Brutto Netto Rechner Werkstudent
Tipp deinen Stundenlohn und deine Wochenstunden ein und du siehst sofort, was netto auf dein Konto kommt. Mit allen Werten für 2026.
Krankenversicherung
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Steuerrückerstattung
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Alles zum Werkstudenten-Gehalt
Wie die Berechnung funktioniert, welche Abzüge anfallen und worauf du als Werkstudent achten musst.
Warum Werkstudenten so wenig Abzüge haben
Als Werkstudent zahlst du nur in eine Sozialversicherung ein: die Rentenversicherung mit 9,3 % vom Brutto. Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung entfallen komplett. Das nennt sich Werkstudentenprivileg und gilt, solange du immatrikuliert bist und die 20-Stunden-Regel einhältst.
Die Lohnsteuer richtet sich nach deiner Steuerklasse. Steuerklasse I (ledig, ohne Kinder) trifft auf fast alle Studenten zu. Wichtig: Solange dein Jahresbrutto unter dem Grundfreibetrag von 12.348 € liegt, zahlst du gar keine Lohnsteuer. Und selbst wenn dein Arbeitgeber etwas einbehält, holst du dir das über die Steuererklärung im nächsten Jahr meist komplett zurück.
So rechnet der Rechner
Erstmal kommt dein Bruttogehalt. Das ist Stundenlohn mal Stunden pro Woche mal Faktor 4,333 (so viele Wochen hat ein Monat im Schnitt). Davon zieht der Arbeitgeber die Rentenversicherung ab. Wenn dein Jahresbrutto den Grundfreibetrag überschreitet, kommt zusätzlich Lohnsteuer drauf.
RV-Beitrag = Brutto × 9,3 %
ZVE/Jahr = Jahresbrutto − 1.230 € (AN-Pauschbetrag) − 36 € (Sonderausgaben) − Vorsorgepauschale
Lohnsteuer = Tarif 2026 auf ZVE (0 € bis 12.348 € ZVE)
Netto/Monat = Brutto − RV-Beitrag − Lohnsteuer − Soli − Kirchensteuer
Die Vorsorgepauschale ist dabei einfach dein RV-Anteil (9,3 %). Krankenversicherung läuft beim Werkstudenten parallel über die Familienversicherung deiner Eltern oder über die studentische Pflichtversicherung. Sie wird also nicht vom Lohn abgezogen, sondern direkt von deinem Konto eingezogen.
Was Werkstudenten 2026 typisch verdienen
Drei häufige Fälle mit Mindestlohn 13,90 €, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer:
| Modell | Brutto/Monat | RV-Beitrag | Lohnsteuer | Netto/Monat |
|---|---|---|---|---|
| 10 Std./Woche | 602 € | 56 € | 0 € | 546 € |
| 15 Std./Woche | 903 € | 84 € | 0 € | 819 € |
| 20 Std./Woche | 1.205 € | 112 € | 0 € | 1.093 € |
| 20 Std./Woche zu 16 € | 1.387 € | 129 € | 19 € | 1.239 € |
| 20 Std./Woche zu 20 € | 1.733 € | 161 € | 82 € | 1.490 € |
| 40 Std./Woche (Ferien) | 2.409 € | 224 € | 241 € | 1.945 € |
Solange du unter dem Grundfreibetrag bleibst, liegt deine Auszahlungsquote bei sauberen 90,7 %. Du verlierst also nur die 9,3 % Rentenversicherung. Sobald Lohnsteuer dazukommt, sinkt die Quote auf 85 bis 89 %. Zum Vergleich: Ein regulärer Angestellter mit demselben Brutto kommt auf 60 bis 70 %. Das ist der finanzielle Wert des Werkstudentenprivilegs in Zahlen.
20-Stunden-Regel, 26-Wochen-Ausnahme, Mindestlohn
- 20 Stunden pro Woche ist die Obergrenze während der Vorlesungszeit. Wer dauerhaft mehr arbeitet, verliert das Werkstudentenprivileg und zahlt die vollen Sozialabgaben.
- 26-Wochen-Ausnahme: In den Semesterferien darfst du Vollzeit ran. Erlaubt sind insgesamt 26 Wochen pro Zeitjahr über 20 Stunden, ohne dass du den Status verlierst.
- Mindestlohn 2026: 13,90 € pro Stunde. Viele Werkstudentenjobs zahlen zwischen 14 € und 18 €, in der IT oder im Consulting auch mehr.
- Minijob-Grenze 2026: 603 € pro Monat. Bis hierhin bleibst du beitragsfrei in der Familienversicherung deiner Eltern (bei einem Minijob).
- Urlaub und Krankheit: Bei 5 Tagen pro Woche stehen dir mindestens 20 Tage Urlaub im Jahr zu. Im Krankheitsfall bekommst du sechs Wochen Lohnfortzahlung.
Familienversicherung oder studentische KV?
Die Krankenversicherung ist beim Werkstudenten der wichtigste Faktor neben dem Gehalt. Drei Fälle:
- Familienversicherung deiner Eltern: Kostenlos, solange du unter 25 bist und maximal 565 € pro Monat verdienst (oder 603 € im Minijob). Bestes Modell, wenn du wenig arbeitest.
- Studentische Krankenversicherung (KVdS): Pflicht ab Überschreitung der Grenze oder ab 25 Jahren. Kostet 2026 etwa 120 bis 150 € pro Monat (KV + Pflegeversicherung). Bezahlst du selbst, nicht der Arbeitgeber.
- Private Krankenversicherung der Eltern: Wenn deine Eltern PKV-versichert sind, bist du oft beitragspflichtig mitversichert. Hier am besten direkt beim Versicherer nachfragen.
Faustregel: Wer als Werkstudent mehr als 565 € im Monat verdient, fällt aus der Familienversicherung und braucht die KVdS. Die 120 bis 150 € pro Monat sind kein Drama, aber kalkuliere sie ein. Bei 20 Stunden pro Woche zum Mindestlohn liegst du bereits über der Grenze.
Häufige Fragen von Werkstudenten
Lohnt sich ein Werkstudentenjob trotz Abgaben überhaupt?
Bekomme ich die Lohnsteuer am Jahresende zurück?
Was passiert mit den Rentenversicherungs-Beiträgen?
Wie viel darf ich verdienen, ohne den Werkstudentenstatus zu verlieren?
Ein Werkstudentenjob lohnt sich immer
Wenn du studierst und nebenher arbeiten kannst, mach es. Punkt. Ich habe selbst während des Studiums in mehreren Werkstudentenjobs gearbeitet, und im Rückblick war das eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Du nimmst von jedem Euro Brutto fast 90 Cent netto mit, weil dir die ganzen Sozialabgaben erspart bleiben. Das ist eine Quote, die du als Angestellter später nie wieder erreichst.
Der eigentliche Wert liegt aber nicht im Geld. Du lernst, wie ein Unternehmen tickt, sammelst echte Berufserfahrung und baust dir ein Netzwerk auf. Viele Werkstudenten bekommen direkt nach dem Studium ein Übernahmeangebot, oft noch vor dem ersten Bewerbungsgespräch bei einem fremden Arbeitgeber. Im Lebenslauf macht es einen riesigen Unterschied, ob da nur Studium steht oder Studium plus zwei Jahre Werkstudent bei einem ordentlichen Unternehmen.
Drei Dinge solltest du dabei beachten:
- Such dir einen Job, der zu deinem Studienfach passt. Reine Aushilfstätigkeit bringt dir karrieretechnisch weniger als ein Werkstudentenjob mit echtem Bezug zu deinem Bereich.
- Halte die 20-Stunden-Regel ein. Sonst verlierst du das Privileg und zahlst auf einmal die vollen Abgaben.
- Mach jedes Jahr deine Steuererklärung. Das holt dir oft drei- bis vierstellige Beträge zurück, vor allem wenn du auch Werbungskosten ansetzt.
Wer früh anfängt zu arbeiten und das Geld klug investiert, hat zum Berufseinstieg schon ein kleines Polster aufgebaut. Schau dir dazu mal den Altersvorsorgedepot-Rechner oder den Neobroker-Vergleich an. Ein ETF-Sparplan mit 50 € pro Monat ab dem Studium wird über 40 Jahre erstaunlich groß.
