Anlagerechner

Anlagerechner

Berechne, wie sich dein Kapital durch Zinseszins und monatliche Sparraten entwickelt. Geeignet für ETF-Sparpläne, Festgeld, Tagesgeld und mehr.

20 J.
7,0 %
Erweiterte Optionen
2,5 %
20 J.
Dein Ergebnis
Endkapital
nach XX Jahren
Eingezahltes Kapital
Gesamt investiert
Zinseszins-Gewinn
davon Rendite
Gesamtrendite
auf dein eingesetztes Kapital
So setzt sich dein Endkapital zusammen
Eingezahltes Kapital
Zinseszins-Gewinn
Kapitalentwicklung im Zeitverlauf
Jahr Eingezahlt Kapital Zinsertrag Faktor

Alles über den Anlagerechner

Grundlagen, Formeln, Beispielrechnungen und häufige Fragen rund um Zinseszins und Geldanlage

Grundlagen

Wie funktioniert der Anlagerechner?

Der Anlagerechner berechnet, wie sich dein Kapital über einen bestimmten Zeitraum entwickelt. Du gibst dein Startkapital, eine monatliche Sparrate, die Anlagedauer in Jahren und eine erwartete jährliche Rendite ein. Der Rechner zeigt dir dann das erreichbare Endkapital, den Zinseszins-Gewinn und die Kapitalentwicklung im Zeitverlauf.

Der Anlagerechner eignet sich für ETF-Sparpläne, Festgeld, Tagesgeld und alle anderen Anlageformen, bei denen du mit einer festen jährlichen Rendite rechnest. Wähle für den MSCI World oder einen vergleichbaren ETF eine historische Rendite von 7 bis 9 Prozent pro Jahr.

Hinweis: Der Anlagerechner liefert Hochrechnungen auf Basis gleichbleibender Renditen. Tatsächliche Renditen schwanken von Jahr zu Jahr. Die Ergebnisse verstehen sich als Orientierung, nicht als Garantie.
Berechnung

Die Zinseszins-Formel erklärt

Der Anlagerechner kombiniert zwei Berechnungskomponenten: die Einmalanlage (Startkapital) und den Sparplan (monatliche Sparrate). Beide wachsen durch den Zinseszinseffekt exponentiell.

Einmalanlage ohne Sparrate:

K_n = K_0 × (1 + p / 100)n K_0 = Startkapital, p = jährliche Rendite in Prozent, n = Anlagedauer in Jahren

Mit monatlicher Sparrate (Sparplan):

K_n = K_0 × (1 + r)m + R × [(1 + r)m – 1] / r r = monatliche Rendite = (1 + p/100)^(1/12) – 1, m = Laufzeit in Monaten, R = monatliche Sparrate

Der Zinseszinseffekt entsteht dadurch, dass bereits erzielte Erträge in der nächsten Periode selbst wieder Rendite erwirtschaften. Bei 20 oder mehr Jahren Laufzeit übersteigt der Zinseszins-Anteil häufig das tatsächlich eingezahlte Kapital.

Beispielrechnungen

Drei Szenarien im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich das Endkapital je nach Anlageform und Sparrate entwickelt. Alle drei Szenarien starten mit 10.000 € Startkapital und einer Laufzeit von 20 Jahren.

Szenario Startkapital Sparrate/Monat Rendite p.a. Eingezahlt Endkapital Zinsgewinn
Festgeld 10.000 € 200 € 3,0 % 58.000 € 84.936 € 26.936 €
ETF MSCI World 10.000 € 200 € 7,0 % 58.000 € 137.636 € 79.636 €
ETF Wachstum 10.000 € 500 € 9,0 % 130.000 € 398.073 € 268.073 €
Erkenntnis: Eine höhere Sparrate und eine höhere Rendite wirken sich überproportional auf das Endkapital aus. Wer statt 200 € monatlich 500 € spart und dabei 9 % Rendite erzielt, erreicht fast das Dreifache des Endkapitals bei nur rund doppelt so hohen Einzahlungen.
Vergleich

Anlageformen im Überblick

Je nach Anlagehorizont, Risikobereitschaft und Ziel eignen sich unterschiedliche Wertanlagen und Anlageformen. Im Anlagerechner kannst du die jeweils erwartete Rendite eintragen und verschiedene Szenarien direkt vergleichen.

Anlageform Rendite p.a. Risiko Anlagehorizont Geeignet für
Tagesgeld 1–3 % sehr gering kurzfristig Notgroschen, Liquiditätspuffer
Festgeld 2–4 % gering 1–5 Jahre Mittelfristiges Sparen
Anleihen-ETF 3–5 % gering bis mittel 5–10 Jahre Stabiler Portfolio-Baustein
ETF MSCI World 7–9 % mittel ab 10 Jahre Langfristiger Vermögensaufbau
Einzelaktien 7–15 % hoch ab 10 Jahre Erfahrene Anleger
Tipps

So holst du das Maximum aus deiner Geldanlage

  • Früh anfangen: Der Zinseszinseffekt braucht Zeit, um seine volle Wirkung zu entfalten. Wer mit 25 Jahren startet statt mit 35, erreicht bei gleichen Einzahlungen ein deutlich höheres Endkapital.
  • Sparrate regelmäßig erhöhen: Erhöhe deinen monatlichen Beitrag, sobald dein Einkommen steigt. Schon 50 € mehr pro Monat machen über 20 Jahre einen erheblichen Unterschied.
  • Realistischen Renditeansatz wählen: Für ETFs auf den MSCI World gilt historisch eine Rendite von 7 bis 9 % pro Jahr als realistische Annahme, vor Steuern und Kosten.
  • Kosten im Blick behalten: ETFs haben laufende Kosten (TER). Ein ETF mit 0,2 % TER bei einer angenommenen Bruttorendite von 7 % erzielt effektiv rund 6,8 % Nettorendite. Achte auch auf die Ordergebühren deines Brokers, ein Neobroker ist oft die günstigste Wahl für ETF-Sparpläne.
  • Inflation einkalkulieren: Nutze die Inflationsoption im Anlagerechner, um die reale Kaufkraft deines Endkapitals zu sehen. Eine Rendite oberhalb der Inflationsrate erhält und steigert die Kaufkraft.
  • Steuern nicht vergessen: Auf Kapitalerträge fallen in Deutschland 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an. Der Sparerpauschbetrag liegt bei 1.000 € pro Person und Jahr.
Praxistipp: Spiel im Anlagerechner verschiedene Szenarien durch. Was passiert, wenn du 5 Jahre früher anfängst? Was macht eine höhere Sparrate aus? Die Unterschiede überraschen oft.
FAQ

Häufige Fragen zum Anlagerechner

Wie viel Startkapital brauche ich für die Geldanlage?
Du brauchst kein großes Startkapital. Viele ETF-Sparpläne starten ab 1 € pro Monat. Wichtiger als die Höhe des Startkapitals ist die Regelmäßigkeit: Wer monatlich konsequent spart, profitiert stärker vom Zinseszins als jemand, der nur einmalig einen großen Betrag investiert. Im Anlagerechner oben kannst du Startkapital und Sparrate frei kombinieren.
Welche Rendite ist für einen ETF-Anlagerechner realistisch?
Für breit gestreute ETFs auf den MSCI World oder MSCI All Country World gilt historisch eine Rendite von 7 bis 9 % pro Jahr als realistisch, auf Bruttobasis und vor Kosten. Diese Zahl basiert auf den Daten der letzten Jahrzehnte. Zukünftige Renditen können davon abweichen. Für konservative Szenarien empfehlen viele Finanzexperten 5 bis 7 % pro Jahr als Annahme.
Was ist der Zinseszinseffekt und warum ist er so wichtig?
Der Zinseszinseffekt bedeutet, dass du nicht nur auf dein eingezahltes Kapital Rendite erhältst, sondern auch auf die bereits erzielten Erträge. Durch diese exponentielle Wachstumskurve kann dein Kapital bei langen Anlagezeiträumen erheblich ansteigen. Albert Einstein soll den Zinseszins als das achte Weltwunder bezeichnet haben. Im Anlagerechner siehst du in der Ergebnisübersicht, wie groß der Zinseszins-Anteil im Vergleich zu deinem eingezahlten Kapital ist.
Weitere häufige Fragen anzeigen
Einmalanlage oder Sparplan: Was ist besser?
Beides hat Vorteile. Eine Einmalanlage profitiert sofort vollständig vom Zinseszins. Ein monatlicher Sparplan reduziert das Risiko des falschen Einstiegszeitpunkts durch den Cost-Average-Effekt. Die beste Strategie kombiniert beides: Startkapital als Einmalanlage plus monatliche Sparrate. Genau das kannst du im Anlagerechner einstellen und vergleichen.
Wie wirkt sich die Inflation auf meine Geldanlage aus?
Inflation mindert die Kaufkraft deines Endkapitals. Bei einer Inflationsrate von 2,5 % pro Jahr verlieren 100.000 € über 20 Jahre rund 40 % ihrer realen Kaufkraft. Im Anlagerechner aktivierst du die Option „Inflation berücksichtigen“, um das kaufkraftbereinigte Endkapital zu sehen. Eine Anlagerendite oberhalb der Inflationsrate erhält und steigert die Kaufkraft langfristig.
Was bedeutet der Anlagerechner mit Entnahme?
Der Anlagerechner mit Entnahme zeigt, wie lange dein angespartes Kapital bei einer monatlichen Entnahme reicht. Das ist für die Rentenplanung besonders relevant. Du aktivierst im Rechner die Option „Monatliche Entnahme“, trägst den gewünschten Monatsbetrag und die Entnahmedauer ein. So kannst du prüfen, ob dein angespartes Kapital für einen bestimmten Zeitraum ausreicht.
Kann ich den Anlagerechner für ETF-Sparpläne auf den MSCI World nutzen?
Ja, der Anlagerechner eignet sich hervorragend für ETF-Sparpläne. Trage deine monatliche Sparrate ein, wähle den Preset „MSCI World 9 %“ oder passe die Rendite manuell an, und stelle die gewünschte Laufzeit ein. Das Ergebnis zeigt dir das theoretische Endkapital. Steuern und laufende ETF-Kosten (TER) musst du von der angesetzten Rendite selbst abziehen.
Berücksichtigt der Anlagerechner Steuern und ETF-Kosten?
Der Anlagerechner rechnet auf Bruttobasis, also ohne Steuern und Kosten. In der Praxis fallen Abgeltungsteuer (25 % plus Solidaritätszuschlag) auf Kapitalerträge an, sowie laufende ETF-Kosten (TER). Um diese einzubeziehen, reduziere die angesetzte Rendite entsprechend. Beispiel: Bei einem ETF mit 0,2 % TER und einer Bruttorendite von 7 % setzt du 6,8 % als Rendite im Rechner ein.
Florian Baumann – Gründer finanzfacts.de
Über den Autor
Florian Baumann

Florian hat Wirtschaftsinformatik in Würzburg studiert und bringt über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing mit. Seit mehreren Jahren investiert er privat in ETFs, Aktien, Krypto und Immobilien. Mit finanzfacts.de möchte er Menschen den einfachsten Weg vom Finanzeinsteiger zum informierten Investor zeigen.

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