Mietrendite Rechner
Immobilien-Rechner

Mietrendite Rechner

Berechne Brutto- und Nettomietrendite deiner Immobilie in Sekunden. Inkl. Kaufnebenkosten, Verwaltung, Instandhaltung und Leerstand.

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2,0 %
Deine Ergebnisse
Nettomietrendite
nach Kosten & Nebenkosten
Bruttomietrendite
vor Kosten
Jahresmiete netto
nach Leerstand
Jahreskosten gesamt
Verwaltung, IH, Sonstiges
Jahresüberschuss
Nettomiete minus Kosten
Amortisationszeit
Gesamtinvestition / Uberschuss
Einordnung der Nettomietrendite
0 % schlecht (< 3 %) gut (4-6 %) sehr gut (> 6 %) 10 %+
Alles zur Mietrendite

Was die Kennzahl bedeutet, wie sie sich berechnet und was eine gute Rendite ausmacht.

Grundlagen

Was ist die Mietrendite?

Die Mietrendite ist die wichtigste Kennzahl beim Immobilieninvestment. Sie gibt an, wie viel Prozent des eingesetzten Kapitals du pro Jahr als Mieteinnahmen zuruckerhaltst. Man unterscheidet zwischen Brutto- und Nettomietrendite.

Die Bruttomietrendite ist schnell berechnet und eignet sich fur einen ersten Überblick beim Vergleich mehrerer Objekte. Die Nettomietrendite ist realistischer, weil sie Kaufnebenkosten und laufende Kosten einbezieht.

Berechnung

So rechnet der Rechner

Bruttomietrendite:

Bruttomietrendite = (Jahreskaltmiete / Kaufpreis) × 100
Ohne Kaufnebenkosten und laufende Kosten

Nettomietrendite:

Nettomietrendite = (JahresnettomieteJahreskosten) / (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100
Jahresnettomiete = Jahresmiete × (1 – Leerstandsquote)
Praxis-Tipp: Setze die Instandhaltungsrücklage mit der Petersschen Formel an: ca. 1-1,5 % des Gebäudewerts pro Jahr (nicht des Grundstückswerts). Bei einer 300.000-€-Immobilie mit 200.000 € Gebäudewert sind das rund 2.000-3.000 € im Jahr.
Benchmarks

Was ist eine gute Mietrendite?

Die Mietrendite variiert stark nach Lage und Immobilientyp. Als Faustregeln gilt in Deutschland:

Nettomietrendite Bewertung Typische Lage
unter 2 % Schwach Top-A-Lagen (München, Hamburg Innenstadt)
2 – 3 % Unterdurchschnittlich Gute A-Städte, Trendviertel
3 – 4 % Durchschnittlich B-Städte, Randlagen
4 – 6 % Gut B/C-Städte mit Wachstumspotenzial
über 6 % Sehr gut C/D-Städte, strukturstarke Kleinstädte

Beachte: Eine hohe Rendite geht oft mit höherem Risiko einher (Leerstand, Wertverlust). Einige Investoren akzeptieren niedrigere Renditen in A-Städten bewusst, weil sie langfristig auf Wertsteigerung setzen.

Kaufnebenkosten

Welche Nebenkosten entstehen beim Immobilienkauf?

Die Kaufnebenkosten in Deutschland betragen je nach Bundesland zwischen 7,5 % und 15 % des Kaufpreises. Sie setzen sich zusammen aus:

  • Grunderwerbsteuer: 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (Brandenburg, NRW, SH u.a.) des Kaufpreises
  • Notarkosten: ca. 1,0-1,5 % des Kaufpreises (Pflicht bei jedem Immobilienkauf)
  • Grundbuchkosten: ca. 0,5 % des Kaufpreises
  • Maklerprovision: 0 bis 3,57 % je Partei (seit 2020 gilt Halbteilungsgrundsatz)
Wichtig: Kaufnebenkosten sind nicht finanzierbar (Banken beleihen meist nur den Kaufpreis) und müssen aus Eigenkapital bezahlt werden. Sie erhöhen deine tatsächliche Investition und senken damit die Nettomietrendite erheblich.
FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?
Die Bruttomietrendite setzt die Jahreskaltmiete direkt ins Verhältnis zum Kaufpreis. Sie ist einfach zu berechnen, aber wenig aussagekräftig, weil sie weder Kaufnebenkosten noch laufende Kosten berücksichtigt. Die Nettomietrendite zieht alle relevanten Kosten ab und gibt ein realistisches Bild der tatsächlichen Verzinsung deines eingesetzten Kapitals.
Sollte ich die Finanzierungskosten in die Renditeberechnung einbeziehen?
Das kommt auf die Perspektive an. Die objektbezogene Rendite (ohne Finanzierung) zeigt, wie profitabel die Immobilie an sich ist. Die eigenkapitalbezogene Rendite (mit Finanzierung) zeigt den Leverage-Effekt: Durch Fremdkapital kannst du mit wenig Eigenkapital eine höhere Rendite auf dein eingesetztes Geld erzielen, sofern die Mietrendite den Zinssatz übersteigt. Unser Rechner zeigt beides: du kannst Finanzierungskosten eintragen oder weglassen.
Wie hoch sollte die Instandhaltungsrücklage sein?
Als Faustregel gilt die Peterssche Formel: ca. 1,0-1,5 % des Gebäudewerts (ohne Grundstück) pro Jahr zurücklegen. Bei Neubau sind 0,5-0,8 % realistisch, bei älteren Gebäuden ab Baujahr vor 1990 solltest du eher 1,5-2 % ansetzen. Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) haben zudem gesetzlich vorgeschriebene Rücklagen, die du gesondert einplanen musst.
Was ist eine realistische Leerstandsquote?
In angespannten Wohnungsmärkten (A-Städte) liegt der Leerstand oft unter 1 %. In B- und C-Städten sind 2-4 % realistisch. In Regionen mit Abwanderung oder schwacher Nachfrage kann er auch 5-10 % erreichen. Setze für eine konservative Kalkulation mindestens 2 % an, auch wenn du aktuell vollvermietet bist.
Warum ist die Nettomietrendite so viel niedriger als die Bruttomietrendite?
Weil Kaufnebenkosten (10-15 % des Kaufpreises) die Gesamtinvestition deutlich erhöhen und gleichzeitig laufende Kosten die Nettomiete reduzieren. Beispiel: Eine Immobilie mit 4 % Bruttomietrendite hat nach Nebenkosten und laufenden Kosten oft nur noch 2,5-3 % Nettomietrendite. Das entspricht einer Reduktion um 25-35 % allein durch Kosten.
Florian Baumann - Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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