der Quadratmeterpreis im Exposé verbindlich?
Nein. Der ausgewiesene m²-Preis basiert auf der vom Verkäufer angegebenen Wohnfläche. Diese stimmt nicht immer mit der tatsächlichen Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung überein. Bei Abweichungen über drei Prozent kannst du als Käufer den Kaufpreis nachverhandeln oder als Mieter die Miete kürzen. Lass dir vor Kaufabschluss eine schriftliche Wohnflächenberechnung vorlegen.
Warum unterscheiden sich m²-Preise innerhalb derselben Straße so stark?
Die Mikrolage entscheidet. Sonnenseite kostet mehr als Schattenseite, hohes Stockwerk mehr als Erdgeschoss, ruhige Hinterhauslage mehr als Vorderhaus an der Hauptstraße. Dazu kommen Baujahr, Sanierungsstand und Grundriss. Selbst zwei Wohnungen im gleichen Treppenhaus können sich um 500 €/m² unterscheiden.
Wie unterscheidet sich Wohnfläche von Nutzfläche?
Wohnfläche ist der Teil der Nutzfläche, der zum Wohnen bestimmt ist. Keller, Garage, Heizraum oder Dachboden gelten als Nutzfläche, fließen aber nicht in die Wohnfläche nach WoFlV ein. Im Grundbuch und im Energieausweis findest du oft die Nutzfläche, im Mietvertrag immer die Wohnfläche. Achte beim Vergleich auf die richtige Bezugsgröße.
Lohnt sich Kauf oder Miete bei meinem m²-Preis mehr?
Eine grobe Faustregel: Liegt der Kaufpreis pro m² unter dem 25-fachen der Jahresnettokaltmiete pro m², ist Kauf in der Regel wirtschaftlich. Bei einem Kaufpreis von 4.000 €/m² und einer Miete von 14 €/m² liegt der Faktor bei rund 24, also knapp im Kaufbereich. Über Faktor 30 wird Mieten meistens rechnerisch attraktiver.
Quellen

Rechtliche Grundlagen und Daten

Florians Finanz Fazit

Der m²-Preis ist ein guter Vergleichswert

Der Quadratmeterpreis ist die schnellste Möglichkeit, um zwei Immobilien überhaupt vergleichbar zu machen. Liegt ein Angebot 20 Prozent über dem Stadtdurchschnitt, braucht es einen klaren Grund: Bestlage, Neubau oder hochwertige Ausstattung. Ohne diese Argumente lohnt eine genauere Prüfung, bevor du in die Verhandlung gehst.

Was viele Käufer unterschätzen: Die Wohnflächenangabe im Exposé ist oft optimistisch gerechnet. Balkone werden mit 50 statt 25 Prozent angesetzt, Dachschrägen großzügig interpretiert. Lass dir vor Vertragsabschluss eine Wohnflächenberechnung nach WoFlV vorlegen. Schon zwei oder drei Quadratmeter weniger Fläche ändern den fairen Kaufpreis schnell um 10.000 € oder mehr.

Mein Tipp für die schnelle Markteinschätzung: Schau dir mindestens fünf Vergleichsobjekte in der gleichen Postleitzahl an, bevor du ein Angebot bewertest. Wer den eigenen Mikromarkt kennt, verhandelt souveräner.

Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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Stand: Mai 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Marktwerte basieren auf öffentlichen Auswertungen führender Immobilienportale und ersetzen kein Wertgutachten.
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